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Staubteufel erzeugen Blitze auf dem Mars: Gefahr für Rover und Menschen erstmals nachgewiesen

Anhand von Daten des Nasa-Rovers Perseverance haben Forscher:innen jetzt erstmals Blitze auf dem Mars nachgewiesen. Die elektrostatische Entladungen werden wohl von Staubteufeln verursacht – und gefährden die weitere Erforschung des Planeten.

2 Min.
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Der Nasa-Rover Perseverance ist seit Februar 2021 auf dem Mars unterwegs. (Foto: Nasa/JPL-Caltech)

Bisher konnten Blitzentladungen nur auf der Erde, dem Jupiter und dem Saturn bestätigt werden. Jetzt reiht sich der Mars in diese illustre Runde ein. Denn Forscher:innen haben erstmals Blitze auf dem roten Planeten nachgewiesen.

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Perseverance-Mikro nimmt Mars-Blitze auf

Wie das Forschungsteam in der in Nature veröffentlichten Studie schreibt, seien die Mars-Blitze anhand der elektrischen und akustischen Signaturen identifiziert worden, die das Supercam-Mikrofon des Nasa-Rovers Perseverance aufgezeichnet hatte.

Dass es auf dem Mars Blitze geben könnte, war schon länger angenommen worden. Entsprechende Anzeichen waren schon 2009 gefunden worden. Bisher hatten allerdings die Beweise dafür gefehlt, wie Gizmodo schreibt.

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Die Forscher:innen unter der Leitung von Baptiste Chide vom französischen Forschungsinstitut für Astrophysik und Planetologie in Toulouse analysierten insgesamt 28 Stunden Audioaufnahmen. Diese waren über einen Zeitraum von zwei Mars-Jahren aufgenommen worden, was fast vier Jahren auf der Erde entspricht.

55 Blitz-Ereignisse in zwei Mars-Jahren

Insgesamt seien 55 Blitz-Ereignisse entdeckt worden, heißt es in der Studie. Die Blitz-Ereignisse korrelierten dabei mit starken Winden, Staubteufeln oder Staubstürmen. Demnach dürften Winde eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Blitzen auf dem Mars spielen.

Die Winde wirbeln Staub- und Sandkörner auf, die zusammenstoßen und aneinander reiben. Dadurch laden sich die Teilchen triboelektrisch auf. Die erzeugte Spannung entlädt sich in Form eines Blitzes. Auch auf der Erde wird dieses Phänomen beoachtet, wie es in der Frankfurter Rundschau heißt.

Potenzielle Gefahr für Rover und Astronauten

Laut der Studie stellen die jetzt nachgewiesenen elektrostatischen Entladungen eine potenzielle Gefahr für die Rover, die für die Rückführung der Mars-Proben geplante Mission sowie künftige Astronaut:innen dar. Allerdings seien bisher keine negativen Auswirkungen elektrostatischer Entladungen gemeldet worden – was die Forscher:innen überrascht hat.

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Das, so eine mögliche Erklärung, könnte an den sorgfältigen Erdungsmaßnahmen der Raumfahrtzeuge liegen. Lediglich die sowjetische Mars-3-Mission, deren Verbindung zur Erde nach wenigen Sekunden auf der Planetenoberfläche abbrach, könnte durch Mars-Blitze beeinträchtigt worden sein.

21 unglaubliche Bilder vom Mars Quelle: Foto: NASA/JPL/USGS

Die Sonde sei im Jahr 1971 während eines Staubsturms auf dem Mars gelandet, so die Forscher:innen. Eine Entladung sei daher ein „plausibles Szenario“.

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