News

Studie – die Arbeitskraft wird durch Digitalstress geschwächt

(Foto: Fizkes/Shutterstock)

Stress mit der Digitalisierung am Arbeitsplatz schwächt die Arbeitskraft. Das legt eine neue Studie von Wissenschaftlern der Universität Augsburg nahe, die insgesamt 2.640 Arbeitnehmer befragten.

Demnach leidet mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer, die sich hohem digitalen Stress ausgesetzt sehen, unter Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und allgemeiner Müdigkeit. „Nachweislich verringert übermäßiger digitaler Stress die berufliche Leistung, um zugleich mit einem starken Work-Life-Konflikt einherzugehen“, heißt es in der am Montag veröffentlichten Mitteilung der Uni.

Die Studie brachte ein überraschendes Ergebnis: 25- bis 34-Jährige empfinden durch die neuen Technologien größere Belastung als ältere Kollegen. Und Frauen sollen digital gestresster sein als Männer. Projektleiter Henner Gimpel – ein Wirtschaftsingenieur – und seine Kollegen erstellten die Untersuchung gemeinsam mit der Fraunhofer Projektgruppe Wirtschaftsinformatik.

Kopfschmerzen und Schlafstörungen keine Seltenheit

Gefördert wurde die Studie von der Hans-Böckler-Stiftung des DGB. Die Wissenschaftler fragten die Arbeitnehmer zunächst, welche von 40 Technologien sie bei der Arbeit nutzen – angefangen vom Festnetztelefon übers Navi bis zu künstlicher Intelligenz. Anschließend wurden Stressempfinden, berufliche Belastung, Krankheitstage und Ähnliches abgefragt. Dabei kam heraus, dass Arbeitnehmer mit hohem Digitalstress wesentlich häufiger an Kopfschmerzen oder Schlafstörungen leiden als der Durchschnitt.

Hauptursache von Digitalstress ist laut Studie aber weniger die Technologie als solche als vielmehr mangelndes Wissen der Arbeitnehmer im Umgang damit. Einzelne Stressfaktoren sind demnach Komplexität und Unzuverlässigkeit der Technologie ebenso wie Sorge um den eigenen Arbeitsplatz. dpa

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ein Kommentar
I.
I.

Kann ich definitiv unterschreiben. Als kleines Licht in einem Mega-Konzern ist die Flut an Tools, Apps und Programmen schlicht unüberschaubar.

Vor einiger Zeit mussten einige (stein-)alte Systeme abgeschaltet werden. Es folgte eine aberwitzig hohe Anzahl an neuen Tools als Ersatz.

Natürlich eines komplexer als das andere und aus Prinzip völlig anders gestrickt als bisher. Dass die für die eigentliche Arbeit wichtigsten Funktionen von den Zuständigen erstmal gestrichen wurden, versteht sich von selbst. Schließlich werden derlei Programme grundsätzlich von Leuten gemacht, die den Job dahinter nicht machen müssen. Sich vorher mit den Betroffenen hinzusetzen und einen Plan festzulegen, das kostet zu viel Zeit.

Selbige raubt man dann dem Mitarbeiter, dem die neuen Tools vor die Füße geworfen werden. Ohne Vorankündigung, Einweisung, Schulung, etc. Von heute auf morgen geht einfach nichts mehr, sieh zu, wie du selbst zurecht kommst. Mit ganz viel Glück kennt vielleicht ein Kollege jemanden, der jemanden kennt, der wenigstens weiß, wie man an die neuen Tools rankommt.

Die Arbeit darf darunter natürlich nicht leiden! Im Gegenteil, ich müsste doch sofort alles NOCH schneller erledigen können mit den neuen Technologiewundern, die mir jetzt zur Verfügung stehen. Ja, könnte ich vielleicht, wenn ich nur wüsste, wie!

Sehr ermüdend ist das. Ermüdend und hochgradig frustrierend. Zudem wird das Ganze schamlos dazu missbraucht, den Mitarbeitern Druck zu machen. Es muss jetzt einfach alles schneller gehen, haben sich ein paar Manager auf dem Papier so zurecht gelegt. Du schaffst es trotzdem nicht, die Zeit für gewisse Abläufe zu halbieren? Oh weh, da müssen wir schnell ein Vorgesetzengespräch ansetzen, um dir nochmal einzubleuen, was von dir erwartet wird. Dadurch bleibt noch mehr Arbeit liegen, weil du deine Arbeitszeit und Energie auf sinn- und endlose Diskussionen und Rechtfertigungen verschwenden musst? Das kann gar nicht sein. Das muss daran liegen, dass du ein schlechter Mitarbeiter bist!
*Zynismus aus*

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung