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In eigener Sache

Warum schreibt t3n Javascript und Github „falsch“?

Ein Teil des t3n-Teams. (Foto: t3n)

Immer wieder erreichen uns bei t3n erboste Nachrichten von Lesern: Warum schreiben wir ausgerechnet viele technische Fachbegriffe wie Javascript, Github oder Gitlab „falsch“ und andere wie WordPress und iPhone richtig, obwohl wir es doch eigentlich besser wissen müssten? Der Versuch einer Antwort.

Manch einem mag es nicht bewusst sein – aber die Art und Weise, wie bestimmte Begriffe geschrieben werden, ist für einige ein ganz schönes emotionales Thema. Na klar, wir bewegen uns in Kreisen von Nerds und Geeks – und da wird nun mal auf Korrektheit geachtet. Immer wieder erreichen uns daher Nachrichten von verwundert über wütend bis verständnislos, warum wir ein Unternehmen, ein Produkt, ein Framework oder eine Software denn „falsch“ schreiben würden.

Javascript beispielsweise, so wird in den Nachrichten immer wieder behauptet, würde doch „JavaScript“ geschrieben, Github „GitHub“ und das Oneplus 5T schriebe man doch eigentlich „OnePlus 5“. Warum, so fragen uns empörte Leserinnen und Leser, geht das eigentlich nicht in unsere Köpfe rein, obwohl wir doch iPhone, iCloud und WordPress korrekt schreiben?

Konsequente Inkonsequenz bei der Groß-/Kleinschreibung

Die Antwort: Wir praktizieren eine konsequente Inkonsequenz, mit der jede Redaktion in der einen oder anderen Form leben muss. Wie jede andere Redaktion haben wir Grundregeln, von denen wir in wenigen definierten Ausnahmefällen abweichen. Unsere Grundregel lautet: Wir schreiben Substantive – und dazu gehören auch Markennamen – am Anfang groß und dann klein weiter und verweigern uns damit Marketing-Schreibweisen. Schließlich betreiben wir Journalismus und nicht Marketing oder PR.

Solche Marketing-Schreibweisen haben zum Ziel, dass Marken, Unternehmen und Produkte durch eine ungewöhnliche Schreibweise aus dem Text herausragen und dadurch im Kopf hängen bleiben. Das aber stört potenziell den Lesefluss.

Ausnahme: Eine von dieser Regel abweichende Schreibweise hat sich so sehr etabliert, dass im Gegenteil die reguläre Schreibweise des Begriffs aus dem Lesefluss reißen würde. So ist beispielsweise ein „Iphone, das sich mit der Icloud verbindet“ sowohl euch als Lesern als auch uns als Redaktion einfach nicht zumutbar, glauben wir. Apple hat hier einen guten Job gemacht und eine so starke Marke etabliert, dass uns die Schreibweise des Apple-Smartphones als reguläres Substantiv in den Augen brennt, weil wir uns so sehr an die Schreibweise „iPhone“ gewöhnt haben.

Nun gibt es verschiedenste Blasen, in denen Schreibweisen von Begriffen unterschiedlich stark etabliert sind. Und manch einem Javascript-Entwickler mag diese Schreibweise ohne das große „S“ ähnlich stark in den Augen brennen wie uns allen das „Iphone“. Aber wir haben dasselbe Problem wie alle Redaktionen: Wer nicht jede noch so absurde Marketing-Schreibweise mitmachen will – als Beispiel sei nur „E.ON“ genannt –, der muss irgendwo die Grenze ziehen.

Unsere Ausnahmen bei t3n

Neben den Apple-Produkten haben wir uns als t3n-Redaktion auf WordPress und TYPO3 als Ausnahmen geeinigt, bei denen wir die Marketing-Schreibweisen mitmachen. Als ehemaliges „TYPO3 News“ – ja, daher der Name t3n – verbindet uns eine spezielle Geschichte mit den beiden Open-Source-CMS und wir haben hier besondere Befindlichkeiten sowohl innerhalb der Redaktion als auch unter den Lesern zu berücksichtigen. Und uns selbst sowie Produkte von uns schreiben wir ebenfalls abweichend von der Regel klein – ja, wir wollen schließlich auch wie alle anderen im Kopf hängenbleiben.

Eine weitere Ausnahme sind Sponsored Posts, also Werbeanzeigen, bei denen wir den Kunden zwar empfehlen, sich an unsere Redaktionsrichtlinien zu halten, diese aber niemals strikt durchsetzen. Wenn aber ein Kunde in einer Anzeige unbedingt „SUPER-MEGACOMPANY“ heißen will – dann ist das so. Die Anzeigen gehören nicht zum redaktionellen Angebot von t3n – sie sind Werbung.

