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Streit um Abokosten: Apple wehrt sich gegen Spotify-Vorwürfe

Ist das Geschäftsmodell hinter Apples App-Store unfair? (Foto: Shutterstock-Safwan Abd Rahman)

Spotify kritisiert Apple wegen angeblich unfairen Wettbewerbs und hat sich bei der EU-Kommission beschwert – jetzt hat Apple eine eigene Stellungnahme bei der Kommission vorgelegt.

Apple weist die Wettbewerbsvorwürfe von Spotify zurück. In einer Stellungnahme an die EU-Kommission argumentiert der Konzern, die von Spotify kritisierte Praxis betreffe nur einen Buchteil der Nutzer, wie das Handelsblatt und der Spiegel berichten.

Konkret geht es um die Praxis, dass Apple bei Abo-Abschlüssen über den App-Store auf dem iPhone einen Teil der Erlöse einbehält. Damit benachteilige Apple als Betreiber des App-Stores andere App-Entwickler, so Spotify.

Apple nennt Spotifys Zahlen irreführend

Spotifys Vorwurf klinge, als würde die Abgabe alle Nutzer von Apple-Geräten betreffen, kritisiert Apple den Berichten zufolge. Tatsächlich gehe es um nur 680.000 Nutzer – nämlich nur um die, die ihr Abo über Apples In-App-Kauffunktion von Gratis auf Premium umgestellt hätten. Und diese Funktion sei nur von 2014 bis 2016 aktiv gewesen. Die Abgabe betrage außerdem nur 15 und nicht 30 Prozent.

Apple hatte sich bereits im Mai gegen die Vorwürfe von Spotify gewehrt und dem Musikdienst vorgeworfen, mit der Kritik eigennützige Motive zu verfolgen. „Hinter der Rhetorik verbirgt sich das Ziel von Spotify, mehr Geld aus der Arbeit anderer zu machen“, hatte Apple in einem Statement geschrieben. Wenn Unternehmen wie Spotify von den Vorteilen des App-Stores profitieren könnten, ohne etwas dafür zu bezahlen, wäre das falsch.

Ob die EU-Kommission ein Verfahren gegen Apple einleiten wird, ist noch unklar. Die Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager plädiert aber schon seit längerem für eine stärkere Regulierung von Digitalunternehmen. So musste Google bereits zwei Rekordstrafen wegen Verstößen gegen das EU-Wettbewerbsrecht zahlen.

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