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Surfen wie 1990: CERN bringt den ersten Browser der Welt zurück

WWW-Erfinder Tim Berners-Lee und Robert Cailliau neben dem ersten Web-Server der Welt. (Foto: dpa)

Das CERN hat den ersten Browser der Welt mit heutigen Webtechnologien nachgebaut. Mit ihm könnt ihr surfen wie vor fast 30 Jahren.

Im Dezember 1990 erschien mit Worldwideweb der erste Web-Browser der Welt. Nur ein Jahr zuvor hatten die CERN-Wissenschaftler Tim Berners-Lee und sein Kollege Robert Cailliau in einem Paper erstmals die Grundzüge des Webs skizziert. Jetzt hat das CERN den fast 30 Jahre alten Browser, der damals für das Unix-ähnliche Betriebssystem Nextstep geschrieben wurde, mit heutigen Webtechnologien nachgebaut und ins Internet gestellt.

Surfing like it's 1990: Das CERN bringt den ersten Webbrowser der Welt zurück. (Screenshot: worldwideweb.cern.ch / t3n)

Surfing like 1990: Das CERN bringt den ersten Webbrowser der Welt zurück. (Screenshot: worldwideweb.cern.ch / t3n)

Der Nachbau des Worldwideweb-Browsers, der später in Nexus umbenannt wurde, um Verwechslungen mit der zugrunde liegenden Technik zu vermeiden, erlaubt es, jede Website aufzurufen. Das ist allerdings etwas umständlicher als heute, da das Konzept der Adresszeile erst einige Jahre später erfunden wurde. Wollt ihr eine URL aufrufen, müsst ihr in Worldwideweb erst in der Seitenleiste Document und in dem folgenden Menü auf Open from Document Reference klicken. Erst danach öffnet sich ein Fenster, in dem ihr die Adresse der Website eingeben und bestätigen könnt.

Worldwideweb: Das Web durch die Linse des ersten Browser-Prototyps

Javascript gab es erst ab 1995 und CSS kam sogar erst ein Jahr später. Beides wird von Worldwideweb daher gänzlich ignoriert. Auch Bilder zeigt der erste Prototyp eines Webbrowsers nicht an. Genauso wenig wie Formulare, wodurch die Google-Suchseite einigermaßen witzlos wird. Doch dadurch, dass Worldwideweb so viele wichtige Aspekte des modernen Webs nicht versteht, erlaubt der Nachbau des Browsers einen faszinierenden Einblick in die Anfangszeiten des Webs und zeigt damit, wie weit wir in den letzten 30 Jahren gekommen sind.

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