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Startup-Gründung in der Uni ist in Deutschland ein Klischee

Startups werden kaum in Unis oder Schulen gegründet. (Foto: Shutterstock/panitanphoto)

Mark Zuckerberg und Bill Gates schmissen die Uni, um sich um Facebook und Microsoft zu kümmern. In Deutschland wird kaum ein Startup von Schülern und Studenten gegründet, hat eine Umfrage ergeben.

Während der Schul- oder Unizeit eine interessante Idee ausbrüten und sich am besten noch vor dem Abschluss ganz dem selbst gegründeten Startup widmen – dieses Klischee ist in Deutschland eher die Ausnahme, wie eine Bitkom-Umfrage zeigt. Während Mark Zuckerberg und Bill Gates ihr Studium geschmissen haben, um mit Facebook beziehungsweise Microsoft durchzustarten, sammeln deutsche Startup-Gründer offenbar erst einmal Berufserfahrung.

„Eine Startup-Gründung ist für die allermeisten kein Notnagel, sondern eine bewusste unternehmerische Entscheidung“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. 70 Prozent der Gründer von Startups in Deutschland verfügen über Berufserfahrung. 43 Prozent gründen laut Bitkom-Erhebung aus einem Anstellungsverhältnis, 27 Prozent waren vorher selbstständig tätig. Der Branchenverband hatte gut 300 IT- und Internet-Startups in Deutschland über den Zeitpunkt ihrer Gründung befragt.

Startup-Start: Nur ein Prozent war bei der Gründung noch Schüler

Lediglich elf Prozent aller Startups wurden demnach von den Gründern während des Studiums gegründet. Direkt im Anschluss an den Uniabschluss gründeten zwölf Prozent der befragten Startups. Nur ein Prozent der Gründer gingen während der Startup-Gründung noch zur Schule. Die Gründung aus der Arbeitslosigkeit ist trotz der Förderprogramme offenbar ebenfalls für viele keine Option. Nur vier Prozent der Befragten haben diesen Weg gewählt.

Zu den Gründen dafür, dass die Mehrheit der Gründer in Deutschland vor der Startup-Gründung erst einmal Berufserfahrung sammeln, gibt die Umfrage keine Antworten. Möglicherweise ist zum einen die Lage am Arbeitsmarkt im IT- und Internetbereich so gut, dass Uniabsolventen nicht über eine Alternative nachdenken müssen. Vielzitiert ist auch die – im Vergleich zu den USA – größere Zurückhaltung potenzieller Investoren bei deutschen Startups.

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