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Deutscher Startup-Monitor 2017: Die wichtigsten Zahlen und Fakten der Gründerstudie

(Foto: Shutterstock)

Deutsche Gründer begrüßen mehr Zuwanderung und andere Standorte, zeigt der Deutsche Startup-Monitor. Christian Lindner hat sie politisch überzeugt. Außerdem werden die Startups weiblicher – zumindest ein bisschen.

82,7 Prozent der 1.837 vom Bundesverband Deutsche Startups befragten Unternehmen wollen weiter internationalisieren – so viele wie noch nie, geht aus dem am Montag veröffentlichten Startup-Monitor 2017 hervor. Beliebtestes Ziel sind dabei mit 34,4 Prozent die anderen EU-Länder. Hinter den 1.837 befragten Startups stehen dem Verband zufolge 4.245 Gründerinnen und Gründer sowie 19.913 Mitarbeiter. Wie bei Branchenumfragen üblich erfolgt die Stichprobe aber nicht nach Kriterien der Repräsentativität.

Startup-Gründer würden Christian Lindner wählen

Politisch verorten sich die Gründer ganz überwiegend im wirtschaftsliberalen Lager der FDP. Parteichef und Spitzenkandidat Christian Lindner hatte den Bundestagswahlkampf 2017 stark auf Digitalisierung und die Bedürfnisse von Startups ausgerichtet – das hat sich offenbar ausgezahlt: 39,4 Prozent der befragten Gründer gaben diesmal ihre Stimme der FDP, die damit unter Startups stärkste Partei vor der CDU mit 32,9 Prozent der Stimmen ist. Die FDP konnte ihr traditionell gutes Ergebnis unter Gründern damit nochmals deutlich steigern: 2016 gaben 28,6 Prozent der Gründer an, FDP zu wählen.

Mit Abstand die meisten der befragten Gründer – 46,9 Prozent – trauen Lindner unter den Spitzenpolitikern die größte Gründungskompetenz zu. Die zweitmeisten Stimmen entfallen auf die Antwortoption „Keinem/r“ und Angela Merkel folgt mit 10,9 Prozent erst auf Platz drei. Unbeliebt ist die SPD, die mit 11,4 Prozent noch hinter den Grünen (15,5 Prozent) landet. Auch die Linke wählen nur 4,8 Prozent der Gründer. Eine ganz klare Absage von Gründern gibt es an die AfD: Bei der Bundestagswahl kam die Rechtsaußenpartei auf 12,6 Prozent, unter Gründern wählen sie gerade einmal zwei Prozent – und damit so wenig wie nie seit Bestehen der Partei.

63,9 Prozent der Startups stimmen voll und ganz zu, dass die deutsche Startup-Landschaft von Zuwanderung profitiert. 28,6 der Mitarbeiter haben keine deutsche Staatsangehörigkeit – in Berlin sogar knapp die Hälfte. Zeitgleich beklagen rund ein Drittel der Startups Schwierigkeiten bei Neueinstellungen ausländischer Mitarbeiter vor allem aufgrund bürokratischer Hürden. In Hinblick auf die gerade stattfindende Regierungsbildung fordert der Startup-Verband ein Einwanderungsgesetz, das qualifizierte Zuwanderung regelt.

Standorte wie Niedersachsen werden wichtiger

Die Antworten kamen von allen Startups, die Lust hatten mitzumachen – vor allem unter den Mitgliedsunternehmen trommelt der Bundesverband traditionell um Teilnahme. Dabei zeigt sich, dass Berlin das Zentrum der deutschen Startup-Szene bleibt, aber auch Gründungen in anderen Gebieten nehmen zu. Die Region Hannover/Oldenburg beispielsweise gilt als einer von sechs Gründungs-Hotspots, dort sind 2017 110 der 1.837 Startups (sechs Prozent) beheimatet. Im Vorjahr wurden noch 84 gezählt. Für Niedersachsen insgesamt gibt der Deutsche Startup-Monitor einen Zuwachs von 1,3 Prozent auf jetzt zwölf Prozent der Gründungen an.

Gründen ist in Deutschland noch vor allem Männersache. Der Frauenanteil unter den Startup-Gründern steigt zwar das dritte Mal in Folge – liegt aber immer noch bei nur mageren 14,6 Prozent. In den USA lag der Anteil 2015 laut einer Studie bei 17 Prozent.

Außerdem stellt der Startup-Monitor einen Trend zu mehr Kooperationen fest. Ganze 67,5 Prozent der Unternehmen kooperieren mit anderen Startups, vergangenes Jahr waren es 53,4 Prozent. Einen großen Rückgang gab es dagegen bei Kooperationen mit etablierten Unternehmen: 2016 gaben noch 70 Prozent der Startups an, mit etablierten Unternehmen zusammenzuarbeiten – dieses Jahr waren es nur noch 50,4 Prozent. Vom Trend zur Digitalisierung der Wirtschaft allgemein profitieren nach eigener Wahrnehmung dennoch acht von zehn Startups.

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2 Reaktionen
Jalen

Wenn man den Stellenmarkt in Niedersachsen z.B. hier unter https://www.niedersaechsischer-jobanzeiger.de/ anschaut, glaube ich gern, dass die Arbeitsmarktentwicklung sich vielmehr in diese Städte weiter fokussiert.

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Steve

"Deutschlands Gründer denken europäisch und wählen FDP" – Headlines aus der Hölle. Konsequenz vs. Aufzählung.

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