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StudiVZ meldet Insolvenz an

Der Betreiber von StudiVZ hat Insolvenz angemeldet. (Foto: dpa)

Der einstige deutsche Facebook-Klon StudiVZ hat Insolvenz angemeldet. Der Betrieb des Netzwerks soll aber weitergehen.

Fast zwölf Jahre nach seiner Gründung ist StudiVZ zahlungsunfähig. Wie das Online-Magazin Gründerszene erfuhr, hat die Poolworks Germany Ltd., die StudiVZ betreibt, am Donnerstag einen Insolvenzantrag gestellt.

Vorausgegangen war der Insolvenz von StudiVZ auch ein Rechtsstreit mit dem Holtzbrinck-Verlag. Der frühere Besitzer des Netzwerks hatte seine ehemalige Tochterfirma wegen ausstehender Forderungen verklagt – und bekam im vergangenen Juli vor Gericht Recht. Es ging um drei Millionen Euro.

StudiVZ hat viele Schulden

Nach dem erneuten Verkauf muss StudiVZ einen Insolvenzantrag stellen. (Screenshot: StudiVZ/t3n)

Laut Gründerszene beliefen sich die Schulden des Netzwerkbetreibers – zu denen auch MeinVZ und das inzwischen abgeschaltete SchülerVZ gehören – bis Ende des Jahres 2015 auf über 45 Millionen Euro. Auch beim Finanzamt gebe es noch Verbindlichkeiten. Summen, die der recht neue StudiVZ-Eigentümer – eine texanische Investmentgesellschaft – offenbar nicht aufbringen kann oder will. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Jesko Stark bestellt.

Insolvenzverwalter glaubt an Weiterbetrieb

Das Ende von StudiVZ bedeutet die Zahlungsunfähigkeit allerdings nicht. „Noch ist die Anmeldung ganz frisch, aber nach dem, was ich bisher zu sehen bekommen habe, bin ich zuversichtlich, dass der Betrieb weitergehen kann“, sagte Stark gegenüber Gründerszene. Im Vordergrund stehe jetzt die Stabilisierung des Geschäfts. Derzeit seien noch sieben Mitarbeiter für die Netzwerke beschäftigt und erhielten Insolvenzgeld.

StudiVZ wurde ursprünglich 2005 von Ehssan Dariani und Dennis Bemmann gegründet mit dem Ziel, ein konkurrenzfähiges Pendant zu Facebook aufzubauen. Im Jahr 2007 dann übernahm der Holtzbrinck-Verlag das Unternehmen für mutmaßlich bis zu 100 Millionen Euro. Danach verlor das Netzwerk aber schnell an Relevanz. Der neue Eigentümer, die US-Gesellschaft Momentous Entertainment Group (MMEG) hatte kürzlich verkündet, StudiVZ zum Jahresanfang 2018 einem Relaunch zu unterziehen.

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3 Kommentare
lola
lola

Klar, alle Kohle rausgezogen und mit Krediten überlastet, darf nur das Finanzamt und das Arbeitsamt die Leiche geleben, bis der letzte Krümel raus ist.

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Marius
Marius

Tja, so ist das nun mal wenn man mit Amerikanischen Investoren „zusammenarbeitet“: Die helfen nur kurz und nehmen dich dann aus wie eine Weihnachtsgans. Europäische Unternehmen sollten sich zwei mal überlegen ob man das möchte oder eher organisch Wachsen will mit all den Fehlern die dazu gehören – denn das ist dann das eigene Geld und nicht das anderer Leute. Bei einem Investor geht es nicht um eine klassische unternehmerische Partnerschaft, sondern nur darum das der Investor noch mehr Kohle bekommt – egal wie.

Na na, so lange ein Bewusstsein wie “ Geld, Geld, Geld“ herrscht, wir das ewig so weiterlaufen wie hier: https://www.it-madness.com/posts/151/ – ohne zu hinterfragen.

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Bachsau
Bachsau

> Insolvenzverwalter glaubt an Weiterbetrieb

Im Ernst?!? Das Pferd ist seit 8 Jahren tot.

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