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Steve Wozniak: „Die Blockchain ist eine großartige Idee“

Steve Wozniak auf der We-Are-Developers-Konferenz in Wien. (Bild: t3n.de/Jörn Brien)

Steve Wozniak hat sich auf einer IT-Konferenz in Wien positiv zu den Möglichkeiten der Blockchain-Technologie geäußert. Ein paar mahnende Worte äußerte der Apple-Mitgründer aber auch.

Im Herbst hatte Apple-Mitgründer Steve Wozniak noch in höchsten Tönen von Kryptowährungen geschwärmt. Bitcoin sei besser als Gold oder der Dollar, sagte Wozniak im Herbst – kurz bevor der Hype und damit die Kurse ihren Höchststand erreichten. Mittlerweile hat Wozniak alle seine Bitcoins verkauft bis auf einen, wie er am Mittwoch auf der We-Are-Developer-Konferenz in Wien sagte. Er wolle kein Investor sein und ständig auf die Kurse schauen wie ein Daytrader, erklärte Wozniak.

Wozniak: Blockchain bringt Vertrauen zurück

Die Blockchain hält Wozniak demnach aber weiterhin für eine großartige Idee – es sei die nächste große IT-Revolution, die gerade passiere. Es gebe Dutzende Anwendungen in verschiedenen Bereichen, an denen Entwickler jetzt rund um den Globus arbeiteten. Die Technologie bringe Vertrauen zurück. Allerdings, so warnte Wozniak, erinnere ihn die aktuelle Stimmung an die Zeit während des Internetbooms der 1990er-Jahre, die bekanntlich mit einem Crash endete.

Für viele damals geschriebene Anwendungen sei die Zeit schlicht noch nicht reif gewesen. Auch bei der Blockchain rechnet Wozniak demnach mit einem möglichen Platzen der Blase. Was freilich nicht das Ende der Technologie bedeute. Die Blockchain und der Bitcoin werden Wozniaks Prognosen zufolge ihr volles Potenzial erst in einem Jahrzehnt entfalten. Der Apple-Mitgründer zitierte Twitter-Chef Jack Dorsey, der im März gesagt hatte, dass Bitcoin in zehn Jahren die einzige Währung des Internets sein werde.

Blockchain und Machine Learning sind neben Woz gefragte Trends bei Entwicklern. (Bild: t3n.de/Jörn Brien)

Jungen Entwicklern gab Wozniak mit auf den Weg, dass sie Dinge aus Spaß daran entwickeln sollten. Entrepreneurship-Kurse hält der erfolgreiche Entwickler für nicht notwendig. „Entwickelt zunächst einen funktionierenden Prototyp, den ihr vorzeigen könnt. Dann könnt ihr damit Geld einwerben.“ Eine erfolgreiche Firma sei auf gute Entwickler angewiesen. Hinzukommen müsse aber dennoch irgendwann jemand, der etwas vom Geschäft verstünde. Bei Apple sei dies Steve Jobs gewesen. Auch einen Marketingprofi benötige man ab einem bestimmten Level.

Wozniak bricht Lanze für Entwickler in Startups

Aber: „Behaltet die Entwickler im Management-Team. Sie sind gut darin, Probleme zu lösen“, so Wozniak. Entwickler gewesen zu sein, sei eine intensive Erfahrung gewesen, meinte Wozniak. Er liebe es immer noch. Derzeit ist Wozniak aber vor allem als Redner auf Kongressen unterwegs, um junge Menschen zu inspirieren. Zudem verwies Wozniak noch einmal auf seine im Herbst des vergangenen Jahres gestartete Online-Lern-Plattform Woz U, an der vorrangig Tech-Skills vermittelt werden sollen.

Echte Innovation, so Wozniak, sei etwas, das es auf der Welt bisher noch nicht gegeben habe. Dabei geht es nicht um immer höhere Auflösungen oder Geschwindigkeiten. „Schreibt ein neues Buch, statt die alten Bücher zu lesen“, gab Wozniak den versammelten Entwicklern noch mit auf den Weg.

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Eine Reaktion
Benutzer

Was für ein Schwätzer!

Und wie soll ich meine Prostituierten und Drogen mit BlockChain kaufen ohne meine Gesellschaftliche und Arbeitsweltliche Reputation nicht zu verlieren? Selbst nur als Internetwährung wird man eine permanente und auf Jahre Zurückverfolgbare Datenspur nicht für jegliche Zahlungen hinnehmen wollen, da bieten sich doch PaySafe Karten viel mehr an - wozu ja Betrüger und Identitätsdiebe schon heute greifen.

Bitte klärt mich auch auf, wie die BlockChain das Vertrauen wieder zurück bringen soll, und vor allem auch die Frage für Wen - den Händler oder den Käufer?

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