Eine Regel, die aber um immer mehr Ausnahmen ergänzt wird, führt sich selbst ad absurdum, weshalb wir auch weiterhin Javascript, Github, Gitlab und Oneplus schreiben werden. Und auch wenn du dein Startup „SUPER-MEGACOMPANY“ oder „nicecomp“ nennst, werden wir sie „Super-Megacompany“ oder „Nicecomp“ nennen.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

15 Reaktionen
WattSchonZu

Hoffentlich berichtet ihr nie über Bmw oder merzedesbenz .... ggf. melden deren Rechtsabteilung dann....

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Felix Esser

Ich würde euch da aus einem ganz einfachen Grund leidenschaftlich widersprechen: Markennamen sind keine Appellativa und fügen sich nicht den herkömmlichen Rechtschreibregeln. Da hat der oder die Erfinder/in des Begriffs die Freiheit, die Schreibweise festzulegen. Und dann ist eben NUR diese Schreibweise korrekt. Der Duden ist eben nicht der Weisheit letzter Schluss.

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Sermon

Eine der dämlichsten Erklärungen, die ich je gelesen habe. Ich glaube, Ihr seid einfach zu faul, nachzuschlagen, was die richtige Schreibweise wäre und das in Euren TextExpander einzugeben.

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264b0941af5317ab

Ich kann gerade nicht glauben wie viele sich hier durch die "falsche" Groß- und Kleinschreibung gestört fühlen.
Das ist doch wirklich kein großes Thema und sollte beim lesen nicht stören, auch wenn man der Meinung ist die Wörter gehören anders geschrieben.

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semanTICs

Anstatt Fehler einzugestehen, rechtfertigen.
So schreiben digital Pioneers, bis es keiner mehr liest.
Dumm, dümmer, am t3nsten.

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jemand

Ach doch... lesen tun es schon viele. Aber genau des Aufschreis wegen ist es doch schon für ein Magazin schon wert.

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Sebastian Mattern

Nun ja...man könnt dieser unqualifizierten Antwort noch hinzufügen, dass der Beitrag nicht nur gelesen, sondern auch kommentiert wurde. Was eine Interaktion ist und dem Verlag somit geholfen hat. Die alte Weisheit bewährt sich also: "Wer ist der größere Tor - der Tor oder der Tor der ihm folgt?"

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Benutzer

Schwierig, aber bisschen Schwanger gibt es bekanntlich auch nicht. Und manche zu bevorzugen und andere wieder nicht, ischt doh kain feler oda?

ps: auf dem handy schreib ich auch permanent alles klein, weil es ja so schön einfach ist. und werd dann doch immer von rechtschreibdiven gesteinigt, weil die dann den blick für die wesentliche aussage verlieren. da bin ich euch evtl. sogar voraus, da ich zumindest konsequent alles klein schreibe ;-)

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Tim vom Berg

Hallo liebes t3n Team,
Ich bin stolzer Aboinhaber und ein großer Fan eurer Inhalte. Ihr macht grundsätzlich eine sehr gute Arbeit.
Leider muss ich mich meinen Vorkommentatoren anschließen. Ich finde diese von euch auch noch offen dargelegte Doppelmoral auch nicht gut und äußerst inkonsequent.
GitHub und JavaScript haben ebenso viel Respekt gegenüber der eigenen Namensgebung verdient wie ein iPhone und WordPress. Und was das Beispiel E.ON betrifft, es kommt doch wohl viel mehr darauf an, was man über wen schreibt und nicht darauf wie und ob man irgendwelche Punkte und Großbuchstaben übernimmt.

Vielleicht solltet ihr das noch einmal überdenken.

Grüße

Tim

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Marcel

Ich dachte immer, es spräche sich ten aus.
Leetspeak.

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Florian

Statt sich einfach darauf zu einigen, Markennamen konsequent wie im Sinne des Erfinders zu schreiben. Wenn man keine PR für Marken machen möchte, sollte man einfach nicht darüber schreiben. Geht als Magazin natürlich nicht, deswegen…Mist…

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OMG

"Und auch wenn du dein Startup „SUPER-MEGACOMPANY“ oder „nicecomp“ nennst, werden wir sie „Super-Megacompany“ oder „Nicecomp“ nennen."

Richtig harte M0therf4kka seid ihr!!!!1elf

Respekt

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Timm

Leute wie du werden in dieser digitalen Welt nicht mehr lange digital existieren! Dafür werden seit einiger Zeit Gesetzesentwürfe vorbereitet ein in nationalen und dem europäischen Parlament vorgelegt.
Und das ist ausnahmsweise auch mal genau richtig so!

Mich wundert, dass sich t3n hier permanent von anonymen 3. Klässlern beleidigen lässt und nicht konsequent löscht

Antworten
Horst Seehofer

Für mich ein weiterer Beweis der Apple-Geilheit der T3n Redaktion.

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andreas-baumkoetter

Hallo liebes t3n,

danke für diese Erklärungen!
Dann wissen wir ja jetzt endlich, dass das kleine t in t3n aus dem groß zu schreibenden TYPO3 stammt.
Inkonsequenz hat einen Namen! ;)

Andreas (mit großem A)

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