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Steuer auf Facebook, Whatsapp und Twitter? In Uganda gibt’s das schon

Wer in Uganda Facebook, Twitter oder Whatsapp nutzt, wird ab sofort mit einer Sondersteuer zur Kasse gebeten. (Bild: quka/ Shutterstock.com)

In Uganda wird die mobile Nutzung sozialer Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Whatsapp in Zukunft besteuert – und das nicht zu knapp. Der Regierung bringt die Steuer beachtliche Mehreinnahmen.

Uganda hat eine neue Steuer für die Nutzung sozialer Medien über Mobiltelefone eingeführt. Seit Sonntag müssen Ugander, die über ihr Handy Anwendungen wie Facebook, Whatsapp, Twitter, Instagram oder Skype nutzen, pro Tag eine kleine Gebühr zahlen.

Auch wenn es sich dabei nur um umgerechnet rund 5 Cent pro Nutzer und Tag handelt, kommen so übers Jahr circa 15 Euro zusammen – etwa drei Prozent eines durchschnittlichen Jahreseinkommens in Uganda und damit kein ganz kleiner Betrag. Die Regierung erhofft sich davon nach offiziellen Angaben jährliche Mehreinnahmen in Höhe von rund 310 Millionen Euro, was immerhin vier Prozent der gesamten Regierungsausgaben entspräche.

Uganda: Soziale Medien verbreiten Gerüchte und Tratsch

Doch hinter dem neuen Gesetz steckt mehr: Der ugandische Präsident Yoveri Museveni hat sich in der Vergangenheit eher als Gegner sozialer Medien positioniert, auch wenn er selbst auf Twitter aktiv ist. Der Vorwurf: Die sozialen Medien würden nur Gerüchte und Tratsch verbreiten. Während der letzten Wahlen 2016 wurde daher kurzerhand das mobile Internet, das immerhin knapp die Hälfte der rund 40 Millionen Einwohner des Landes nutzt, abgeschaltet. Dabei spielt das mobile Internet wie in vielen afrikanischen Ländern eine ungleich größere Rolle als das klassische Desktop-Internet. Die Steuern sollen offenbar über die Netzanbieter eingetrieben werden und werden vor allem die oberen Schichten treffen, da Internetnutzung hier noch alles andere als Standard ist.

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2 Kommentare
Konstruktor
Konstruktor

Klasse. Anstatt die sozialen Medien zu besteuern, die sich an dem Menschen dumm und dämlich verdienen, werden stattdessen die eh schon armen Bürger Ugandas besteuert. Was kommt als nächstes? Luftsteuer? Laufsteuer? Urinsteuer? Einfach klasse, Uganda.

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Dirk Oberländer
Dirk Oberländer

Früher war die Sache mit den Werbeeinhamen einfach. Eine Zeitung verkauft Anzeigen und versteuert das Geld beim lokalen Finanzamt. Global kannst du Steuern beliebig verschieben, vor allem wenn man keine physischen Produkte oder Fabrikationsbetriebe besteuern kann. Da bleibt nur der Endkunde, der ja über den Produktpreis ohnehin zahlt. Ich würde das auch nicht als Luftsteuer sehen. Warum sollen einige Dienstleistungen besteuert sein und digitale grundsätzlich gratis?

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