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Suchmaschinenmarketing: Mit diesen 6 SEO/SEA-Tipps erhöhst du die Conversion-Rate

(Foto: dennizn / Shutterstock)

Search-Engine-Optimization (SEO) und Search-Engine-Advertising (SEA) sind mehr als das bloße Jonglieren mit Keywords. Mit diesen Tricks steigern Unternehmen die Effizienz ihres Suchmaschinenmarketings.

Im Jahr 2019 sollten SEO- und SEA-Optimierung fester Bestandteil einer jeden Online-Marketing-Strategie sein. Mit geschickter Search-Engine-Optimization, also Suchmaschinenoptimierung, und bewusstem Search-Engine-Advertising, dem Setzen sinnvoller Werbeanzeigen in Suchnetzwerken, können Unternehmen ihren Webauftritt zielführend für ergebnisorientiertes Marketing nutzen. Doch Strategie ist nicht gleich Strategie – es gibt diverse Kniffe, um bestehende Vorgänge zu verbessern. Folgende sechs Methoden helfen Unternehmen, ihr Suchmaschinenmarketing noch stärker zur Kundengewinnung zu nutzen.

SEA – das Schalten sinnvoller Anzeigen in Suchmaschinen

1. Traffic-Qualifizierung

Durch die sogenannte Traffic-Qualifizierung trennt sich bereits die Spreu vom Weizen, bevor der Nutzer überhaupt die Website besucht. Mit Nischen-Keywords leitet man nämlich nicht nur die generell an einem Stichwort interessierten Nutzer auf die eigene Seite, sondern auch jene, die sich bereits konkret für den Kauf eines Artikels oder eines Services entschieden haben. So könnte ein Reinigungsgeräteanbieter beispielsweise, anstatt das Keyword „Staubsauger“ zu besetzen, das Keyword „Staubsauger für Allergiker“ wählen. Selbst Markennamen oder Typenbezeichnungen können verwendet werden, um den Traffic bestmöglich zu leiten.

Erst einmal entsteht so weniger Traffic auf der Website selbst. Die Streuverluste sinken jedoch immens, da nur wirklich interessierte Nutzer gezielt angesprochen werden. Somit erreicht ein Anbieter maximale Sichtbarkeit in der tatsächlich relevanten Zielgruppe. Die Folge: Die Conversion-Rate, also der Anteil der Kunden, die am Ende tatsächlich etwas kaufen, steigt. Ein schöner Nebeneffekt: Durch die effizientere Nischenstrategie verringern sich die Kampagnenkosten.

2. Granularer Kontoaufbau

Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, ist es ratsam, eine möglichst kleinteilige Anzeigenstruktur zu errichten, die optimal auf die eigenen Produkte und die damit verbundenen Intentionen abgestimmt ist. Denn bestimmte Suchanfragen mögen zwar auf den ersten Blick ähnlich anmuten, sind aber unter Umständen von komplett verschiedenen Vorhaben motiviert: Wenn ein Nutzer  „Staubsauger Test“ sucht, tut er dies mit einer völlig anderen Absicht, als wenn er „Staubsauger Preisvergleich“ sucht. Wenn dennoch beide Suchanfragen auf den gleichen Anzeigentext leiten, ist der zumindest für eine der beiden nicht zu 100 Prozent passend – und gerade das sollte das Ziel sein, um den Suchenden im zweiten Schritt auf die eigene Website zu lotsen. Gerade bei Keywords mit großem Suchumfang lohnt es sich daher, kleinteilige Anzeigenstrukturen zu errichten. Nur so kann man die höchste Relevanz für den Nutzer gewährleisten und somit maximale Kontrolle über das Resultat der Anzeigenschaltung erlangen.

3. Performante SEA-Landingpages

Eine Landingpage ist meist der erste Kontaktpunkt, an dem Nutzer mit der Website oder gar mit dem Unternehmen selbst in Berührung kommen. Dementsprechend viel Bedeutung sollte ihr beigemessen werden: Überzeugt sie nicht, verlässt sie der potenzielle Kunde unter Umständen direkt wieder. Dabei ist die Landingpage im Prinzip nur die erweiterte Werbeanzeige. Deshalb muss sie deren Inhalte eins zu eins aufgreifen – sonst ist sie für den an einem bestimmten Thema interessierten Nutzer schlichtweg irrelevant. Aus diesem Grund ergibt es beispielsweise nicht immer Sinn, in einer Suchmaschinenanzeige einfach auf die Startseite eines Unternehmens zu verlinken. Vielmehr sollte der Klick auf den betreffenden Link den Interessenten direkt an die richtige Stelle leiten, an der er sich weiter über das entsprechende Angebot informieren und im besten Fall dank einer schlau gesetzten Call-to-Action (CTA) direkt zur Aktion, sprich zum Kauf, schreiten kann. Nur so lässt sich im Umkehrschluss die Conversion-Rate erhöhen.

