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Steve Jobs‘ größter Flop: Das hat Apple-CEO Tim Cook daraus gelernt

(Foto: dpa)

Der Launch des Power Mac G4 Cube dürfte einer der größten Flops von Apple-Legende Steve Jobs gewesen sein. Tim Cook hat jetzt erzählt, was er selbst daraus gelernt hat.

Apple-CEO Tim Cook: Lehren aus dem G4-Cube-Debakel

Im Jahr 2000 hatte Apple mit dem Power Mac G4 Cube eine von Designer Jony Ive entwickelte schicke Version des herkömmlichen G4 auf den Markt gebracht – der gnadenlos floppte. Schon ein Jahr nach dem Verkaufsstart zog der damals noch von Steve Jobs geleitete Konzern das Computermodell zurück. Der jetzige Apple-Chef Tim Cook, damals als Senior Vice President für die weltweiten Geschäfte Apples zuständig, hat jetzt bei einer Rede in Oxford erläutert, was er aus Jobs‘ Reaktion auf den Flop gelernt hat.

Der Power Mac G4 Cube von Apple: Schick, aber unbeliebt. (Foto: Uelef/Wikimedia)

Im Juli 2001 gab Apple in einer Pressemitteilung bekannt, dass es die Herstellung des G4 Cube „auf Eis legen“ werde. Einer der Gründe dafür, dass das Gerät offenbar zu wenig kommerziellen Erfolg hatte, war die Tatsache, dass mit dem G4 ein Modell mit einer ähnlichen Ausrüstung auf dem Markt war, das rund 200 US-Dollar günstiger war. Außerdem soll es bei einigen Cubes Probleme mit der Haltbarkeit des Acrylglas-Quaders gegeben haben, in dem der Rechner untergebracht war. Für viele Fans ist der Cube dennoch der schönste Mac. Er ist zudem einer der wenigen Computer, die im New Yorker Museum of Modern Arts ausgestellt sind.

Bei seiner Oxford-Rede erklärte Cook jetzt, was ihn das Cube-Debakel und Jobs‘ Umgang damit gelehrt hätten: In solchen Fällen müsse man in den Spiegel schauen und sich eingestehen, dass man falsch gelegen habe. Jobs habe ihm, so Cook, den Wert von intellektueller Ehrlichkeit beigebracht. Egal, wie sehr man an etwas hänge, müsse man doch entsprechend reagieren, wenn neue Informationen und Daten einem das Gegenteil der bisherigen Ansicht nahelegen.

Tipp des Apple-Chefs: „Habe den Mut zur Änderung“

Diese oft radikalen Schwenks in der Meinung von Steve Jobs hätten Cook früher oft irritiert. Er habe den früheren Apple-Chef erst als Fähnchen im Wind empfunden, dann aber die Schönheit in dieser Meinungsumkehr erkannt. Anders als viele andere sei Jobs nicht einfach einen einmal eingeschlagenen Weg weitergegangen, nur weil er diesen Weg einmal eingeschlagen hatte. Cooks Tipp an die Zuhörer in Oxford lautet daher: „Sei intellektuell ehrlich und habe den Mut zur Änderung“.

Interessant in diesem Zusammenhang: Das sind die 9 größten Apple-Flops

via www.businessinsider.de

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3 Reaktionen
Farbschmelz

Wenn ich mir den "aktuellen" Mac Pro ansehe scheinen die Lehren vom G4 Cube recht schnell wieder in Vergessenheit geraten zu sein. Mehr noch: Durch den Artikel wurden mir die negativen Parallelen beider Produkte erst klar.
Bin aber gespannt auf die Umsetzung der intellektuellen Ehrlichkeit beim nächsten Modell. Die Ankündigung lässt ja immerhin hoffen ;)

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Svenja

Die Person auf dem Buld oben ist Tim Cook und nicht Steve Jobs, wie es unter dem Bild steht.

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Jörn Brien

Da muss die Gesichtserkennungssoftware geschlampt haben :) Danke für den Hinweis, ist geändert

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