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Stride: Das ist Atlassians Antwort auf Slack für weniger Geld

(Bild: Atlassian)

Textchat, Teamchat und sogar Remote Desktop: Atlassian will mit Stride alles in einem Programm vereinen und lässt sich daher von Konkurrenten wie Teamviewer, Skype und dem eigenen Hipchat inspirieren.

Das Softwareunternehmen Atlassian hat Stride vorgestellt, ein Chatprogramm, das mehrere Ideen von Konkurrenten wie Skype oder dem eigenen bereits etablierten Tool Hipchat übernimmt und in eine eigenständige Applikation integriert. Stride soll für die Unternehmenskommunikation eingesetzt werden und ist für Endanwender eher weniger interessant. Damit will Atlassian dem Teamchat Slack Konkurrenz machen, der ähnliche Funktionen hat, sich jedoch durch einen günstigeren Preis vom Konkurrenten abheben.

Zu den Funktionen von Stride zählen Gruppenchats und Eins-zu-eins-Nachrichten in Textform, aber auch Voice- und Videochat sowie Tools für die Teamarbeit. Das Programm beinhaltet etwa ein Whiteboard, das parallel mehrere Teilnehmer nutzen können. Stride integriert auch eine Art To-do-Liste, die mit anderen Personen geteilt werden kann.

Ähnlicher Programmaufbau wie bei Hipchat

Gruppenchats können in Chatkanälen organisiert werden, die das Programm am linken Rand anzeigt. Nutzer können auch einstellen, ob und wie komplex sie über Aktivitäten in Chaträumen benachrichtigt werden möchten. Wie im Atlassian-Programm Hipchat werden unter den Räumen auch Personen und deren Status aufgelistet. Eine weitere Ähnlichkeit: die Möglichkeit zum Hochladen und Teilen von Dokumenten oder anderen Dateien innerhalb des Programms.

So sehen Chats in Stride aus. (Bild: Atlassian)
So sehen Chats in Stride aus. (Bild: Atlassian)

Den Videochat können mehrere Personen als Online-Meeting verwenden. Außerdem können Nutzer in Stride online Präsentationen streamen. Auch Remote Desktop soll möglich sein. Das erinnert ein wenig an die Funktionalität der Fernwartungssoftware Teamviewer.

Stride soll auch diverse Entwicklerwerkzeuge anbieten, womit eigene Firmenapplikationen erstellt werden können. Außerdem soll sich das Programm mit externer Software wie Google Drive, Github und Google Calendar verbinden lassen können. Es ist in eingeschränkter Funktionalität kostenlos verfügbar. Alle Funktionen werden für drei US-Dollar pro Nutzer und Monat freigeschaltet. Das beinhaltet unbegrenzten Cloud-Speicher anstatt fünf Gigabyte, unbegrenzte integrierte Apps statt maximal zehn und statt 25.000 Nachrichten einen unlimitierten Chatverlauf. Remote Desktop, Bildschirm-Sharing und erweiterte Meeting-Funktionen sind nur gegen Bezahlung möglich. Konkurrent Slack bietet sein Produkt ab sieben Euro pro Nutzer und Monat an. Alle Funktionen freizuschalten, kostet jedoch fast zwölf Euro im Monat.

Stride befindet sich momentan in einer Early-Access-Phase und wird sich dementsprechend wohl noch verändern.

Autor des Artikels ist Oliver Nickel.

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