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Studie: Mehr Flexibilität im Job macht nicht immer glücklich

Foto: Iakov Filimonov/Shutterstock

Die Digitalisierung leitet auch in der Arbeitswelt einen tiefgreifenden Wandel ein. Zum Beispiel müssen Arbeitnehmer laut einer Studie heute mehr unternehmerische Risiken schultern. Das hat Vor- und Nachteile.

„Der Trend zu mehr Verantwortung, Flexibilität und Autonomie ist nicht pauschal als positiv oder negativ zu bewerten“

Arbeitnehmern würden heute immer mehr auch unternehmerische Risiken auferlegt, sagte Hilmar Schneider, Leiter des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA). Mehr Flexibilität und Verantwortung im Job führe jedoch nicht bei allen Menschen zu mehr Zufriedenheit. Das ist ein erstes Ergebnis einer umfangreich angelegten Studie, die das IZA am Donnerstag gemeinsam mit der Karriereplattform Xing in Berlin vorstellte. „Die Veränderungen bieten Chancen wie mehr Entscheidungsspielraum für Mitarbeiter, aber auch Gefahren durch Überforderung“, sagte Schneider.

Flexible Arbeitszeiten, eigenverantwortliches und ortsunabhängiges Arbeiten gelten als Markenzeichen modernen Arbeitens. Laut Studie halten sich jedoch noch fast 80 Prozent der Befragten an feste Arbeitszeiten, 68 Prozent gaben an, dass das Arbeiten im Home Office bei ihrem Job nicht möglich ist. Als zufrieden äußerten sich 59 Prozent mit festen Arbeitszeiten, 19 Prozent sind damit unzufrieden. 19 Prozent derer, die nicht im Home Office arbeiten können, sind damit zufrieden, allerdings 49 Prozent unzufrieden.

„Trend zur mehr Flexibilität und Autonomie nicht pauschal positiv“

„Der Trend zu mehr Verantwortung, Flexibilität und Autonomie ist nicht pauschal als positiv oder negativ zu bewerten“, sagte Schneider. Ob ein Mitarbeiter zufrieden sei, hänge nicht nur von den Arbeitsbedingungen ab, sondern auch vom jeweiligen Persönlichkeitstyp. In der Arbeitswelt der Zukunft werde es noch mehr als bisher darauf ankommen, dass Jobprofil und individuelle Wünsche zusammenpassten. Für die Studie befragte hat das Bonner Institut insgesamt 8000 Personen. dpa

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