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Stefan Raab bei Bits & Pretzels: „Vorne ist da, wo sich noch keiner auskennt“

Er hat nichts verlernt: Raab unterhält die Bits & Pretzels-Community wie in besten TV-Total-Tagen. (Foto: t3n)

In der Öffentlichkeit ist Stefan Raab aktuell eher selten zu sehen. Doch als Keynote-Speaker beim Festival Bits & Pretzels zeigte der Moderator seine altbekannten Entertainer-Qualitäten.

Raab in Gefahr? Wohl eher nicht. Der Entertainer und TV-Moderator hatte als Keynote-Speaker der Bits & Pretzels sein Publikum fest im Griff. Kurzweilig und durchaus mit Erkenntnisgewinn für die Gründer und Investoren erzählte der Metzgerssohn von seiner Karriere – über Dinge, die nicht ganz rund liefen und Ereignisse, bei denen er sich über die gängigen Gepflogenheiten hinweggesetzt hat. „Geben Sie nicht zu viel auf das Urteil von Personen, die mehr Erfahrungen als Sie haben“, gab der Entertainer zu bedenken. „Erfahrung ist nur die Kenntnis des Status Quo. Aber das hilft Ihnen in vielen Fällen nicht dabei, die Zukunft richtig einzuschätzen.“

Vielmehr sei es wichtig, Dinge auszuprobieren, von denen man sich etwas verspreche und die gleichzeitig durchaus Spaß versprechen können. „Wichtig ist es, sich den ersten Enthusiasmus bei einem Projekt zu bewahren und nicht alles zu zerreden und totzudiskutieren.“ Schließlich komme es dann schon mal vor, dass jemand etwas vor einem mache.

Raab: „Vielseitigkeit ist wichtiger als Exzellenz in einer Sache“

Auch solle man sich nicht davon abhalten lassen, dass jemand etwas besser könne als man selbst, erklärt der Entertainer, dessen Anfänge in der Musik auch entsprechend bescheiden waren, wie er betont. Als Jingle-Produzent wollte er eigentlich Viva nur ein paar Tonschnipsel verkaufen – und wurde stattdessen als Moderator angeheuert. Dabei sei es oft gar nicht so wichtig, in einer Sache der Beste zu sein. „Viel wichtiger ist die Vielseitigkeit, also dass man viele Dinge irgendwie beherrscht, aus denen man dann etwas machen kann.“

Dass Stefan Raab die Eröffnungsrede der diesjährigen Bits & Pretzels hielt, war übrigens nicht selbstverständlich. „Die Jungs riefen mich im vergangenen Jahr an und wollten mich damals schon gewinnen“, erklärt Raab. „Ich fragte dann, wer denn sonst noch dabei sei, und sie nannten Kevin Spacey und Richard Branson. Ich hielt sie damals für Aufschneider und sagte ab – bis ich dann im Internet las, dass die beiden tatsächlich da waren.“ In diesem Jahr war Raab dann zur Stelle, als er gefragt wurde.

Insgesamt wirkt Raab entspannt und wie jemand, der wenig in seiner Karriere bereut – und der auch nicht immer offene Türen vorgefunden hat. „Seien Sie hartnäckig. Die Angst vor der Blamage ist ein großes Hindernis für fast alles.“ Überhaupt hat man den Eindruck, das Gründerleben sei ein einziges Scheitern. Sowohl Keynote-Speaker Raab als auch die drei Veranstalter der Bits & Pretzels wurden nicht müde zu betonen, wie wichtig auch Fehlurteile und Irrtümer für ihre Karriere und ihr Fortkommen gewesen sind. In einem Punkt beruhigte Raab die Gründer aber – auch wenn es nicht ganz ernst gemeint war: „Hier gibt’s zwei Tage Arbeit und danach einen Tag Besäufnis“, erklärt Raab. „In meiner Karriere war das Verhältnis manchmal umgekehrt.“

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