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Surface-Probleme: Das verrät ein internes Microsoft-Memo

(Bild: Microsoft)

Nachdem eine US-Verbraucherschutzorganisation die Kaufempfehlung für vier Surface-Modelle zurückgezogen hat, ist Microsoft um Schadensbegrenzung bemüht. Ein internes Memo verrät Details.

Surface: Microsoft dementiert Consumer-Reports-Zahlen

Ein Viertel der 128- und 256-Gigabyte-Versionen von Microsofts Surface-Laptops sowie der 128- und 512-Gigabyte-Modelle des Surface-Books sollen innerhalb der ersten zwei Jahre der Nutzung von einem Ausfall betroffen sein, hatte Consumer Reports kürzlich gewarnt. Die US-Verbraucherschutzorganisation zog eine zuvor gegebene Kaufempfehlung für die Surface-Geräte zurück und wollte auch die anderen Microsoft-Tablets und -Notebooks nicht mehr empfehlen. Microsoft hatte die Kritik zurückgewiesen. Jetzt liegen dank eines geleakten internen Memos konkrete Zahlen vor.

Surface Laptop: Microsoft dementiert schlechte Qualität. (Bild: t3n)

Das Schreiben ist dem Microsoft-Kenner Paul Thurrott in die Hände gefallen. den Microsoft-Tablets Surface Pro 4. Hier wurden Rücklaufquoten von teils über 16 Prozent (November 2015/Surface Book) beziehungsweise mehr als 15 Prozent (Oktober 2015/Surface Pro 4) verzeichnet. In den kommenden Monaten bis April 2017 – bis dahin liegen Zahlen vor – konnten die Rücklaufquoten aber auf unter sechs Prozent gedrückt werden.

Rücklaufquote für Surface-Geräte laut einem internen Microsoft-Memo. (Screenshot: Thurrot.com)

Entsprechend deutlich fiel auch das Dementi aus dem Hause Microsoft aus. Panos Panay, Chef der Gerätesparte des Konzerns, zitierte darin eine im ersten Halbjahr 2017 durchgeführte Umfrage, nach der 98 Prozent der Surface-Pro-4- und Surface-Book-Nutzer mit ihren Geräten zufrieden seien. Zudem liege Microsoft bei einer anderen Qualitätsindikator, der sogenannten IPU (Vorfälle pro Einheit), bei einem Wert von unter einem Prozent. Dennoch wolle man sich die Ergebnisse der Consumer-Reports-Umfrage zu Herzen nehmen und weiter an der Qualität der Geräte arbeiten.

Microsoft-Manager wollten Intel für Surface-Probleme verantwortlich machen

Interessant sind auch weitere Informationen, die Paul Thurrott von Microsoft-Insidern gehört haben will. So sollen Microsoft-Manager bei dem ersten Auftreten der Surface-Probleme im Jahr 2015 Intel und seinen Skylake-Chips die Schuld daran gegeben haben. Das hat offenbar auch dazu geführt, dass Microsoft bei Windows 10 auch ARM ins Spiel gebracht hat. Später stellte sich allerdings heraus, dass nicht Intel, sondern die hauseigenen Treiber und Einstellungen für die technischen Probleme verantwortlich waren.

Microsoft Surface Laptop ist offiziell: Das ist das erste Notebook für Windows 10 S
Das Microsoft Surface Laptop kommt unter anderem in Rot. (Bild: Evleaks)

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Inwieweit Consumer Reports den Microsoft-Beteuerungen hinsichtlich der gestiegenen Qualität bei einer künftigen Bewertung traut, bleibt abzuwarten. Zuletzt hatte auch das deutsche Pendant, die Stiftung Warentest, in einem Vergleich neuer Riesen-Tablets kaufwilligen Windows-Nutzern eher zu einem Samsung-Tablet statt zu einem Surface Pro geraten.

Interessant in diesem Zusammenhang: Surface Laptop im Teardown – „Eine russische Matrjoschkapuppe aus der Hölle”

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