Ratgeber

Steuererklärung: Mit diesen Apps und Cloud-Diensten gibt’s Geld vom Finanzamt zurück

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Steuererklärung per Software: Von Wiso bis Steuer-Spar-Erklärung

In Deutschland gibt es drei große Unternehmen, die Jahr für Jahr Steuersoftware auf den Markt bringen: Wiso Steuer in zahlreichen Varianten von Buhl, Quick Steuer und Taxman von Lexware sowie die Steuer-Spar-Erklärung und Steuer Easy von der Akademischen Arbeitsgemeinschaft. Bei allen drei Anbietern macht man nichts falsch, weil die Programme über inzwischen mehr als 20 Jahre immer weiterentwickelt wurden und sich auch im Errechnen der Steuer keine groben Schnitzer leisten. Die Programmvarianten, die jedes der Unternehmen auf dem Markt hat, unterscheidet vor allem die Benutzerführung: Während etwa Wiso Steuer mit zahlreichen Videos, Erklärtexten und Zusatzfunktionen kommt und den Nutzer quasi an der Hand nimmt, ist Tax etwas weniger umfangreich und nüchterner und eignet sich daher gut für Nutzer, die zumindest ein Grundverständnis in Sachen Steuererklärung mitbringen und eher zahlengetrieben arbeiten. Ähnlich ist die Unterscheidung bei den anderen Anbietern.

Neben den Standardversionen mit und ohne umfangreicher Steuerfalldatenbank gibt es in einigen Fällen noch solche für Rentner und Pensionäre, für Lehrer oder für Freiberufler, die vor allem durch zusätzliche Informationsangebote und Datenbanken für die jeweilige Zielgruppe glänzen. Ob sich der jeweilige Mehrpreis bezahlt macht, musst du für dich prüfen. Im Fall der Steuer-Spar-Erklärung ist die Freiberufler-Edition beispielsweise mehr als doppelt so teuer wie die Standardversion, bietet aber bei der reinen Abgabe der Erklärung lediglich zusätzlich die automatische Berechnung der Sondervorauszahlung, eine konsolidierte Umsatzsteuererklärung für mehrere Betriebe sowie ein eigenes Modul für Besitzer von Photovoltaik-Anlagen – Funktionen, die nicht jeder Freiberufler zwingend braucht.

Steuererklärung: Billig-Software vom Discounter kann sich lohnen

Viele kleinere Projekte oder Sondereditionen, wie sie beim Discounter oder Kaffeeröster für wenige Euro verkauft werden, basieren übrigens auf einer dieser drei Lösungen / Engines. Dabei achten die Unternehmen peinlich darauf, dass nicht klar wird, welche Software dahinter steckt, da sie sich nicht ihr Kerngeschäft schädigen wollen. Diese Editionen – sie werden beispielsweise bei Aldi und Lidl rund um den Jahreswechsel für etwa fünf Euro angeboten – eignen sich auch für die Steuererklärung, haben aber einige Einschränkungen gegenüber der vollwertigen Originalsoftware. So lassen sich oft die Daten nicht aus dem Vorjahr übernehmen und auch der Import im Folgejahr in das Original-Vollprodukt ist nicht möglich. Dabei ist gerade dies ein wichtiges Feature, das dir mehr Überblick über deine steuerliche Situation verschafft und Tipperei erspart: Was habe ich im vergangenen Jahr wie hoch angesetzt, habe ich auch nichts anzusetzen vergessen, wie hat sich meine Steuerbelastung im Vergleich zum Vorjahr verändert?

Tipp: Frage auch bei deiner Bank, ob sie eines der Steuerprogramme günstig oder kostenlos für Kunden anbietet. Die Postbank hat beispielsweise eine Kooperation mit der Akademischen Arbeitsgemeinschaft und bietet als Aktionsware den Steuer-Sparer für 2,99 Euro offline an. Und Steuerzahler, die erst am Anfang ihrer Karriere stehen, also Studenten, Azubis und Berufseinsteiger, die maximal 28 Jahre alt sind und nicht mehr als 25.000 Euro Jahresverdienst haben, können auf die vollständig kostenlose Version der Steuer-Spar-Erklärung setzen, die unter Steuerhelden.de bereitsteht.

Übrigens müssen auch Anwender mit Mac nicht traurig sein oder ihre Steuererklärung zwingend per Cloud-Service oder Web-App erledigen: Sowohl aus der Wiso-Reihe als auch von der Steuersparerklärung gibt es Versionen für die Apple-Welt. Linux-User dagegen schauen inzwischen zumindest bei nativer Software in die Röhre – gab’s mal, war aber nach Aussage eines Herstellers kein Produkt, das in ausreichender Zahl nachgefragt wurde. Hier ist man inzwischen auf eine Wine-Lösung angewiesen oder kann einfach per Web-App arbeiten.

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