Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Entwicklung & Design

Der t3n-Tech-Aktiencheck: Monotype – Frischer Schwung für die Aktie des Schrift-Pioniers?

Tech-Aktien im t3n-Check. (Bild: © artfocus – Fotolia.com)

Etliche Tech-Unternehmen sind börsennotiert, und Aktien wie die von Apple, Google oder Microsoft begehrte Spekulationsobjekte. Doch wie stehen diese Aktien wirklich da? Diese Fragen will der t3n-Tech-Aktiencheck klären. Heute beleuchtet Aktienexperte Lothar Lochmaier für uns die Aktie von Monotype.

t3n macht den Tech-Aktiencheck: Monotype aus Woburn, Massachusetts

Monotype steht für Schriften, wie kaum ein anderes Unternehmen. (Screenshot: monotype.com)
Monotype steht für Schriften, wie kaum ein anderes Unternehmen. (Screenshot: monotype.com)

Monotype Imaging Holdings (US Kürzel: TYPE) kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Ein Vorläufer des geschichtsträchtigen Unternehmens wurde bereits 1887 von Tolbert Lanston in Philadelphia, Pennsylvania, gegründet. Der US-amerikanische Ingenieur hatte die Idee, eine Druckmaschine zu entwickeln, bei der die Arbeitsgänge „Setzen“ und „Gießen“ getrennt sind. Er erfand die Setzmaschine „Monotype“, die, im Unterschied zur Linotype-Setzmaschine, nicht ganze Zeilen, sondern einzelne Buchstaben gießt. Mit dieser revolutionären Erfindung legte Lanston den Grundstein für den Druck mit mechanischem Bleisatz.

Inzwischen hat das Unternehmen natürlich mehrere Entwicklungsphasen durchlaufen. 2004 wurde es als Monotype Imaging Holdings mit Sitz in Woburn, Massachusetts, neu gegründet. Der Unternehmenszweck wurde wieder auf die eigentliche Kompetenz von Monotype zurückgeführt – das Schrift-Design. Der inzwischen weltweit aktive Schriftengestalter bietet tausende von Schriften zur Auswahl, darunter die bekannten und häufig eingesetzten Schriftarten Helvetica, ITC Franklin Gothic, Times New Roman und Arial.

Darüber hinaus ist die Setzmaschine bis heute sogar Namensgeber für bestimmte Schriftarten: Wenn wir die nichtproportionalen Schriftarten gelegentlich als Monotype-Schriftarten bezeichnen, geht diese Bezeichnung auf die von Lanston 1897 entwickelte Setzmaschine „Monotype“ zurück. Werfen wir nun einen Blick auf die Kursentwicklung von Monotype Imaging Holdings.

Monotype im Aktiencheck: Der Aktie scheint es an Schwung zu fehlen

Der t3n-Tech-Aktiencheck nimmt Monotype unter die Lupe. Hier der Tageschart vom 12. März 2014. (Grafik: Lothar Lochmaier)
Der t3n-Tech-Aktiencheck nimmt Monotype unter die Lupe. Hier der Tageschart vom 12. März 2014. (Grafik: Lothar Lochmaier)

Schauen wir uns den Tageschart von Monotype Imaging Holdings genau an, dann sehen wir, dass die Aktie im April und Mai vergangenen Jahres hauptsächlich seitwärts tendierte und um 22,50 US-Dollar schwankte. Ende Mai setzte sie dann zum Sprung an und stieg bis Mitte Juli relativ steil nach oben. Am 16. Juli 2013 kletterte die Aktie von Monotype Imaging Holdings im Tagesverlauf auf ein Hoch von 28,21 US-Dollar und legte damit in wenigen Wochen um rund 25 Prozent zu.

Die Präsentation der Quartalszahlen wenige Tage später sollte dann ein einschneidendes Ereignis markieren. Die Investoren von Monotype Imaging Holdings gingen auf „Nummer sicher“: Sie verkauften die Aktie und die Kurse fielen bis auf ein Tief von 23,53 US-Dollar am 20 August 2013.

Auf diesem Niveau gelang es der Aktie allerdings wieder zu drehen. Noch bevor sie das Mai-Tief erreichte, begannen die Kurse wieder zu steigen – für den erfahrenen Anleger ein fast „sicheres“ Zeichen für weiter steigende Kurse. Und diese Anfangsvermutung sollte sich dann auch bestätigen: Die Aktie stieg um rund 38 Prozent und war im Dezember 2013 über neun US-Dollar teurer als noch im August.

In den darauf folgenden Wochen wurde dieses Hoch allerdings wieder abverkauft. Bis Anfang Februar verbilligte sich die Aktie auf 28 US-Dollar und fiel damit genau auf das Kursniveau zurück, das zu diesem Zeitpunkt die untere Begrenzung des seit Mai 2013 etablierten Aufwärtstrends markierte.

Zurzeit scheint es der Aktie an Schwung zu fehlen. Nach dem im Februar markierten Tief setzte sie zwar zur Gegenbewegung an, konnte den Kursdurchschnitt der letzten 50 Handelstage (rote Linie) im ersten Anlauf aber nicht überwinden. Der zweite Versuch sollte dagegen Erfolg versprechender sein. Es gelang ihr, den Kursdurchschnitt der letzten 50 Handelstage zurückzuerobern und damit sogar die seit Februar etablierte Abwärtstrendlinie zu überspringen.

Wie nachhaltig dieser Ausbruch allerdings ist, wird sich erst in den nächsten Handelstagen zeigen. Aus charttechnischer Sicht wird es vor allem dann kritisch, wenn die Kurse unter die Begrenzung des seit Mai 2013 etablierten Aufwärtstrends fallen. In diesem Fall müsste mit weiteren Kursrückgängen gerechnet werden.

Nächste Woche im t3n-Tech-Aktiencheck: Citrix Systems

Hinweis: Diese Informationen sind ausschließlich zur Information und zum persönlichen Gebrauch bestimmt. Sie stellen keine Anlageberatung dar und sind weder als Angebot noch als Empfehlung bestimmter Anlageprodukte zu verstehen. Insbesondere sind sie kein Angebot zum Kauf oder Verkauf irgendeines Wertpapiers und keine Beratungsleistung. Die auf t3n.de präsentierten Aktienanalysen sollen stattdessen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben. t3n.de übernimmt darüber hinaus keine Gewähr für die Inhalte der Kommentare – der Verfasser eines Kommentars ist für den Inhalt alleine verantwortlich. Wir weisen darüber hinaus darauf hin, dass die Verbreitung falscher Tatsachen mit dem Ziel, Börsenpreise zu manipulieren, strafrechtlich geahndet wird. Wir überprüfen Kommentare nicht auf ihre Richtigkeit oder ihren Wahrheitsgehalt.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Finde einen Job, den du liebst