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Studie zeigt, dass Entwicklerinnen deutlich länger in einer Junior-Position bleiben

(Foto: Adobe Stock - stokkete)

Trotz der Vielzahl von Initiativen, die für Gleichberechtigung der Geschlechter in der Welt der Software-Entwicklung werben, gibt es noch viel zu tun. Das zeigt jetzt eine neue Studie.

Der Gender-Pay-Gap ist bis heute ein heiß diskutiertes Thema. Er zeigt die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen auf. Aber nicht nur der geringere Lohn für gleiche Arbeit bleibt ein Problem. Viele Entwicklerinnen bekommen auch offenbar nicht dieselben Chancen aufzusteigen. Das zeigt eine neue Studie. Demnach haben Frauen in der IT Schwierigkeiten, den Sprung von einer Junior- in eine höhere Position zu schaffen.

Hackerrank hat eine Studie mit 14.616 Teilnehmern veröffentlicht, den „2018 Women-in-Tech-Report“. Unter den Befragten waren 1.981 weibliche und 12.635 männliche Entwickler, unter anderem aus der Hackerrank-Community.

Frauen bekommen nur eine Junior-Stelle

Die düsteren Ergebnisse zeigen, dass Frauen, unabhängig vom Alter, eher eine Junior-Position besetzen als Männer. Mehr als 20 Prozent der Frauen über 35 Jahren oder älter arbeiten noch als Junior-Entwicklerinnen. Mit anderen Worten: Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau eine Junior-Position besetzt, ist dreieinhalb mal höher als bei einem Mann. Denn Entwickler sind in derselben Position und Altersgruppe mit nur knapp sechs Prozent vertreten.

Auch Frauen im Alter von 25 bis 35 Jahren sind nicht besser dran. In dieser Altersgruppe machen Junior-Entwicklerinnen sogar 46 Prozent aus. Man könnte das darauf schieben, dass die jungen Developer eben nicht so viel Erfahrung mitbringen. Doch diese Argumentation funktioniert nicht: Bei den Männern liegt der Anteil der Junior-Entwickler trotz des Alters nur bei 26 Prozent.

Zwar geht aus der Studie nicht hervor, wann die Frauen ihre Karriere begonnen haben. Trotzdem bleibt der Eindruck, dass Entwicklerinnen eher in Junior-Positionen verharren müssen als ihre männlichen Pendants.

Positive Trends der Studie

Hackerrank fand jedoch auch heraus, dass Frauen die gefragtesten Sprachen und Frameworks kennen und in sehr lukrativen Bereichen arbeiten. Mehr als 60 Prozent der weiblichen Befragten gaben an, dass sie Java, Javascript und C beherrschen. Laut dem 2018 Developer Skill Report sind das die am meisten von Arbeitgebern nachgefragten Sprachen.

Für die Studie definiert Hackerrank Junior-Entwickler als „Level 1 Software-Entwickler“. Senior-Entwickler werden durch ihren Titel identifiziert, genauso wie Senior Software-Entwickler, Manager und Regisseur.

Hier seht ihr die genaue Auswertung der Studie
(Grafik: research.hackerrank.com/women-in-tech/2018/)

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