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Studie: Computerspielen kann Lernerfolge bringen

(Foto: Pe3k / Shutterstock)

Wer spielt, hat Vorteile beim Verknüpfen von Lerninhalten und bei der Speicherung im Langzeitgedächtnis – das zeigt eine Studie der Universität Bochum.

Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum haben sich mit den Auswirkungen von Computerspielen auf das Gehirn beschäftigt. Ihr Ergebnis: Games können positive Auswirkungen auf bestimmte Lernfunktionen haben, vor allem auf unsere Verarbeitung von Bildern, das Verknüpfen unterschiedlicher Inhalte und die Speicherung im Langzeitgedächtnis. Außerdem können wichtige Gebiete im Gehirn wachsen, was nach allgemeinem Wissensstand positive Auswirkungen hat – unter anderem kann es nachlassenden Gedächtnisleistungen im Alter vorbeugen.

Die Bochumer Forscher haben mit Hilfe des modifizierten Weather-Prodiction-Test – ein Standardverfahren – im Magnetresonanztomographen die Gehirnaktivitäten von Spielern und Nichtspielern verglichen. Außerdem haben sie die Größe mehrere Areale im Gehirn gemessen, insbesondere des Hippocampus. Dabei kam laut dem bereits Ende August 2017 veröffentlichten Abstract heraus, dass bei den Spielern eine Vergrößerung des Hippocampus gemessen werden konnte und sie bei Lernprozessen signifikant besser abgeschnitten haben.

Kanadische Forscher liefern andere Ergebnisse

Das, was die Neurowissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum herausgefunden haben, unterscheidet sich allerdings ein Stück weit von kürzlich publizierten Ergebnissen kanadischer Forscher. Die hatten zwar ebenfalls Belege dafür gefunden, dass spielen zu einer Vergrößerung des Hippocampus führt. Allerdings könne es auch zu einer Verkleinerung und damit zumindest in der Theorie zu einer Verschlechterung etwa der Merkfähigkeit kommen.

Die konkreten Auswirkungen sollen davon abhängen, ob der Spieler in First-Person-Shootern eine räumliche Abbildung der Umgebung erschafft oder ob er eher eine Art Aktion-Reaktion-Taktik verfolgt. Ersteres vergrößert den Hippocampus, Letzteres führt zu einer Verkleinerung. Es gibt noch weitere Studien zu diesem Thema, bei denen ähnliche Ergebnisse gefunden wurden. Über die daraus für den Konsumenten abzuleitenden Folgen sind sich die Wissenschaftler allerdings noch nicht einig, weitere Studien sind offenbar nötig.

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