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Diese Harvard-Studentin lüftet das Geheimnis erfolgreicher Vorstellungsgespräche

Sie hat Jobangebote bei Google, Apple, Goldman Sachs oder Facebook erhalten: Eine Harvard-Studentin verrät in ihrem Blog ihre Formel für erfolgreiche Vorstellungsgespräche.

Erfolgreiche Vorstellungsgespräche: Tipps von einer Harvard-Studentin

Ein Vorstellungsgespräch kann eine große Chance sein, es ist aber eine ebenso große Herausforderung für viele Bewerber – gerade dann, wenn sie bei einem favorisierten Unternehmen eingeladen sind und ihren Traumjob ergattern wollen. Wie Bewerber Vorstellungsgespräche erfolgreich absolvieren können, beschreibt die Harvard-Studentin Jessica Pointing in ihrem Blog „Optimize Guide“.

Vorstellungsgespräche: Vorbereitung ist alles. (Bild: Shutterstock)

Pointing hat nach eigenen Angaben zahlreiche Angebote für Praktika in renommierten Firmen wie Google, Apple, Facebook, Microsoft, McKinsey, Bain, Goldman Sachs und Morgan Stanley erhalten. Die Informatik- und Physikstudentin hätte dabei in ganz verschiedenen Bereichen wie Softwareentwicklung, Consulting oder Investmentbanking beginnen können. Ihre einfache Erfolgsformel: Sei vorbereitet und relaxed.

Pointing hat dabei die Vorstellungsgespräche wie einen Kurs an der Uni angesehen. Das heißt, dass die Vorbereitung darauf sich nicht darauf beschränkt hat, ein bisschen auf der Homepage des Unternehmens herumzusurfen und sich schicke Kleidung herauszusuchen. Mehr als ein halbes Dutzend Bücher hat die Studentin gelesen und bestimmte Herangehensweisen geübt. Pointing empfiehlt unter anderem das Buch „Cracking the Coding Interview“ von Gayle Laakmann McDowell zur Lektüre.

Wer bei einem Vorstellungsgespräch nicht nur stumm dasitzen, sondern auf Fragen immer eine Antwort parat haben will, sollte sich im Vorhinein schon eine Struktur für den Gesprächsverlauf überlegen, meint Pointing. Dabei könnte man etwa die Frage noch einmal wiederholen, um klarzustellen, dass man sie verstanden hat. Auch klärende Nachfragen werden empfohlen. Anschließend könne man die gewünschten Ideen und Lösungen entwerfen und am Ende alles zusammenfassen.

Vorstellungsgespräche: Viel Vorbereitungszeit einplanen

Die umfassende Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch à la Jessica Pointing ist harte Arbeit, Bewerber sollten sich viel Zeit nehmen. Ein paar Stunden sollten täglich für Übungen eingeplant werden. Auch wichtig: Immer einen Plan B parat haben, falls das gewünschte Vorstellungsgespräch doch in die Hosen gehen sollte. Das wirkt entspannend auf den Bewerber. Außerdem kann man sich auch vorab schon einen Großteil der Antworten auf allgemeine Fragen wie zur eigenen Persönlichkeit oder den Stärken überlegen.

Hier findest du die sieben Tipps für erfolgreiche Vorstellungsgespräche von Jessica Pointing.

Mehr zum Thema:

via www.businessinsider.de

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2 Reaktionen
skonzack

Zu Vorstellungsgesprächen:

Also ich kann da nicht allem zustimmen.

1. Sich einen Gesprächsleitfaden zurecht zu legen ist nicht sinnvoll, denn die Personalverantwortlichen haben dies in der Regel schon. Sei einfach flexibel genug auf diesen zu reagieren und zu agieren.

Natürlich kann man sich ein paar Stichpunkte zurecht legen und versuchen die für einen wichtigen Themen anzusprechen.

2. In den USA mag es vielleicht positiv bewertet werden wenn man ständig die Frage wiederholt, in Deutschland definitiv nicht. Probiert es mal in einem Gespräch aus, nicht zu empfehlen.

3. Nachfragen sollte man auf ein Minimum reduzieren, also nur dann wenn es nötig ist und möglichst beiden Parteien etwas bringt. Ansonsten gilt dies eher als Indiz dafür das man dort einen potenziellen Mitarbeiter dasitzen hat, welcher später im Arbeitsalltag auch so agiert.

