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Startups

5 Tipps, wie du einen Beirat für dein Startup gründest

(Grafik: ©  microvector / Shutterstock)

Ein Beirat im Startup, gibt es denn heute wirklich kein spannenderes Thema? Unsinn, tatsächlich ist nichts spannender als das. Warum Gründer dieses Instrument für ihren Erfolg unbedingt auf dem Zettel haben sollten, erklärt dieser Artikel – inklusive fünf Tipps zum Loslegen.

Beiräte? In Startups noch eine Rarität

Mittelständler haben ihn, Konzerne sowieso: einen Beirat. In kleinen Unternehmen und Startups aber ist dieses Instrument bislang nur äußerst selten anzutreffen. Einer nicht repräsentativen Studie der IHK Darmstadt zufolge haben mehr als die Hälfte von ihnen keine Kenntnis über Nutzen und Vorteile eines Beirats.

Warum ist das so? Zwar könnte die Tatsache, dass ein Beirat erst für GmbHs ab 500 Mitarbeiter gesetzlich vorgeschrieben ist, eine Erklärung sein, wahrscheinlicher ist jedoch, dass diesem oft als Schreckgespenst eines jeden CEOs verschrieene Instrument ein großes Missverständnis zugrunde liegt. Zeit, damit aufzuräumen.

Was zur Hölle ist ein Beirat?

Wer einen Beirat im Startup installiert, kann von wertvollen Multiplikator-Effekten profitieren. (Grafik: ©  microvector / Shutterstock)
Wer einen Beirat im Startup installiert, kann von wertvollen Multiplikator-Effekten profitieren. (Grafik: © microvector / Shutterstock)

Ein Beirat ist kein hinterlistiges Kontrollorgan mit bösen Absichten, sondern kann durch die freiwillige Installation vielmehr zum echten Multiplikator für den Erfolg eine Startups werden. Er setzt sich aus einer beliebig großen Zahl an Experten und Influencern zusammen, die im Interesse der Firma und in Absprache mit CEOs und Mitarbeitern eine nachhaltige Entwicklung der Gründung vorantreiben wollen. In der Summe steht ein Beirat also besonders jungen Unternehmen mit vergleichsweise unerfahrenen Gründern durch Moderation und qualifizierte Beratung zur Seite.

Warum braucht mein Startup überhaupt einen Beirat?

Vor diesem Hintergrund können vor allem agile Startups von Beiräten profitieren, mitunter sogar mehr noch, als es gesetzlich dazu verpflichtete Großkonzerne tun. So helfen die Mitglieder eines Beirats bei der realistischen Strategieplanung, schließen erfolgskritische Wissenslücken, verhindern Betriebsblindheit und können mit ihrem engmaschigen Netzwerk wertvolle Kontakte vermitteln. Und: Beiräte zahlen immer auch auf das eigene Imagekonto ein. Vor allem Investoren wie Business Angels oder Banken sehen darin eine äußerst vertrauenserweckende Maßnahme. Die Verhandlungsposition – etwa für eine notwendige Finanzierungsrunde – wird so um ein Vielfaches gestärkt.

Worauf muss ich bei der Installation achten?

Bei der Installation eines Beirats in Startups gibt es einiges zu beachten. Im Folgenden haben wir fünf Tipps parat, die dir bei der Umsetzung helfen.

1. Kläre Erwartungen und Pflichten

Zuallererst musst du die Erwartungen und Pflichten mit den Mitgliedern des Beirat klären. Wie oft und in welchem Turnus sollen Sitzungen stattfinden? Was ist unbedingt geheim zu halten? Wer hier juristisch auf Nummer sicher will, schafft eine vertragsrechtliche Regelung. Der Aufwand hängt letztlich von den Aufgaben ab, die der Beirat erfüllt, also ob er mehr kontrollierend oder beratend in Erscheinung treten soll. Weil wir hier und in Startups von einer reinen Beratungsfunktion ausgehen, reicht ein einfacher schuldrechtlicher Vertrag aus.

