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Starlink startet bald: Alle Infos zu Elon Musks Satelliten-Internet

Das Deployment eines 60er Batches von Satelliten hat begonnen. (Bild: SpeceX)

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Elon Musks Starlink-Projekt nähert sich dem Start. Mit den im Oktober 2020 in den Orbit gesetzten Satelliten erreicht der Dienst die kritische Größe, um zumindest teilweise den Betrieb aufzunehmen. Wir beantworten alle Fragen, die sich zu einem Projekt dieser Größenordnung stellen könnten.

Die Zielsetzung des SpaceX-Projekts Starlink ist schnell erklärt. Starlink will einen globalen Breitband-Internetgürtel um die Erde legen und ist auf eine Flotte von zwischen 12.000 und 42.000 Satelliten konfektioniert. Die Satelliten sollen in relativ niedrigen Umlaufbahnen fliegen, Daten von Bodenstationen erhalten und untereinander per Laser weiterleiten. Das Satellitennetz soll vor allem den ländlichen Raum mit schnellem und gleichzeitig kostengünstigem Internetzugang versorgen.

Was so einfach klingt, ist tatsächlich ein überaus komplexes Unterfangen. Wir haben ein paar Fragen zusammengetragen, die ihr euch wahrscheinlich ebenso stellt und liefern die Antworten. Schreibt gerne weitere Fragen in die Kommentare. Wir werden den Beitrag bei Bedarf aktualisieren.

Wer erlaubt denn so was? Was passiert mit dem Weltraumschrott und so weiter. Das Projekt ist so unvorstellbar groß, dass ihr schon eine Menge an Vorstellungskraft braucht, um es zu durchdringen. Wir gehen schrittweise vor.

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Wie viele Satelliten werden für das Breitband-Internet aus dem All benötigt?

SpaceX-Chef Elon Musk hatte stets eine Zahl von 500 Satelliten kommuniziert. Damit sollte der Start des Angebots in den USA möglich sein, während zwischen 800 und 1.200 erforderlich würden, um eine weltweite Abdeckung zu ermöglichen. Jeder weitere Satellit brächte dann nur noch mehr Bandbreite für die individuelle Internetverbindung. Anders ausgedrückt: je mehr Satelliten im Orbit sind, desto schneller wird die Anbindung für den einzelnen Nutzer.

Mit dem Start von 60 weiteren Satelliten am 6. Oktober 2020 hat SpaceX nun über 700 Satelliten in der Erdumlaufbahn. Nicht alle der in den letzten Wochen ins All geschossenen Satelliten befinden sich indes bereits auf ihrer endgültigen Position. Sobald das erfolgt sei, werde SpaceX „eine ziemlich große öffentliche Betaversion im Norden der USA und hoffentlich auch im Süden Kanadas“ durchführen, twitterte SpaceX-Chef Elon Musk.  Andere Länder würden folgen, sobald die behördliche Genehmigungen vorlägen, so Musk weiter. Schon im Sommer hatte Musk angedeutet, dass ein Testbetrieb auch in Deutschland nicht mehr lange auf sich warten lassen sollte.

Die endgültige Positionierung der bisher ins All geschossenen Satelliten soll laut Experten Ende Februar 2021 abgeschlossen sein. Dann will Starlink zunächst in den USA und Kanada den Betrieb aufnehmen und leistungsfähige Internetverbindungen aus dem All zu konkurrenzfähigen Preisen bieten. Seit Juli läuft ein Test des Satelliteninternets im US-Bundesstaat Washington. Obwohl SpaceX Stillschweigen vereinbart hatte, sickerten einige Daten durch. Danach sollen zwar die Latenzen niedrig, die Datenraten aber ihrerseits nicht hoch gewesen sein.

Andere Töne hört man aus der US-Armee. Die hatte im Mai 2020 einen Dreijahresvertrag  mit Starlink geschlossen und will das Satelliteninternet in dieser Zeit auf Herz und Nieren testen. Dort ist man bislang mit den erreichbaren Datenraten durchaus zufrieden.