Neben einem klaren und einheitlichen Design (Stichwort Corporate Identity) und dem Inhalt spielt übrigens auch die Performance, also die Ladegeschwindigkeit der Website, eine entscheidende Rolle. Ist diese zu langsam, verliert das Unternehmen binnen weniger Sekunden den gerade herangezogenen Nutzer.

SEO – Suchbegriffe als Wegweiser zum Kauf nutzen

4. Automatisierte SEO-Business-Intelligence-Lösungen

Durch immer neuere und komplexere SEO-Tools am Markt können tiefer gehende und granularere Erkenntnisse generiert werden. Die Datenmenge kann leicht überfordern, weshalb eine konsequente Verknüpfung verschiedener Datenquellen in konsolidierten Reportings vonnöten ist.

Hierfür bieten sich automatisierte Business-Intelligence-Lösungen an, die holistische 360-Grad-Deep-Dives bieten. Auf den daraus gewonnenen Erkenntnissen kann anschließend die SEO-Strategie aufbauen. Dabei ist die Herangehensweise langfristig: Da derartige automatisierte Lösungen immer weiter neue Daten verknüpfen, kann die SEO-Strategie fortlaufend, entsprechend der aktuellen Erkenntnisse, angepasst und abgewandelt werden. Ein weiterer Vorteil ist eine Effizienzsteigerung bei gleichzeitig wachsender Qualität.

5. Datengetriebenes SEO-Verständnis und unmittelbares Monitoring

Für eine nachhaltig erfolgreiche SEO-Strategie ist ein unmittelbares und fortlaufendes Monitoring unabdingbar. Nur wenn der SEO-Analyst permanent im Blick behält, wie derzeit Conversions generiert werden, können weitere Maßnahmen perspektivisch geplant werden. Neben den erfolgreichen Conversions spielt insbesondere auch die Absprungrate als Ranking- und Umsatzfaktor eine große Rolle – wer warum die Seite verlässt, ist ebenso von entscheidender Bedeutung wie die Information darüber, wer dort, aus welchen Gründen verweilt.

Außerdem kann durch unmittelbares Monitoring gezielt und direkt auf konkrete Entwicklungen reagiert werden. Dabei können sie verschiedene Ursachen haben: So könnte sich beispielsweise der Google-Algorithmus verändert, ein neuer Wettbewerber dem Markt beigetreten sein oder gewisse Produkte an Ansehen gewonnen oder verloren haben. Ist das Unternehmen über die Auswirkungen dieser Vorgänge informiert, kann es die Inhalte seiner Website dementsprechend anpassen.

6. Datengestütztes Zielgruppenverständnis

Um bestimmte Zielgruppen richtig ansprechen zu können, muss ein Unternehmen so viel wie möglich über sie wissen. Dabei besteht die Schwierigkeit im Internetzeitalter nicht darin, Daten zu sammeln. Die Herausforderung ist vielmehr die Verknüpfung der großen Anzahl an gewonnenen Daten, um daraus letztendlich wertvolle Schlüsse zu ziehen. Kunden erwarten heutzutage, von jedem Unternehmen persönlich und individuell angesprochen zu werden – niemand will „einer von vielen“ sein und gesichtslose Massenansprache empfangen. Im Marketing ist deshalb die Anpassung der Inhalte von entscheidender Bedeutung. Aber um personalisierte SEO-Erlebnisse zu liefern, müssen Unternehmen ihre Zielgruppen und ihr Suchverhalten erst einmal genauestens verstanden haben. Als Grundlage dafür, für diesen bestimmten Personenkreis sichtbar zu sein, dienen gesammelte Daten.

Mittels eines datengestützten Zielgruppenverständnisses ist es beispielsweise möglich, Landingpages gezielter zu erstellen. Ein simples Beispiel: Interessieren sich Kunden in der einen Region Deutschlands eher für Staubsauger mit Beutel, in der anderen jedoch eher für solche ohne, sollten die Landingpages der jeweiligen Region diese Eigenheiten berücksichtigen.

Durch die gewonnenen Einblicke können letztlich auch besonders gewinnbringende Zielgruppen ermittelt werden. Datengestützte „SEO-Erlebnisse“ können somit im Gegensatz zu einer one-size-fits-all-Lösung deutlich den RoI (Return-on-Investment), also den Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital, erhöhen.

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