2. Hol dir Könner ins Boot, keine Gönner

Auch wenn dich dein bester Freund regelmäßig und gratis auf den Golfplatz für eine 9er-Runde mitnimmt, dir VIP-Tickets spendiert oder dein persönlicher Investor ist: Ein Platz im Beirat ist nichts, was man aus Nächstenliebe verschenkt. Ein Beirat ist kein Ehrenamt, sondern Arbeit! Besetze den Beirat also mit Typen, die Meister ihres Fachs sind und mehr Ahnung in einem Bereich haben als du. Vor allem Spezialisten aus den Bereichen Marketing, Recht, Sales und Technik sind enorm hilfreich. Je nach Mischung sind so wertvolle Impulse garantiert. Achte aber darauf, dass die Beiräte nicht in Konkurrenz zu deinem Geschäftsmodell stehen.

3. Besetze den Beirat mit mindestens drei Mitgliedern

Neben der notwendigen Kompetenz ist auch die Frage über die Zahl der Mitglieder nicht unbedeutend. Zwar entscheidet der Beirat nichts (diese Macht liegt und bleibt beim CEO), trotzdem stimmt er über wichtige strategische Vorhaben ab. Entsprechend sollte der Beirat mindestens aus drei, in jedem Fall aber aus einer ungeraden Zahl von Mitgliedern bestehen. Die Größe des Beirats hängt letztlich von der Größe des Startups ab. Zu viele Beiräte solltest du nicht einberufen, das erschwert die Arbeit und verwässert die Startup-eigene Kompetenz.

4. Nutze Netzwerke für die richtige Besetzung

Wer auf Dübel komm raus keine geeigneten Beiratsmitglieder ausfindig machen kann, kann sich über Verbände wie beispielsweise dem Bundesverband Deutsche Startups (BVDS) oder die regionalen Gründungsnetzwerke informieren. Als Türöffner zu potenziellen Kandidaten können darüber hinaus auch Konferenzen und befreundete Startups aus fremden Branchen dienen. Achte aber bitte darauf, dass Mitglieder die Aufgabe im Beirat zu jeder Zeit gewissenhaft, unabhängig und zuverlässig wahrnehmen können.

5. Bezahle Beiratsmitglieder angemessen

„Ein Beirat ist kein Ehrenamt.“

Noch einmal zur Wiederholung: Ein Beirat ist kein Ehrenamt. Selbst wenn ein Mitglied die Arbeit aus persönlicher Überzeugung macht und sein Wissen mit Freude weitergibt – sorge für eine angemessene Vergütung. Nur dann werden sich Mitglieder wie auch deine Mitarbeiter für dein Startup ins Zeug legen. Die Höhe richtet sich danach, wie du folgende Fragen beantworten kannst: Wie hoch ist der zeitliche Aufwand für die Mitglieder? Wie viel Verantwortung tragen sie, was sind die Reisekosten und wie hoch ist der Schwierigkeitsgrad? Spreche das in jedem Fall ab. In einem Startup-Beirat kann man zum Beispiel pro Sitzung mit dem Tageshonorar eines Unternehmensberaters vergüten (bspw. 1.000 Euro).

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3 Reaktionen
Dr. Klaus

Gerade Startups sind zu Beginn ihrer Unternehmenstätigkeit oftmals nur unzureichend vernetzt. Die Besetzung des qualifizierten Beirats kann dann leicht an einer nur unzureichenden Auswahl an Kandidaten scheitern. Aus diesem Grund unterstützen wir Unternehmen bei der Auswahl eines passenden und qualifizierten Beirats mit unserem umfangreichen Expertennetzwerk. Hierzu gleichen wir alle gesuchten Anforderungen mit unserem Expertennetzwerk ab, um eine Auswahl an geeigneten, qualifizierten Kandidaten vorzuschlagen und diese mit einem Unternehmen zusammenzubringen.

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PrincipalAdvisor

Leider ist oben ein Tippfehler in unserer URL :o) Hier ist richtig verlinkt.

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Maximilian | Prinicpal Advisor

Oder frage uns :o) Principal Advisor vermittelt ehemalige Vorstände und andere hochkarätige Akteure aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien als Berater, Beiräte und Mitglieder in die Advisory Boards innovativer Startups. Wir helfen den von uns unterstützten Startups mit Reichweite, starkem Netzwerk in die deutsche Wirtschaft sowie bei der Kapitalbeschaffung mit Investoren und Fördermitteln.

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