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Streber, Intrigant oder Besserwisser: Kollegen, die jeder kennt

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Der Intrigant

„Gerücht ist eine Pfeife, die Argwohn, Eifersucht, Vermutung bläst.“ (William Shakespeare)

Schon in seinem Jahrhundertwerk „Romeo und Julia“ schreibt Shakespeare mehr als einmal über Intrigen und den Schaden, der damit einhergeht. Genauso ist es in der Realität. Trotzdem gibt es in vielen Büros den einen Kollegen, der unehrlich ist oder hinterm Rücken seiner Teammitglieder Gerüchte verbreitet, um diese zum Beispiel gegeneinander aufzuhetzen.

Deal with it: Um mit Intriganten umzugehen, gibt es zwei Wege. Erstens: Sprich den Kollegen face-to-face auf seine Gerüchteküche an, dann fühlt er sich ertappt, streitet vermutlich alles ab, aber hält sich in Zukunft mehr zurück. Zweitens: Sprich deine Kollegen auf die Gerüchte an und konfrontiert den Intriganten gemeinsam. Weil das direkte, persönliche Gespräch oft die bessere Art ist, Probleme zu lösen, eignet sich der zweite Vorschlag allerdings nur in ganz krassen Fällen.

Der Overachiever

„Halten Sie sich fern von denjenigen, die versuchen, Ihren Ehrgeiz herabzusetzen. Kleingeister tun das immer, aber die wirklich Großen geben Ihnen das Gefühl, dass auch Sie selbst groß werden können.“ (Mark Twain)

Ehrgeiz und Erfolg sind des Overachievers beste Eigenschaften. Kurz gesagt: Der Overachiever erreicht meistens seine Ziele, und zwar mit Bravour und Extra-Sternchen. Dabei muss er im Gegensatz zum Streber gar nicht unsympathisch rüberkommen, im Gegenteil. Jemand, der beruflich alles gibt und (fast) alles erreicht, kann auch im Privatleben Ziele erreichen, wie etwa enge sowie oberflächliche Freundschaften zu pflegen oder neue Freunde zu finden. Auch geht dieser Kollegentyp gerne mit dir ein Bier trinken. Doch während du am nächsten Tag mit einem Hangover zur Arbeit kommst, war er schon beim Sport, im Meeting mit dem Chef und hat die erste Tagesaufgabe erledigt – weil er es kann.

Deal with it: Bis jetzt gibt es kein „Heilmittel“ für den Overachiever, deshalb diesmal nur den einfachen Tipp: Lass dich nicht unter Druck setzen.

Der Besserwisser

„Wenn du mit mir konversieren möchtest, definiere zuerst deine Termini.“ (Voltaire)

Besserwisser reden gerne. Entweder denken sie, sie wüssten es besser, wenn es in der Teambesprechung um ein kontroverses Thema geht oder wie ein nächstes Projekt vorgenommen werden soll – oder sie wissen es wirklich. Doch dann teilen sie ihr Wissen nicht um des Wissens Willen sondern mit der Motivation, Recht zu behalten. Besserwisser nerven vor allem in Situationen, in denen ein kreatives Brainstorming aka „Alle-rufen-rein“ wirklich konstruktiv werden könnte, wäre da nicht der Kollege, der nicht brainstormen muss: Er weiß bereits alles. Das ist schade und stört oft geistreiche Prozesse.

Deal with it: Stellt ihm die Frage, was es dem Team und dessen Arbeit genau in dieser bestimmten Situation bringt, wenn er sein Wissen in den Vordergrund stellt. Es ist möglich, dass er dadurch erkennt, dass sein besserwisserisches Gehabe dem Vorankommen eines Projekts schadet anstatt ihm gutzutun.

Der Neue

„Alles neu macht der Mai, macht die Seele frisch und frei. Lasst das Haus, kommt hinaus, windet einen Strauß!“ (Hermann Adam von Kamp)

In der zukünftigen Arbeitswelt wird es aufgrund der Digitalisierung immer mehr Fluktuation im Büro geben. Kollegen werden gehen, neue Kollegen kommen, vielleicht auf Projektbasis. Spätestens dann werdet ihr diesen Kollegentypen kennenlernen: den Neuen oder die Neue. Anfangs ist er noch zurückhaltend, versucht, sich ins Team oder ein ganzes Büro einzufügen. Doch spätestens nach drei Monaten wird er seine Attitüde ändern – schließlich hat das Unternehmen, in dem er neu angefangen hat, nur auf IHN gewartet. Er hat Ideen, wie man Sachen schneller, besser, anders machen kann oder noch besser: wie die Kommunikation mit der Chefetage zu laufen hat. Wird in dieser Zeit eine leitende Position frei, beobachtet euren neuen Kollegen oder eure neue Kollegin genau: Wenn er mehr als einmal betont, dass er keine Ambitionen auf diesen Posten habe („Ich bin ja neu hier.“), dann hat er welche.

Deal with it: Begegnet dem Neuen oder der Neuen freundlich und helft ihm, sich ins Team zu integrieren. Je schneller er sich als gleichwertiges Teammitglied fühlt, desto weniger wird er Einzelkämpfer-Habitus zeigen.

Der Couragierte

„Mut ist, was es braucht, um aufzustehen und seine Meinung zu sagen. Mut ist auch, was es braucht, sich hinzusetzen und zuzuhören.“ (Winston Churchill)

Jeder unterwürfige Kollegentyp bräuchte den Couragierten in seinem Team: Er oder sie macht sich für andere stark, ohne sich dafür zurückzunehmen. Er ist weder masochistisch noch sadistisch, er stellt schlichtweg die Bedürfnisse eines Kollegen mit seinen eigenen gleich. Er oder sie hat in schwierigen Situationen den Mumm, sich zum Beispiel gegen Obrigkeiten zu behaupten. Von autoritären Chefs lässt sich der Couragierte nicht einschüchtern.

Deal with it: Macht ihn euch zum Freund!

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