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Startup-Investor Alexander Frolov: „Kryptowährungen sind mehr als eine Spielerei“

Target-Global-Investor Alexander Frolov. (Foto: Alexander Frolov)

Alexander Frolov ist Gründer der Venture-Kapital-Firma Target Global. Im Gespräch mit Startup Notes spricht er über Bitcoin und Blockchain und das Erfolgsrezept guter Pitches.

Mit Büros in Moskau, London, Berlin, Tel Aviv und San Francisco schlägt der Wagniskapitalgeber Target Global erfolgreich eine Brücke von der Startup-Szene in Ost- und Mitteleuropa bis hin zum Silicon Valley. Als General Partner mittendrin ist dabei Alexander Frolov, der den VC-Fonds im Jahr 2012 an den Start brachte und selbst ursprünglich aus Russland stammt. Insgesamt hat Target Global seit seiner Gründung bereits in mehr als 40 Startups investiert und verwaltet Assets in Höhe von 500 Millionen US-Dollar.

Bitcoin und Blockchain sind mehr als nur eine Blase

Bei solch einem gewichtigen Portfolio befassen sich Alexander Frolov und sein Team entsprechend ausführlich mit allem, was als Trend im Kommen ist und potenziell ein großer Erfolg sein kann. Ein Beispiel dafür ist das Portfolio-Unternehmen Blue Apron. Auch wenn der amerikanische Kochboxen-Versender und Rivale von Hellofresh in den zurückliegenden Monaten den schlechtesten Börsengang des Jahres in den USA hingelegt hat, glaubt Frolov an das zugrunde liegende disruptive Potenzial des Startups,wie er im Gespräch mit Startup Notes erläutert: „Die Idee von Blue Apron ist, dem Kunden nur das zu bringen, was er wirklich braucht. Die dahinter stehenden Skaleneffekte des Geschäftsmodells sind enorm.“ Der derzeit vielfach in den Medien zitierte Abschwung des Aktienkurses sei so vor allem durch die Sorge vor einer Dominanz Amazons in der Lebensmittelbranche nach der Übernahme von Whole Foods bedingt.

Unter dem gleichen Gesichtspunkt ist der Startup-Investor ebenfalls überzeugt davon, dass die Entwicklungen rund um Bitcoin und Blockchain nicht nur Teil einer bald platzenden Blase sind. „Ich denke, dass Bitcoin und Blockchain sehr wohl ein fundamentaler und nachhaltiger Trend sein können.“ Selbst wenn derzeitige Preissprünge bei Kryptowährungen nicht immer unbedingt nachzuvollziehen seien, wären viele Vorzüge erkennbar. „Es gibt genügend reale Gründe, warum Kryptowährungen und Blockchain existieren – deshalb sollte man sie nicht nur einfach als Spielerei ansehen“, wie Frolov zu Bedenken gibt.

Warum er in Delivery Hero investierte

Als Geldgeber von renommierten deutschen Startups wie Delivery Hero und Auto1 ist Target Global zunehmend auch in Berlin ein wichtiger Unterstützer der hiesigen Tech-Branche. Erfolgreiche Szenegrößen wie Lukasz Gadowski (u.a. Mitgründer von Spreadshirt, Team Europe und Point Nine Capital) gehören zum Team. Startups könnten Frolov dabei in einem guten Pitch insbesondere von sich überzeugen, wenn sie es schaffen, klar darlegen zu können, warum ausgerechnet sie das beste Team sind, um eine bestimmte Idee oder Vision in die Realität umsetzen zu können – und niemand anderes.

In diesem Zusammenhang sei Delivery Hero ein sehr gutes Beispiel. Der Online-Lieferdienst ist nach seinem Börsengang Mitte dieses Jahres das bisher erfolgreichste Investment von Target Global. Frolov dazu im Podcast-Interview mit Startup Notes: „Delivery Hero war von Anfang an von sehr starken Individuen geprägt. Unbedingt Erfolg zu haben war Teil der DNA des Teams.“ Diese Einschätzung habe sich im Nachhinein vor allem auch noch einmal dadurch bestätigt, dass viele der Teammitglieder aus der Anfangszeit später erfolgreich eigene Unternehmen gegründet hätten – wie zum Beispiel Claude Ritter, der seit drei Jahren Book a Tiger aufbaut, das ebenfalls zum Investment-Portfolio von Target Global gehört.

Den eigenen Erfolg misst der VC dabei in ähnlicher Weise wie den der von ihm unterstützten Startups. Neben klassischer finanzieller Kriterien sehe sich Target Global selbst als eine Art Marketplace und achte besonders auf die Zufriedenheit aller „Kunden“ – diese seien sowohl die Geldgeber des eigenen Fonds als auch die Gründer der Portfolio-Unternehmen. Wenn es in dieser Hinsicht Probleme gibt, müsse man diese gemeinsam lösen und unbedingt an der wichtigen Beziehung zueinander arbeiten.

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