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Startup als Geldanlage: So sieht der typische Anleger aus, der in Startups investiert

Der typische Privatanleger geht auf die 50 Jahre zu und verdient etwa 70.000 Euro pro Jahr. (Foto: Shutterstock-Mimagephotography)

In ein Startup zu investieren ist eine riskante Sache, doch auch Privatpersonen können das Risiko in Form von Crowdinvestments eingehen. Wer diese Privatanleger sind, hat jetzt eine Studie ermittelt.

Nur jedes dritte Jungunternehmen überlebt die ersten drei Jahre, gerade einmal jedes zehnte wird wirklich erfolgreich und groß. Doch wer investiert eigentlich in Startups, abgesehen von Business Angels und Großinvestoren? Companisto, ein Crowdinvesting-Portal, das es Privatanlegern seit 2012 ermöglicht, ihr Geld in ein Startup zu stecken, hat analysiert, wer seine Kunden sind, und ist dabei zu teilweise bemerkenswerten Ergebnissen gekommen, wie die FAZ berichtet.

Typischerweise sind es Männer, die in Startups investieren, nicht aber die jüngeren als Startup-affin bekannten Zielgruppen. Es sind vielmehr Personen Ende vierzig, die aber in 30 Prozent der Fälle über ein Einkommen von 70.000 Euro und mehr verfügen. Bemerkenswert auch: Rund ein Viertel verfügt über ein Einkommen, das zwischen 40.000 Euro und 70.000 Euro pendelt – also nicht unbedingt Zielgruppen, die einen möglichen Verlust locker verschmerzen dürften.

Anleger machen sich und das Startup für mögliches Scheitern verantwortlich

Allerdings ist die Geldanlage in junge Unternehmen auch klar eine Sache für erfahrene Anleger: Mehr als 70 Prozent der 2.307 befragten Investoren gaben an, regelmäßig oder langjährig zu investieren und somit über die nötige Erfahrung zu verfügen, gerade einmal fünf Prozent erklärten, sie seien eher unerfahren. Außerdem fragte die Plattform nach dem Grund, warum man in Startups investiert: Für 93 Prozent steht hier die Rentabilität des Investments im Vordergrund, immerhin 73 Prozent erklärten, sie seien an der Verwendung des Geldes interessiert.

Interessant ist auch die Rendite, die die befragten Anleger im Gegenzug für das hohe Risiko erwarten: Gerade einmal jeder Sechste würde sich mit weniger als den laut Portal üblichen 50 Prozent für fünf Jahre zufrieden geben. Schon dieses Chance-Risiko-Verhältnis zeigt, dass Investments in Startups eben nicht mit der Sicherheit eines Festgelds oder eines Aktienfonds zu vergleichen sind. Als Alternative für die Niedrigzinsphase sind solche Investments jedenfalls nicht zu verstehen.

Immerhin sind sich die Investoren offenbar des Risikos bewusst und machen, wenn, vor allem sich selbst (in zwei Dritteln der Fälle) oder das Startup (77 Prozent) für ein mögliches Scheitern verantwortlich. Companisto, das Startup, das seit 2012 junge Unternehmen und Privatanleger zusammenbringen will, hat inzwischen über 70.000 Investoren, die in 84 Finanzierungsrunden knapp 40 Millionen Euro Investmentsumme eingesammelt haben. Immerhin drei Exits gab es bereits, und knapp 3,4 Millionen Euro ausgezahlte Rückflüsse.

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