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t3n-News am Sonntag: Farce um iSharegossip, NYP schließt iPad-Nutzer aus, Googles Photovine

iSharegossip ist offline. Das ist ein Gewinn für die Gesellschaft. Dieser könnte sich jedoch schnell ins Gegenteil verkehren, wenn sich herausstellt, dass die jüngste Farce um den Dienst eine reine PR-Aktion ist. Die New York Post sperrt Nutzer von iPads aus ihrem Webangebot aus. Nur noch über die entsprechende App kann ein Zugriff erfolgen. Das widerspricht dem Hypertext-Konzept des Web fundamental. Google bringt demnächst etwas an den Start, von dem bislang nur der Name klar ist. Photovine heißt das Projekt und wird sich wahrscheinlich eher mit Fotos als mit Weinstöcken (engl.: vine) befassen.

iSharegossip: Wer soll das noch ernst nehmen?

Was für ein Spiel spielen die Betreiber von iSharegossip, der miesesten Mobbingseite überhaupt? Bereits seit einigen Tagen ist die Site glücklicherweise offline, weil sie angeblich von Hackern geentert wurde, die die Betreiber zur Selbstanzeige bei den Polizeibehörden aufforderten. Schlossen die Betreiber zunächst aus, man könne sie tatsächlich identifiziert haben, räumen sie nunmehr angeblich ein, dies könne wohl doch passiert sein.

Nun platzierten sie auf der Website eine Abstimmung. Jetzt sollen die Nutzer entscheiden, ob man sich der Polizei stellt. Bereits mehr als 8.500 Nutzer haben sich am Voting beteiligt. Die Meinung geht recht klar in Richtung Selbstanzeige.

Allein, die Ernsthaftigkeit der ganzen Aktion ist mehr als zweifelhaft. Wohlmöglich, dass es sich hier um eine üble PR-Aktion mit dem Ziel, den Bekanntheitsgrad noch weiter zu erhöhen handelt. Dafür spricht nicht zuletzt die Gestaltung des Voting, siehe Screenshot:

Voting auf iSharegossip: Nach meinem Eindruck eher nicht ernst gemeint...

Die New York Post schließt iPad-Nutzer aus

Dave Winer regt sich fürchterlich auf. Zwar mag er die NYP ohnehin nicht, jedoch kommt es vor, dass er in sozialen Netzwerken auf Links stößt, die ihn zu einzelnen Beiträgen der New York Post führen. Da er häufig mit seinem iPad surft, störte ihn dabei schon immer der zwischengeschaltete Hinweis, er könne anstatt den Artikel zu lesen, wegen dessen er gekommen sei, auch die iPad-App der NYP installieren.

Nun macht die NYP die iPad App für iPad-Nutzer aufgrund ihrer neuen Monetarisierungsstrategie zur einzigen Zugangsmöglichkeit. Damit werden Weblinks zu deren Beiträgen für iPad-User komplett nutzlos. Dave Winer spricht vom Zerbrechen des Web. Recht hat er, allerdings nur soweit es iPad-Nutzer betrifft.

Alle anderen Clients können nach wie vor bequem auf den Webcontent der New York Post zugreifen. Darunter vor allem: Android-Tablets...

Google meldet Warenzeichen „Photovine“ an und registriert zugehörige Domain

Ungewöhnlich, was Google da getan hat. Obschon sie mit Picasa und Panoramio bereits über zwei Fotodienste verfügen, meldeten die Googles dieser Tage ein Warenzeichen samt Domain namens „Photovine“ an.

Photovine heißt übersetzt soviel wie Fotorebe, lässt also im Wesentlichen keine Rückschlüsse auf den mutmaßlichen Zweck des Projektes zu. Denkbar wären etwa thematische Photostreams, also eine Art soziales Netzwerk für Bildinhalte. Das ist aber reine Spekulation meinerseits...

Einen schönen Sonntag wünschen wir euch!

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4 Reaktionen
Dennis Rönnau

@Torsten: Die Seite hat damit geworben, über jeden zu klatschen und zu tratschen. Und mal ganz im ernst. Tratschen und klatschen macht erst Sinn, wenn dies auf eine negative Art und Weise passiert. Denn der positive Tratsch interessiert keinen. Es ist förmlich eine Einladung zum Mobbing gewesen. Die Anonymität des Netzes tut damit sein übriges. ich war nie auf der Seite, als sie noch ging. Daher weiß ich auch nicht, wie viel man von der tratschenden Person in Erfahrung bringen konnte. Aber Fakt ist, das ihr Projektkonzept bewusst auch den negativen Klatsch auf sich ziehen würde.

Das traurige am Web ist, das der Inhalt einer Community immer davon abhängig ist, wie das Projekt angeteasert wird. Denn am Ende sind es ehh nur ganz normale Eingabezeilen und Textareas, dessen Inhalte einfach nur in einer Datenbank landen und dann mit einer Überschrift versehen werden. Selbst wenn es moderiert ist, gibt es dann noch die eigene Auslegung der Moderatoren, was sie zulassen und was nicht. Bestes Beispiel sind Foren. Man hostet ein Forum und sagt, das dies zum Beispiel für Autos ist. Man macht so tolle Unterforen wie Tuning, Ersatzteile etc etc. Das sind aber im Grunde alles nur Beschriftungen. Man kann alles reinschreiben was man will. Die einzigen, dies es kontrollieren sind Moderatoren. Und die gibt es kaum in Social Networks. Und ISG scheint so etwas zu sein.

Dieter Petereit

@Torsten: Ja, klar. Heroin zwingt auch niemanden zum Konsum. Und Waffen zwingen auch niemanden dazu, einen anderen zu erschießen. Mit dieser hanebüchenen Argumentation brauchst du gar nichts mehr einem Verbot anheim zu stellen.

Torsten

Ihr habt Sinn und Zweck von isg genau wie viele anderen nicht verstanden. Die betreiber stellten eine plattform zur verfügung, was die nutzer daraus machen bleibt ihnen überlassen.

Sorry, in diesem Fall Sat1 Akte Journalismus. Interview auf gulli.com lesen und verstehen. Niemand zwingt die User zum Mobbing.

Und die Seite hat bei der Prügelei NICHT zugeschlagen! Und sie war auch nicht Auslöser, ohne die Seite hätte es das auch gegeben. Oder gibt es Mobbing erst seit isg?

Dieter Petereit

@Oliver: Danke für den Hinweis. Ist korrigiert.

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