Fundstück

Star-Investor Ben Horowitz: So reagieren gute Gründer auf das ungute Gefühl

In welche Richtung rennst du bei Problemen? (Foto: Shutterstock)

Star-Investor Ben Horowitz erklärt, wie ein Gründer mit diesem unbestimmten Gefühl, dass im Unternehmen etwas nicht so läuft, wie es sollte, umgehen sollte.

Wenn in einem Start-up ein Problem auftritt, ist die Sache klar. Es muss gelöst werden. Was aber, wenn das Problem sich nur als Gefühl äußert? Sollten Gründer es dann nicht einfach ignorieren und sich auf die Arbeit konzentrieren? Immerhin kann man sich nicht jedem unguten Gefühl hingeben und darauf potenziell falsche Entscheidungen aufbauen.

Rennst du weg?

Ben Horowitz, Partner bei den Investoren von Andreesen Horowitz, kennt die Situation aus eigener Anschauung. In einem Blogbeitrag schildert er, wie er kurz vor dem Platzen der Dot-Com-Blase von einem unguten Gefühl geplagt wurde, dieses aber ignorierte und teuer dafür bezahlen musste.

Seine damalige Firma Loudcloud hatte Platzprobleme in den aktuellen Räumlichkeiten und der Brandschutz-Beauftragte machte Druck. Horowitz müsse größere Räumlichkeiten organisieren, sonst würde der Brandschutz die Firma schließen müssen. Bereits zu diesem Zeitpunkt habe er indes das Gefühl gehabt, dass die Dot-Com-Blase nicht mehr lange halten würde.

Dennoch schloss er einen neuen teuren Mietvertrag für eine anderes Gebäude mit Wachstumsreserven ab, in das die Firma dann jedoch nicht mehr umziehen sollte. Die Blase platzte und das Unternehmen verkleinerte sich um etliche Mitarbeiter. Aus dem Mietvertrag kam Horowitz indes nicht mehr raus. Hätte er auf sein Gefühl gehört und sich in die richtige Richtung bewegt, hätte er viel Geld sparen können, schließt Horowitz aus dieser Erfahrung.

Renn lieber hin!

Heutzutage reagiere er beim Auftreten eines unguten Gefühls deshalb ganz anders. Anstatt sich davon weg zu bewegen und sich dem Tagesgeschäft zu widmen, bewege er sich heute direkt auf das ungute Gefühl zu und versuche das sich andeutende Problem dahinter zu erkennen und frühzeitig einer Lösung zuzuführen.

In seiner Tätigkeit als Investor habe er inzwischen feststellen können, dass sich gute von schlechten Gründern auch dadurch unterscheiden lassen, dass die guten sich konsequent und zielstrebig auf Probleme zu bewegen, während die schlechteren eher den Rückwärtsgang einlegen.

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