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Podcast

Sterben Company-Builder bald aus? Nein, sagt dieser Berliner Investor

Heartbeat-Labs-Chef Eckhardt Weber. (Foto: Heartbeat Labs)

Eckhardt Weber ist einer der führenden Köpfe hinter dem Berliner Company-Builder Hitfox und dessen auf die Gesundheitsbranche fokussierten Ableger Heartbeat Labs. Mit Startup Notes sprach er über das kolportierte Ende der Company-Builder.

Bis zu fünf Startups aus dem Gesundheitssektor sollen pro Jahr mit Hilfe von Heartbeat Labs gegründet und aufgebaut werden. Gerade in Deutschland jedoch kein leichtes Unterfangen, wie Mitgründer und Geschäftsführer Eckhardt Weber im Podcast-Gespräch Startup Notes feststellt: „Deutschland ist ein sehr komplexer Markt. Eintrittsbarrieren wie Regulierung sind schwer zu überspringen.“

Die Erfahrung mit Finleap – der auf den Finanzbereich spezialisierten Mutter von Heartbeat Labs – habe jedoch gezeigt, dass man sich in der Regel im Markt abgesetzt habe, sobald diese Hürden überwunden seien.

Heartbeat Labs will das Gesundheitssystem digitalisieren

Als erstes Unternehmen des neuen Company-Builders hierzulande wurde im Herbst 2017 beispielsweise Kinderheldin an den Start gebracht, das per Chat oder Telefon medizinisch fundierte Beratung für alle Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Kind bietet. Der Service von Kinderheldin ist dabei ortsunabhängig auch an Wochenenden oder feiertags erreichbar.

Neben Deutschland richte sich der Blick jedoch auch auf Schwellenländer. Laut Weber würde die Healthcare-Branche dort nicht selten mehrere Entwicklungsstufen auf einmal überspringen. „Indonesien oder die Philippinen hatten beispielsweise nie ein vergleichbares Gesundheitssystem mit Krankenhäusern und Ärzten. Sie gingen stattdessen quasi von null auf Telemedizin über“, sagt Weber.

Sind Company-Builder ein Auslaufmodell?

Startups systematisch unter dem Dach eines Mutterunternehmens aufzubauen wird in Deutschland allerdings zunehmend seltener. Hiesige Pioniere wie Rocket Internet oder Project A haben ihre Ausrichtung in der Vergangenheit geändert und treten mittlerweile fast nur noch als Investoren auf. Grund dafür sind neben den höheren Renditechancen auch die im Vergleich zu früher deutlich gestiegenen Erfahrungen vieler Gründer, ein Unternehmen ohne fremde Hilfe aufzubauen.

Nach Ansicht von Weber bedeutet dies aber nicht das Todesurteil für das Company-Builder: „Das Modell funktioniert in Branchen, in denen viel tiefes Wissen notwendig ist“, so Weber. „Bei Finanzdienstleistungen und Gesundheit ist genau das der Fall. Das sind sehr komplexe und schwierige Märkte. Das ist auch, was uns von anderen Company-Buildern unterscheidet – unser Branchenfokus.“ Außerdem baue man als Company-Builder viel Wissen und eine Marke auf, was den Portfolio-Gründungen helfe, erfolgreicher zu sein als andere etablierte Unternehmen.

Ihr könnt den Podcast von Startup Notes auf iTunes oder SoundCloud abonnieren.

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