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12 Kommentare
Zero
Zero

Der Weltraum ist ein rechtsfreier Raum? Hat nicht die NASA oder eine andere US-Institution vor einiger Zeit verlautbart, dass zumindest Rohstoffförderung im Weltraum durch diese genehmigt werden müsse?

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Ima
Ima

Interessant. Die Bundesnetzagentur hat hier für den Raum DE auch ein Wörtchen mit zureden … Diese vergibt nämlich die jeweiligen Frequenzen im Auktionsverfahren. Ähnlich wird das auch in anderen Ländern gehandhabt.

Auch interessant wäre die jeweilige Sendeleistung in Watt oder dBm – gibt es hierzu Details?
Vg

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Udo
Udo

Das wird in den USA enden, dort wird es als Hype starten. Dann fallen die ersten Satelitten aus, danach immer mehr. Dann versagt die Technik tagelang oder in „Hotspots“ sinkt die Rate.
Was ist denn schon ein Terrabyte

Wenn nicht zuviel Raketen das Ziel verfehlen. Nach Coron wird das Geld knapper

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Andrew
Andrew

Ich hoffe dass der Weltraumschrott sich baldmöglichst selbst zerstört und dann die nervösen Erkrankungen wieder abnehmen.

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Dorothee
Dorothee

Wo kommen die Milliarden her, die ein solches Projekt kostet?

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Emil
Emil

Das ist die Firma von Elon Musk, die kosten dafür tragen die selbst.

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Engin
Engin

Wie wird die qalität und leistung beeinträchtigt wenn die laser verbindungen durch umwelteinflüsse wie regen,nebel oder schnee gestört werden

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Doc Who
Doc Who

Wie Prof. Wörner der Generaldirektor der ESA unlängst zu Space X sich äußerte was er davon hält. Er verspüre Neid, die ehrlichste Form der Anerkennung, was Space X respektive die Amerikaner da realisieren. Den Europären bleibt nur das Hinterherschauen, wie bereits bei Themen wie Betriebsystem, Hardware wie PCs und Smartphones und Satelittennavigation. Das die Europäre abgeschlagen sind zeigt schon das unlängst insolvent gegangene Projekt aus UK, OneWeb das ein Pendant zu Starlink sein/werden sollte.

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Piet50
Piet50

die Miliarden kommen von all den Usern die meinen ohne irgendwelche unsinnigen Apps und Netzwerken nicht mehr existieren zu können. Das nennt man Assimilation und das selbstständige Denken wird in Zukunft komplett entfallen und vollkommende Fremdsetuerung unser Konsumverhalten bestimmen. Der Mensch als dumme Drohne. Erschreckend!

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Michael Gattinger
Michael Gattinger

Seite 2 „Auch künftige Starts sollen immer wieder Pakete mit 60 Satelliten in die Umlaufbahn schießen. Mit jedem Paket soll die nutzbare Bandbreite laut Elon Musk um rund ein Terabit zunehmen.“
Sehr geehrte Redaktion,
bitte ergänzt hier die Zeiteinheit. Es wird von Terabit gesprochen, aber in welcher Zeiteinheit? Pro Tag? Pro Stunde? Pro Minute? Pro Sekunde? Pro Kunde?

Dankeschön

Michael Gattinger

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MaxGrande
MaxGrande

Sind die 53.000 Satelliten von Space-EX nicht genug um uns auszuradieren von der Erdoberfläche?

Antworten
Bernie Ess
Bernie Ess

Wow, an dieser Haltung, wie hier in dieser Kommentarspalte geäußert, wird De zügig und konstant zurückfallen. Über Elon Musk haben sie mit seinen Elektroautos am Anfang auch gelacht. Der fing von Null an, ging ein paar Mal fast pleite, nun war es der Autobauer, der in der Corona- Krise als einziger kräftig zulegen konnte. Autsch. Dasselbe mit SpaceX. Würde mich nicht wundern, wenn er auch mit der Boring Company durchstarten wird. Ach ja, Neuralink vergessen.

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