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Studie: Elektroauto-Produktion kostet 75.000 Jobs in Deutschland

Elektroautos benötigen weniger Teile. (Bild: Tesla)

Einer Studie der Fraunhofer-Gesellschaft zufolge könnte die steigende Elektroauto-Produktion in Deutschland rund 75.000 Jobs kosten. Betroffen wären vor allem strukturschwache Regionen.

Der Motor eines Elektroautos besteht aus nur rund 25 Teilen, der eines Vierzylinders aus über 1.000. Klar, dass ein steigender Anteil von Elektroautos Auswirkungen auf Hersteller und Zulieferer haben wird – insbesondere, was Arbeitsplätze angeht. Wie groß diese Auswirkungen sein könnten, hat das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation berechnet. In der Neuauflage einer ähnlichen Studie aus dem Jahr 2012 rechnen die Wissenschaftler jetzt mit dem Verlust von rund 75.000 Jobs.

Sinkt die Elektroauto-Skepsis, sollen noch mehr Jobs in Gefahr sein

Mitgerechnet sind da schon die rund 25.000 neuen Stellen für die Herstellung von Komponenten wie Akkus oder Leistungselektronik, wie Spiegel Online berichtet. Demnach könnten sogar weit mehr Jobs wegfallen, wenn die in Deutschland herrschende Skepsis gegenüber E-Autos schneller als erwartet sinkt. Die Studie rechnet mit einem E-Auto-Anteil von 25 Prozent im Jahr 2030. Dieses Ziel wollen führende Autobauer aber schon 2025 erreicht haben. Sollte das der Fall sein, könnten laut den Fraunhofer-Experten sogar bis zu 109.000 Arbeitsplätze verschwinden. Besonders betroffen wären demnach kleinere Zulieferbetriebe in strukturschwachen Regionen.

Der möglicherweise kommende Elektroauto-Boom hält freilich auch Chancen bereit. Andere Studien sehen etwa einen erheblichen Jobzuwachs in Bereichen wie Elektromobilität sowie digitale Dienstleistungen – allerdings wohl weniger in der klassischen Autoindustrie. Schon jetzt suchen Autobauer laut Spiegel Online verstärkt nach Elektrotechnikern sowie Elektronik- und Softwarespezialisten. Die IG-Metall forderte daher die Unternehmen auf, eine Qualifizierungsoffensive zu starten.

VW: Der Elektro-Bulli I.D. Buzz
VW I.D. Buzz. (Bild:Volkswagen)

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Ebenso wichtig sei es, bedeutende neue Fertigungsbereiche wie die Batteriezellenproduktion in Deutschland anzusiedeln. BMW-Betriebsrat Peter Cammerer erklärte etwa, dass Deutschland in der Batterieforschung führend sei und jetzt aufpassen müsse, dass das Know-how nicht andere zuerst nutzten. Derzeit liegen Hersteller aus China, Südkorea oder Japan bei der Fertigung von Batteriezellen vorn. Für die Studie haben die Fraunhofer-Wissenschaftler Daten von Konzernen wie BMW, Daimler und Volkswagen sowie von den großen Zulieferern ZF Friedrichshafen, Mahle und Schaeffler ausgewertet.

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Eine Reaktion
Kian Toyouri Gould

Gleichzeitig wollen die Autobauer aber auch 50-100.000 neue IT Jobs schaffen, damit Ihre Onboard Systeme endlich auch nur annähernd mit Tesla's Eigenentwicklungen mithalten können.

Das dabei sicherlich metallverarbeitende Berufe wegfallen werden ist leider richtig, aber teilweise sind dies eh Jobs bei Firmen, die Riesenprobleme haben noch Azubis zu finden, also wird es sich wie immer ausgleichen.

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