Dies möchte kein Unternehmen, also ist es absolut nicht förderlich wenn man nicht gleich als Problemfall abgestempelt werden möchte.

4. Den Personalleitern oder Geschäftsführern sollte man auch nicht in den Arsch kriechen. Dies gilt gerade wenn man das Vorstellungsgespräch mit dem Geschäftsführer hat. Dieser hat genug Angestellte und anderweitig Abhängige, welche Ihm/Ihr in den Arsch kriechen.

"Sei anders und stech aus der Masse heraus" heißt in diesem Fall, sei selbstbewusst, aber nicht arrogant, sei gut informiert, aber agiere nicht wie ein Besserwisser (weniger ist manchmal mehr), sei ganz enspannt, denn es sitzen auch nur Menschen vor dir.

Und keine Angst in Sachen Kompetenzen. Die meisten Leute sind doch schon beim ausführen eines Updates überfordert. Wenn Ihr denen z.B. ein Terminal in Ubuntu zeigt, wissen die nicht einen einzigen Buchstaben den die dort eintragen sollten. Einfach mal dran denken wenn es ein überheblicher Chef ist, dies entspannt das Vorstellungsgespräch für dich ungemein.

5. In einem Vorstellungsgespräch geht es nicht wirklich darum möglichst viel zu wissen, denn wenn man grundsätzlich an eurer Kompetenz zweifeln würde, hätte man euch gar nicht erst dazu eingeladen. Mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch geht es vielmehr darum einen kleinen Abgleich der Daten, der Kenntnisse und Fähigkeiten, sowie der Softskills vorzunehmen. Also zu schauen ob du in ein bestehendes oder aufzubauendes Team rein passt.

Also heraus zu finden ob du wirklich in stressigen Situationen einen kühlen Kopf behalten kannst. Dazu eignen sich so ziemlich alle Arten von schriftlichen Tests und stressigeren Fragesessions.

Noch etwas zur Bewerbung, damit es überhaupt erst mal zur Einladung kommt:

1. Grundsätzlich gilt, schon die Stellenbeschreibungen sind meist auf 100% der Wünsche des Unternehmens ausgelegt. Das irgendjemand genau diese 100% erreicht ist nicht sehr wahrscheinlich, von daher bewerbe dich auch für Positionen welche du noch nicht mit 100% deiner Kenntnisse und Fähigkeiten abdecken kannst. Das meiste ist erlernbar, also für dich in einem benennbaren Zeitfenster zu erlernen.

2. Niemals ein Deckplatz nutzen (egal ob per E-Mail oder Post - ja es gibt noch Leute die Bewerbungen per Post versenden und auch Unternehmen welche so etwas wünschen, haha :) )

Man muss da ja nur mal logisch ran gehen. Du bist perfekt für die Stelle geeignet, aber hattest auf dem Bewerbungsbild den falschen Pullover an. Schwupp bist du raus, obwohl du perfekt für die Stelle wärst.

Oder der Personalverantwortliche mag kein ROT, dein Gesicht ist aber ziemlich ROT auf dem Foto. Auch gibt es Vorlieben und Abneigungen gegen Bärte.

Schon bist du ohne dein perfektes Anschreiben lesen zu können, raus aus dem Prozess.

Bei Bewerbungen geht es darum ein gutes Gefühl für die beworbene Person zu bekommen, nur manchmal kommt diese einfach nicht bei dem Personalverantwortlichen auf.

Es sind also meist Kleinigkeiten und nicht sehr professionelles Arbeiten der Personalverantwortlichen weshalb man aussortiert wird, nicht das Anzweifeln deiner Kompetenz.

Also nicht denken du wärst ungeeignet, dies ist meist nicht der Fall.

3. Klar möchtest du den Job, aber geh genau andersherum da ran. Denn wenn das Unternehmen dich trotz deiner Kompetenz nicht nimmt und deine Kompetenz nicht ins Unternehmen einbringen kann, ist dies eine Fehlentscheidung für die Firma und kann dazu führen weniger Umsatz, weniger Gewinn und den Anschluss an den Markt zu verlieren.

Das glaubst du nicht? Na dann schau mal was passiert wenn dem Unternehmen dieser Fehler einige Male unterläuft. Dann geht es in vielerlei Sicht bergab. Personal geht, Aufträge gehen verloren, genauso wie Umsatz und Gewinn.

Dies gilt auch für NGO's, denn wenn die falschen Leute angestellt werden, dadurch falsche Entscheidungen getroffen werden, kann dies zu niedrigerem Spendenaufkommen führen und damit auch gefährlich für NGO's werden.

Ein Unternehmen mit falscher Personal- und Bewerberpolitik wird am Markt nicht lange existieren, du mit deinen Kompetenzen und deiner Lernfähigkeit schon.

4. Du musst wissen was du kannst. Im Vorstellungsgespräch genauso wie schon in deiner Bewerbung.

Mach dir mal eine Liste mit all deinen Kenntnissen/Fähigkeiten und schau ob du wirklich die Softskills besitzt, welche du anpreist. Auch bei den Softskills ist der Mensch lernfähig, also wenn du merkst das du etwas nicht so gut kannst, trainiere es. Bloß nicht aufgeben nur weil etwas in diesem Moment nicht passen könnte.

Geb dich niemals damit zufrieden "nur ein Mitarbeiter" zu sein. Dies ist genauso nicht förderlich wie wenn dein Schwarm dir sagt "du bist ein guter Freund". Herz gebrochen und gemeinsame Zukunft futsch. Genauso ist es mit dir und dem Unternehmen, du wirst nicht glücklich.

5. Wenn du nicht gerade ein Designer bist oder sonst irgendwie in einem kreativen Bereich tätig, halte deine Bewerbung in der Form eher konservativ. Also keine Farbexperimente oder komische Hintergrundbildchen/-Icons.

6. Setze deine Bewerbung strukturiert auf. Dazu zählt auch, dass ein Anschreiben möglichst nur eine Seite umfassen sollte. Es muss als Türöffner verstanden werden. Das volle Programm gibt es auf der nächsten Seite, dem Lebenslauf.

Das Anschreiben:

Erster Absatz (bis max. 4 Zeilen): Was?, Wo?, Berufserfahrung/letzte Tätigkeiten, Anpreisung

Zweiter Absatz (bis max. vier Zeilen): Kenntnisse und Fähigkeiten

Dritter Absatz (max. 3 Zeilen): Softskills

Vierter Absatz: Ein Abschiedssatz welcher klar macht das dieses Unternehmen mit dir in Kontakt treten sollte.

- Beispiel: Um über eine gemeinsame Zukunft in Ihrem Unternehmen sprechen zu können, freue ich mich über Ihre Einladung zum Vorstellungsgespräch.

- Das Anschreiben sollte zudem keine einzelnen Wörter in neuen Zeilen aufweisen, strukturiert aufgebaut, sowie leicht und verständlich zu lesen sein.

Generelles:

1. Bei einer Postbewerbung muss das Anschreiben lose auf die Bewerbungsmappe gelegt werden.

2. Online-Bewerbungen sollten mit Anschreiben, Lebenslauf und Zertifikaten immer in ein Dokument zusammen gefügt werden und möglichst nicht größer als 5MB sein.

3. Immer etwas in die E-Mail schreiben, in welcher meine Bewerbung angehangen ist:

- Auf was bewerbe ich mich?

- Auf den Anhang mit den Bewerbungsunterlagen hinweisen.

- Betreff inkl. Stellenbezeichnung und eventuell vorhandener Referenznummer schreiben

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Betreff Beispiel:

Bewerbung als Mediengestalter Digital und Print - Referenznummer: ABCD1234

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E-Mail-Anschreiben Beispiel:

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie meine Bewerbungsmappe für Ihre Stellenausschreibung "Mediengestalter Digital und Print" in Ihrem Unternehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Max Mustermann

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4. Zeugnisse und Zertifikate können ruhig von gut nach weniger gut sortiert werden (dafür sollte man aber einschätzen können was gut oder nicht so gut ist, aber das geht jetzt zu weit), zeigt euch von eurer Schokoladenseite.

>> Sorry für den langen Text, aber ich ärgere mich immer über diese Behauptungen zu Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen, welche meist nicht viel mit der Realität der Masse zu tun haben.

Antworten
Sunlite

Dem kann ich aus eigener Erfahrung zum Großteil zustimmen. Jeje. Die Antwort ist sehr viel besser, als der Text, der aus meiner Sicht viele Binsenweisheiten besitzt, aber irgendwie trotzdem nicht zum Punkt kommt. Coole Sache skonzack

Antworten

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