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Stiftung Warentest warnt: Fake-Shops bei Amazon sind „Massenphänomen“

Bild: (Shutterstock / Tond Van Graphcraft)

Auch außerhalb vom Black Friday bieten unseriöse Anbieter Ware deutlich unter Marktwert an. Vor allem in der Vorweihnachtszeit ist Vorsicht geboten. 

Wer beim berichtet die Stiftung Warentest in der Dezember-Ausgabe. Das Magazin rät, besonders in der Vorweihnachtszeit auf vermeintliche Schnäppchen von Fake-Shops zu achten und in diesem Fall keine Bestellung zu tätigen.

Amazon erklärt sich bei Testkauf für nicht zuständig

Amazon wird von der Stiftung Warentest vorgeworfen, das Problem zu verharmlosen und damit überfordert zu sein. Laut einem Testkäufer habe sich Amazon als „nicht zuständig“ bekannt, da der Kauf der Ware nicht direkt über Amazon erfolgt. Opfer sollen sich an die Polizei wenden. Alleine im vergangenen Jahr zählte die Polizei 75.000 Betrugsfälle über Amazon und spricht von einem „Massenphänomen“. Die Ermittlungen gegen die Täter erweisen sich als schwierig.

Ein Amazon-Sprecher sagte der Siftung Warentest, dass unzulässige Angebote „unverzüglich” entfernt werden, wenn das Unternehmen davon Kenntnis erlangt. Kunden sollen Käufe ausschließlich über die Internetseite abwickeln „und niemals Ware beim Verkäufer direkt bezahlen”. Doch selbst wenn Amazon die Fake-Shops sperrt, werden immer wieder neue erstellt. Das Problem ist dem Unternehmen schon länger bekannt. Wie schnell Amazon auf Fake-Shops reagiert, will das Unternehmen nicht sagen.

Vorsicht bei Vorkasse und lückenhaftem Impressum

Auffallend niedrige Preise sollten vom Kunden kritisch hinterfragt werden, rät die Stiftung Warentest. Statt wie üblich per Warenkorb zu bestellen, fordern unseriöse Händler auf, per E-Mail zu ordern und Vorkasse zu leisten. Wenn bei Fake-Shops im Marketplace bestellt wird, wird das Konto des Verkäufers nicht belastet, aber im Umkehrschluss kommt auch die Ware nicht beim Käufer an. Auch eine fehlende Lieferoption kann ein Indiz für Betrüger sein.

Wenn keine üblichen Zahlungsmethoden wie Paypal, Lastschrift oder Kreditkarte angeboten werden, sollte man seinen Kauf ebenfalls überdenken: Manche dieser Fake-Shops gibt es nur wenige Stunden bis Wochen. Dann ist nicht nur die Ware, sondern auch das Geld weg.

Laut Stiftung Warentest hat ein seriöser Händler ein klar definiertes Impressum und nicht nur ein Postfach oder eine E-Mail-Adresse angegeben. Es wird außerdem empfohlen, sich bei niedrigen Preisen immer einen Überblick bei Preisvergleichsportalen zu verschaffen.

Passend zum Thema: China kontert Amazon Echo und Google Home mit dem Linglong Dingdong

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2 Reaktionen
Benjamin

Wir bieten ein relativ hochpreisiges Produkt bei Amazon an, das regelmäßig Fake-Händler anzieht. Ich melde diese immer sobald sie mir auffallen, ich habe aber von Amazon noch nie eine Reaktion bekommen, in der die Existenz eines Fake-Händlers zugegeben wird. Ich erhalte immer die gleiche Mail:
"Vielen Dank blabla... Leider konnten wir keine Verstöße feststellen."

Für alle Händler/Hersteller:
Über das Formular hier: https://www.amazon.de/gp/help/reports/infringement kann man die Fake-Händler melden, sie werden dann recht zügig entfernt. Allerdings, wie gesagt, ohne dass deren Existenz zugestanden würde.

Sandra

Hallo Benjamin,
vielen Dank für den Link-Tipp. Wir Affiliates leiden auch massiv unter den Fakeshops, da darüber keine Provisionen erzielt werden können, weil die von unseren vermittelten Kunden "offiziell" via Amazon getätigten Bestellungen vom Fake-Händler sofort wieder storniert werden, bevor er dann dem Opfer per Mail der Handel direkt anbietet - natürlich gegen direkte Bezahlung - auf ein Konto im Ausland...

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