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Wischen und Scrollen ohne Display: Dieser Smartphone-Ersatz ist für Suchtis

Substitube Phone. (Bild: Klemens Schillinger; Leonhard Hilzensauer)

Der Wiener Designer Klemens Schillinger hat eine „Ersatzdroge“ für Smartphone-Süchtige erfunden. Das Substitute Phone besitzt keinerlei Elektronik – stattdessen habt ihr alle Murmeln beisammen.

Substitute Phone: Smartphone-Ersatz zum Wischen und Scrollen – ohne Elektronik

Klingt die folgende Aussage vertraut? Du sitzt in der U-Bahn und schnappst dir beim ersten Anzeichen von Langeweile dein Smartphone, oder weil die Person neben dir gerade eine Nachricht erhalten hat.“ So steigt Schillinger auf seinem Blog bei der Vorstellung seines Substitute-Phones ein. Diese oder ähnliche Situationen dürften so ziemlich jedem von uns vertraut vorkommen. Wir greifen bei nahezu jeder Gelegenheit zu unserem Smartphone, ohne es eigentlich gerade nutzen zu müssen.

Dieses ansatzweise zwanghafte Verhalten, permanent mit seinem Smartphone herumzuspielen, kann schon als klassisches Suchtverhalten beschrieben werden. Schillingers fünf verschiedene Substitute-Phone-Variationen können als eine Art Methadon für Smartphone-Süchtige verstanden werden. Mit den „Prothesen“, wie Schiller sie beschreibt, könne der innere Drang nach dem haptischen Smartphone-Erlebnis befriedigt werden. Es sei ein therapeutisches Objekt.

Substitute Phone. (Bild: Klemens Schillinger; Leonhard Hilzensauer)

Haptik und Form der Substitute Phones entsprächen einem durchschnittlichen Smartphone – Elektronik inklusive Display und Buttons sind nicht an Bord, stattdessen bestehen die Smartphone-Nachbildungen aus Kunststoff, in den mehrere Steinmurmeln eingelassen sind. Mit den Murmeln sollen die alltäglichen Display-Interaktionen wie Wischen, Scrollen und Zoomen simuliert werden. Die Phones sollen Schillingers Ausführungen zufolge als Ersatzprodukt von Menschen verwendet werden können, die versuchen, ihre Telefone weniger nutzen.

Substitute Phone in verschiedenen Ausführungen. (Bild: Klemens Schillinger; Leonhard Hilzensauer)

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Substitue Phone: Inspiriert von Umberto Eco

Im Gespräch mit dem Magazin „Deezen“ erklärt Schillinger, dass ihm die Idee für die Substitute Phones gekommen sei, als er bemerkt hatte, wie häufig man täglich überflüssigerweise zum Smartphone greifen würde. Diese Beobachtungen inspirierten ihn dabei, ein Tool zu entwickeln, um diese „Kontrollverhalten“ zu reduzieren. Als weitere Inspirationsquelle diente der Autor Umberto Eco, der sich das Pfeiferauchen mit einem Holzstab abgewöhnen wollte.

Die Substitutes Phones scheinen derzeit noch nicht erhältlich zu sein – zumindest steht in Schillingers Store „Coming Soon“. Erstmals ausgestellt wurden die Ersatz-Handys Im Oktober während der Ausstellung „#Offline – Design for the (good old) real world“ auf der Vienna Design Week.

Offline Lamp. (Foto: Klemens Schillinger; Leonhard Hilzensauer)

Die Substitute Phones sind übrigens nicht das einzige Projekt Schillingers zu dem Thema: Die Offline Lamp leuchtet nur dann, wenn der Benutzer sein Smartphone in eine entsprechende Schublade legt, um sich auf wichtigere Aktivitäten wie Lesen oder Arbeiten zu konzentrieren.

Zum Weiterlesen:

via www.theverge.com

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