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Telekom startet unbegrenztes mobiles Streaming

Mit einer kostenlosen Flatrate-Option für Musik- und Video-Streaming-Dienste führt die Deutsche Telekom eine Art Zwei-Klassen-Internet ein. Ausgewählte Musik- und Videodienste werden nicht auf das reguläre Datenvolumen angerechnet.

Die Deutsche Telekom hat eine spezielle Option für die eigenen Mobilfunkverträge vorgestellt. Die kostenlose Option Stream On umfasst eine Flatrate speziell für Musik- und Video-Streaming-Inhalte. Diese Inhalte werden nicht auf das reguläre Datenvolumen angerechnet. Kunden können damit unbeschwerter als bisher auch unterwegs Musik- und Videostreaming nutzen. Sie müssen nicht befürchten, das ungedrosselte Volumen damit zu belasten.

Telekom mit mobilem Zwei-Klassen-Internet

Damit etabliert die Telekom ein mobiles Zwei-Klassen-Internet: Nutzer werden dazu verleitet, vor allem die in Stream On enthaltenen Anbieter zu wählen und andere zu meiden, weil sich damit das verbleibende ungedrosselte Datenvolumen verringert. Zum Start von Stream On sind viele wichtige Streaminganbieter wie Spotify und Google nicht dabei.

„Stream On steht allen Inhalteanbietern offen“

„Stream On steht allen Inhalteanbietern offen“, verspricht Michael Hagspihl, der Geschäftsführer für den Privatkundenbereich bei der Deutschen Telekom. Er sagt aber nicht, unter welchen Bedingungen das möglich ist. Es ist nicht bekannt, wie viel die Streaminganbieter an die Telekom zahlen müssen, um an Stream On teilnehmen zu können.

Stream On gibt es kostenlos

Für Privatkunden wird die Stream-On-Option kostenlos angeboten. Bei gebuchter Stream-On-Option können die darin enthaltenen Angebote nicht mehr ohne Einschränkungen verwendet werden, sobald die Datenflatrate des Kunden bereits gedrosselt wurde. Kunden sollten also darauf achten, nicht in die Drosselung zu geraten, um Stream On den ganzen Monat nutzen zu können.

Die neue Option soll ab dem 19. April 2017 verfügbar sein und in drei Varianten angeboten werden. Stream On ist als Ergänzung für Magenta-Mobil-Tarife gedacht. Eine der drei Optionen gibt es nur für Magenta-Eins-Verträge, also für Kunden, die einen kombinierten Festnetz- und Mobilfunkvertrag bei der Telekom gebucht haben.

Wichtige Streaminganbieter fehlen

Die kleinste Variante nennt sich Stream On Music und umfasst nur Musik-Streaming-Inhalte. Mit dabei sind die Dienste Apple Music, Amazon Prime Music, Amazon Music Unlimited, Napster Juke sowie Radioplayer.de. Nicht dabei sind etwa Spotify, Googles Play Music, Deezer, Soundcloud oder Audible. Der Grund dafür ist derzeit nicht bekannt.

Die nächstgrößere Stream-On-Option nennt sich „Music und Video“, hier ist also eine Video-Streaming-Flatrate enthalten und es gibt alle oben genannten Musik-Streaming-Anbieter. Beim Videostreaming erhält der Kunde keine Full-HD-Inhalte, sondern lediglich DVD-Qualität. „Stream On Video und Music“ wird für alle Magenta-Mobil-L-Tarife angeboten.

Zu den unterstützten Plattformen gehört das Telekom-eigene Angebot Entertain TV samt Telekom Basketball und Telekom Eishockey. Außerdem sind Netflix, Amazon Prime Video, Youtube, Sky Go, ZDF, Funk, 7TV, Spiegel Online, Faz.net, Welt N24, Kicker und Chip dabei. Nicht dabei sind unter anderem Googles Play Video, Maxdome, Apple Video und Myvideo.

O2 Free funktioniert mit allen Anbietern

Die dritte Stream-On-Option gibt es nur für Magenta-Eins-Tarife und nennt sich „Music und Video Max“. Sie unterscheidet sich vom mittleren Paket durch eine bessere Bildqualität. Hier werden alle Inhalte in HD-Qualität bereitgestellt. Diese Option gibt es für alle Magenta-Eins-Kunden, wenn sie mindestens Magenta Mobil M gebucht haben.

Um Kunden die Angst vor einer Drosselung zu nehmen, hat Telefónica Deutschland seit Herbst 2016 den Tarif O2 Free im Sortiment. Er bietet nach der Drosselung noch eine Geschwindigkeit von einem Megabit pro Sekunde. Auch in der Drosselung ist eine mobile Internetnutzung ohne dramatische Einschränkungen möglich. Musikstreaming funktioniert problemlos und die Bildqualität für das Streamen von Videoinhalten auf einem Smartphone ist ausreichend. Hier gibt es generell keine Einschränkungen, welche Streaminganbieter der Kunde verwendet

Autor des Artikels ist Ingo Pakalski. 

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