Startups

Wenn gründen, dann hier: Diese Startup-Branchen liegen bei Investoren ganz vorn

Risikokapital. (Foto: Steve Jurvetson / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Welche Startup-Branchen bevorzugt von Investoren unterstützt werden, unterliegt Schwankungen. Während beispielsweise in den Gaming-Bereich vor vier Jahren noch jede Menge Geld gesteckt wurde, hat es die Branche 2014 deutlich schwerer, an Kapital zu kommen.

Startups: Das sind die Trends bei Seed-Investoren. (Grafik: Tomasz Tunguz)

Startups: Das sind die Trends bei Seed-Investoren. (Grafik: Tomasz Tunguz)

Startups: Risikokapitallandschaft im ständigen Wandel

Wie alles im Leben unterliegen auch die Branchen, in die Venture-Capital-Firmen mit Vorliebe investieren, gewissen Schwankungen. Das ist nicht verwunderlich. Teilweise entwickeln sich die Branchen ziemlich schnell, weswegen sich auch die Einschätzung ändert, welche Startups erfolgsversprechend sind. Der amerikanische Venture-Kapitalist Tomasz Tunguz hat sich jetzt angeschaut, wie sich diese Trends in den letzten vier Jahren entwickelt haben.

Dazu hat er die Investitionssummen ermittelt, die in den letzten Jahren in 24 unterschiedlichen Branchen in den Startup-Sektor gesteckt wurden. Die Daten dazu hat er sich aus der Startup-Datenbank Crunchbase besorgt. Dabei hat Tunguz vor allem auf die Unterschiede bei Seed- und Series-A-Investitionen geschaut. Das Ergebnis: Balkendiagramme, aus denen sich die eine oder andere Entwicklung ableiten lässt.

Startups: Series-A-Investitionen über die letzten Jahre nach Branchen sortiert. (Grafik: Tomasz Tunguz)

Startups: Series-A-Investitionen über die letzten Jahre nach Branchen sortiert. (Grafik: Tomasz Tunguz)

Risikokapital: Diese Startups sind derzeit besonders beliebt

Die eindeutigen Gewinner, so das Ergebnis von Tunguz‘ Untersuchung, sind Startups aus den Bereichen Hardware und Software, Gesundheit und Wellness, Messaging, Automobile, E-Commerce und Mode. Die Hardware und Software getaufte Kategorie konnte vor allem in den letzten zwei Jahren enorm zulegen. Der Gründe dafür könnten in den teilweise großen Crowdfunding-Erfolgen von Hardware-Startups liegen.

Der Messaging-Sektor wiederum ist die letzten Jahre generell angestiegen, aber durch die Microsoft gleich drei Tech-Riesen versuchen, die Vorherrschaft in unseren Armaturenbrettern zu übernehmen.

Ein Startup mit einem innovativen Produkt in dieser Nische dürfte gute Chancen haben, für eine nicht unerhebliche Summe übernommen zu werden. Übrigens gelten die Angaben für die Automobil-Startups nur für Seed-Investment, da in diesem Bereich nicht genug Series-A-Investitionen zusammengekommen sind, um in Tunguz‘ Analyse überhaupt aufzutauchen.

Startups: Series-A- und Seed-Investitionen im direkten Vergleich. (Grafik: Tomasz Tunguz)

Startups: Series-A- und Seed-Investitionen im direkten Vergleich. (Grafik: Tomasz Tunguz)

Venture Capital: Werbe-Startups sind auf dem absteigenden Ast

Werbe-Startups werden seit einem Investitionshoch im Jahr 2011 mit immer weniger Geldern bedacht. Tunguz erklärt das mit der Vormachtstellung von Google und Facebook in diesem Bereich. Auch Unternehmen aus dem vormals extrem gehypten Big-Data-Bereich scheinen nach massiven Investitionen vor zwei Jahren mittlerweile weniger attraktiv zu sein. Es bleibt anzunehmen, dass der Markt nur eine begrenzte Anzahl solcher Firmen tragen kann.

Series-A-Investoren scheinen mit einem gewissen zeitlichen Abstand dem Vorbild der Seed-Investoren zu folgen. Hier gibt es zwar deutliche Abweichungen in einigen Branchen, generell jedoch sind Branchen, die für Seed-Investoren spannend sind, in den darauffolgenden neun Monaten auch für Series-A-Investoren verlockend. Danach flacht das Interesse oft ab.

via www.gruenderszene.de

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