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State of European Tech: Mehr Geld für Nachhaltigkeit, weniger Kapital für Gründerinnen

(Foto: Shutterstock)

Der schwedische VC Atomico hat seinen neuen Bericht über Europas Tech-Szene veröffentlicht. Wohin floss das meiste Geld? Und welche Standorte haben besonders profitiert?

Die Startup-Szene in Europa wächst, im Jahr 2019 floss mehr Geld in Startups als in den Jahren zuvor. Gut 31 Milliarden Euro wurden in europäische Firmen investiert – und damit knapp 40 Prozent mehr als im Jahr 2018. Auch die Unicorn-Dichte nimmt zu: 174 Tech-Firmen sind in diesem Jahr mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet worden.

Zwar bilden London, Berlin und Paris nach wie vor die größten Tech-Communities, die Szene konzentriert sich allerdings nicht länger nur auf die Metropolen. Das zumindest vermeldet der State of European Tech Report 2019, den der schwedische Wagniskapitalgeber Atomico gemeinsam mit der Anwaltskanzlei Orrick und dem finnischen Netzwerk Slush veröffentlicht hat. Es spielen nicht mehr nur europäische Länder eine wichtige Rolle im Kampf um Kapital, sondern auch kleinere Städte. Dem Bericht zufolge wählen Gründer häufiger die Stadt, in der sie leben und studieren, als Standort für ihr Startup.

Diese Erkenntnisse liefert der Bericht außerdem:

  • Die Finanzierungsrunden für Startups werden größer: Mehr als ein Drittel der Fundings, die in Europa getätigt wurden, umfassten mehr als 90 Millionen Euro. Dabei hat an etwa 90 Prozent dieser Runden mindestens ein Kapitalgeber aus den USA oder Asien teilgenommen.
  • Während europäische Unternehmen in diesem Jahr mehr Geld als in den Vorjahren erhielten, war die Höhe des Kapitals, das in den USA oder Asien investiert wurde, rückläufig.
  • Das meiste Geld haben in diesem Jahr Firmen aus Großbritannien erhalten. Mit insgesamt zehn Milliarden Euro belegen sie den ersten Platz. Mit etwas mehr als fünf Milliarden Euro liegt Deutschland hinter Großbritannien auf Platz zwei. Auf Platz drei liegen französische Startups, die zwar in Summe mehr Deals abschlossen als die Deutschen, damit aber nur rund vier Milliarden Euro einsammelten.
  • Fintech, Unternehmenssoftware und Gesundheit – das sind die Branchen, die in diesem Jahr am stärksten finanziert wurden. Aber auch nachhaltige Unternehmen haben in den vergangenen Quartalen mehr Geld erhalten. Im Vergleich zu den Vorjahren wurden soziale Aspekte deutlich stärker bei Investments berücksichtigt.
  • Wenn es allerdings um Diversität geht, sind die Investitionsraten rückläufig: Investitionen in rein weibliche Gründerteams nehmen laut der Studie europaweit ab. In Deutschland gab es laut Bericht keine einzige Finanzierungsrunde für reine Frauenteams.

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