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Steuer für US-Tech-Konzerne: EU plant 2 bis 6 Prozent vom Umsatz

Die geplante EU-Steuer für Internetkonzerne wie Google, Amazon oder Facebook soll im Bereich von zwei bis sechs Prozent vom Umsatz liegen, erklärte der französische Finanzminister.

Im Herbst hatten die Finanzminister der vier größten Euro-Staaten in einem gemeinsamen Papier eine Besteuerung der US-Internetriesen in der EU nach Umsatz gefordert. Damit soll die vorherrschende Praxis unterbunden werden, dass Firmen wie Google, Amazon oder Facebook ihre Gewinne in Europa kleinrechnen oder in Niedrigsteuerländer verschieben. Jetzt hat der französische Finanzminister Einblick in die EU-Steuerpläne gegeben.

Neugestaltete EU-Steuer könnte US-Internetriesen Milliarden kosten. (Grafik: dennizn/Shutterstock.com)

Wie Bruno Le Maire dem französischen Le Journal du Dimanche sagte, wird die Europäische Union noch im März ihre Pläne detailliert vorstellen. Dabei sollen die Umsätze der US-amerikanischen Tech-Konzerne mit zwei bis sechs Prozent besteuert werden. Allerdings, so Le Maire, dürfte der tatsächliche Steuersatz eher in Richtung zwei als sechs Prozent ausfallen, wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt.

Umsatz statt Gewinn: Steuer für US-Internetriesen in der EU

Kritikern entgegnete Frankreichs Finanzminister in dem Blatt, dass dies erst einmal ein Anfang sei. Le Maire bevorzuge eine schnelle Einführung der Steuer statt endloser Diskussionen über deren Höhe. Der Steuersatz könne schließlich auch später noch nachjustiert werden. Zuvor war schon ein EU-Papier bekannt geworden, nach dem von der EU ein Umsatzsteuersatz in der Höhe zwischen ein und fünf Prozent angedacht sei. Dabei soll der Sitz des Kunden, nicht der des Unternehmens, entscheidend sein.

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Die geplanten Maßnahmen, die vor allem von Italien, Spanien, Deutschland und Frankreich vorangetrieben werden, stoßen bei kleineren EU-Ländern wie Irland und Luxemburg auf Widerstand. Insbesondere Irland hatte sich in den vergangenen Jahren als europäisches Steuerparadies für US-Konzerne etabliert. Jetzt fürchtet die Regierung des Landes, dass die neue Besteuerung die eigene Wirtschaft schädigen könnte.

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