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Karriere

Lust auf einen außergewöhnlichen Lebenslauf? Bei Sumry bewirbst du dich mit einer interaktiven Timeline

(Foto: Mockdrop/t3n)

Du hast nichtssagende Lebensläufe satt? Dann könnte Sumry eine Alternative für dich als Bewerber sein. Der Online-Dienst ermöglicht eine interaktive und ansprechende Präsentation deines Profils.

Interaktive Timeline statt dröger Lebenslauf

Tabellarische Lebensläufe genießen unter Personalern keinen allzu guten Ruf. Sie sind oft unübersichtlich, sagen nur begrenzt etwas über das Profil eines Bewerbers aus und sind nicht zuletzt auch wenig kreativ gestaltet. Vielleicht ist Sumry in Zukunft das Mittel der Wahl: Sumry ist ein noch junger Online-Dienst, der auf seiner Website vollmundig verkündet, „den Lebenslauf gekillt“ zu haben. „Wir glauben, dass Unternehmen dein wahres Ich kennenlernen sollten. Deine Werte, deinen Charakter und deine Geschichte“, schreiben sie.

Onepager mit interaktiver Timeline statt langweiliger Tabelle. Sumry will die Zukunft der Online-Bewerbung sein. (Screenshot: t3n)
Onepager mit interaktiver Timeline statt langweiliger Lebenslauf. Sumry will die Zukunft der Online-Bewerbung sein. (Screenshot: t3n)

Wie der Name schon andeutet, bietet Sumry (von englisch: Summary) eine komprimierte Übersicht der wichtigsten Eckdaten zu einem Bewerber. Im Unterschied zu einem tabellarischen Lebenslauf setzt Sumry jedoch auf eine interaktive Timeline-Ansicht, wie man sie etwa von Facebook kennt. Nach Jahreszahl und Kategorien sortiert, können sich Personaler so einen Überblick über den Bewerber verschaffen. Inhaltlich stehen bei Sumry neben der Berufserfahrung besonders die persönlichen Fähigkeiten und Wertvorstellungen im Fokus.

Mit Sumry lassen sich Videos und Tonspuren einbinden

Um eine – wie Sumry seinen Online-Lebenslauf nennt – „Story“ zu erstellen, müssen Nutzer einige Fragen, zum Beispiel zur Berufserfahrung, den Charaktereigenschaften und Fertigkeiten beantworten. Es lassen sich aber auch eigene Kategorien erstellen. Jede der gemachten Angaben kann durch Links auf Referenzen oder Websites von Arbeitgebern ergänzt werden. YouTube-Videos lassen sich ebenso einbinden wie Tonspuren von SoundCloud. Das fertige Sumry ist vergleichbar mit einem persönlichen Onepager. Besuchen Personaler diese Seite, können sie sich über einen Button dem Bewerber vorstellen.

Mehr Funktionen mit Premium-Version

Wie die Macher von Sumry erklären, soll die typischerweise oft unpersönliche Bewerbung auf eine Stelle deutlich transparenter und persönlicher werden. Finanzieren will sich das Unternehmen aus San Francisco mit einer kostenpflichtigen Premium-Version. Für sieben US-Dollar monatlich können Bewerber ihren Sumry unter anderem ohne Branding und mit eigener Domain online schalten. Zudem können auf Sumry gelistete Arbeitgeber uneingeschränkt kontaktiert werden – ganz klassisch mit einem PDF im Anhang.

Übrigens: Lies auch unseren Artikel „Lebenslauf-Beispiele: So sehen beeindruckende Online-Bewerbungen aus“ für weitere Inspiration.

 

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8 Reaktionen
Markus Baldauf

Hallo, wir sind Headhunter im Bereich IT und Vertrieb und ich muss ehrlich sagen, dass ich als Techniker kein Freund von innovativen Bewerbungen bin. Wir müssen uns relativ rasch einen guten Überblick über die Kandidaten verschaffen und dazu brauchen wir strukturierte und aussagekräftige CVs. Es nutzt mir nicht viel, wenn ich ganz innovative CVs bekomme und wir suchen einen Teamleiter in der Software-Entwicklung. Hier zählt Erfahrung und Wissen! Sie können sich aber gerne einen Überblick auf unserer Webseite verschaffen: http://www.mbmc.at Liebe Grüße aus Wien Markus Baldauf

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Philipp

Spannende Statements hier... Ich als Personaler bin von jeder innovativen Bewerbung angetan. Wenn aber - wie von einigen Kommentatoren angemerkt - die Bewerbung für den Personaler (welcher ja stellvertretend für den Betrieb steh) zu innovativ ist, trifft das wahrscheinlich auch auf den Bewerber selbst zu. Dann passen die Kulturen halt nicht zueinander. Ist doch gut, dass das somit gleich zu Beginn des Prozesses zu einer natürliche Selektion führt. Oder wollt ihr etwa in einem innovationsfeindlichen Umfeld arbeiten?

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Marcus

Wenn es nie jemand startet, weil von vorneherein das Unternehmen als zu konservativ und zu wenig innovativ eingeschätzt wird als das diese Art der Berwerbung funktionieren könnte - wird sich ein deartiger Standard mal wieder nur langsam in DE durchsetzen.
Die wichtigste Lektion die ich in den letzten Jahren im Bezug auf Recruiter, Marktsituationen in der Personalbeschaffung gelernt habe ist folgende:
Sei einfach mutig! Stich heraus! --> So einfach es klingt so wenig wird es getan, weil sich jeder seine Presets aus dem Internet besorgt und versucht möglichst genau im Einheitsbrei zu landen.
Man muss sich einmal klar machen, dass man als potentieller Mitarbeiter heute in einer äußerst guten Position ist (Käufermarkt und so).
Diesen Trumpf muss man ausspielen!

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Adrian

Schön und gut. Aber hilft auch nur dann, wenn die Personalabteilungen auch schon mal was vom Internet gehört haben.
Ich habe bei vielen größeren Unternehmen immer den Eindruck, dass die sich für innovativ halten, wenn sie ein eigenes Jobportal haben oder Bewerbungen per E-Mail akzeptieren. Mit einem Lebenslauf als Website werden die meisten vermutlich schlicht überfordert sein.

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David Kathe

Gibt es so einen Dienst auch mal auf Deutsch? Ich kann zwar Englisch, nur sieht es immer doof aus, wenn dein "Lebenslauf" dann in Englisch erscheint und du dich auf ne deutsche Stelle bewirbst.

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Manuel

Kann mich weipah anschließen. Bewerbungen erfüllen leider nicht mehr Ihren Zweck ... und das liegt daran, wie sich der "Markt" verändert hat. Sehr oft hat man mittlerweile irgendwelche Personalvermittlungen da sitzen, die interessieren sich einen Dreck dafür wie der Lebenslauf gestaltet ist.

Ich habe mir ebenfalls viel Mühe mit meiner eigenen Bewerbungsseite gegeben, auch mit so einer Timeline wie sie in dem Artikel beschrieben wird. Die Personalvermittler hat es nur interessiert, wie sie von mir einen Lebenslauf im 0815 Format bekommen.
Das sind aber auch die Leute, die bei den Skills "JavaScript" lesen und dann einem ständig Stellenausschreibungen für Java-Entwickler schicken ...

Der Stellenmarkt ist aus meiner Sicht total kaputt ... wäre toll, wenn die Firmen wieder selbst nach Leuten mit passenden Skills suchen würden statt mit Personalfirmen die nach einem festen Schema schon vorab aussortieren.

Als ich letztens mit so einem Typ von so einer Personalfirma telefoniert hatte und ihm sagte, dass ich erst ab einem Zeitpunkt X für neue Stellen zur Verfügung stehe weil ich meine derzeit noch aktuelle Firma nicht total hängen lassen will, muss ich mir 5 Minuten einen Monolog antun indem er mir erzählte, dass es uns doch allen nur ums Geld geht und jede Firma doch nur ein Sprungbrett sei zur nächsten Gehaltsstufe.

Ich finde es so zum ko[....]en wie es momentan auf dem Jobmarkt läuft.

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weipah

Schade nur, dass die meisten Personaler/innen noch hinter dem Mond leben und sowas erst garnicht anschauen.

Erfahrungsgemäß wollen von zehn Betrieben die Bewerbung immer noch per Post. Bei dem Rest gilt E-Mail mit PDF im Anhang schon als "hohe Kunst".

Von den Online-Portalen der Betriebe garnicht erst zu sprechen. Da ist jedes anders aufgebaut und das Ausfüllen der Felder ist sehr aufwendig. Selbst wenn man alle Dokumente schon vorbereitet hat, dauert es immer ewig sich auf diesem Wege zu bewerben.

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Stefan

Strikingly bietet etwas ähnliches an. Mit noch mehr Funktionalitäten wie eigener Blog, Pinterest und Slideshare Integrationen. https://www.strikingly.com/online-resume/linkedin

Sieht meiner Meinung nach noch eleganter aus.

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