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Amazon investiert in den Münchner Heizungs-Vernetzer Tado

(Bild: Tado)

Im Wettbewerb mit dem Internetriesen Google hat sich das Münchner Startup Tado mit seiner vernetzten Heizungssteuerung bislang gut behaupten können. Nun bekommen die Bayern eine neue große Finanzspritze, darunter auch von einem großem Google-Konkurrenten.

Die Münchner Firma Tado, die Heizungs- und Klimaanlagen per Smartphone steuerbar macht, hat in einer neuen Finanzierungsrunde 50 Millionen Dollar (43 Millionen Euro) erhalten. Zu den internationalen Investoren gehört auch der US-Konzern Amazon, der sich mit seinem Alexa-Dienst im Mittelpunkt des vernetzten Haushalts positionieren will. Das Geld stammt auch vom Energiekonzern Eon sowie den Risikokapitalgebern Total Energy Ventures, Energy Innovation Capital, Inven Capital und der Europäischen Investment-Bank.

Mit der neuen Finanzierungsrunde hat Tado inzwischen insgesamt knapp 90 Millionen Euro eingesammelt. Mit dem Geld will Tado „seine Marktposition stärken sowie weiterhin in die Entwicklung hochwertiger Produkte und neuer Service-Angebote investieren“.

Heizung wird automatisch geregelt

Die vernetzten Thermostate von Tado verbinden Heizungen und Klimaanlagen mit dem Internet. Die App auf dem Smartphone erkennt, sobald die Bewohner das Zuhause verlassen oder sich diesem wieder nähern und regelt die Heizung oder die Klimaanlage entsprechend. Somit soll Energieverschwendung in der Abwesenheit vermieden werden. Das System kann auch erkennen, wann ein Fenster offen ist und stellt die Temperatur entsprechend ein. Für die Temperaturregelung in der Wohnung berücksichtigt Tado auch Wettervorhersagen und wendet selbstlernende Algorithmen an. Ziel sei es, bis zu 31 Prozent Heizkosten einzusparen und gleichzeitig den Komfort und das Wohlbefinden zu verbessern.

Tado tritt mit seinem Angebot unter anderem gegen die Klima- und Heizungsregler der Firma Nest an, die zur Hardware-Abteilung von Google gehört. Wettbewerber sind aber auch verschiedene mittelständische Anbieter. Etwa 30 Prozent der weltweit genutzten Energie werde für das Heizen und Kühlen von Gebäuden verwendet, betont Tado. Dem Markt für smarte Thermostate werde bis Ende 2022 eine jährliche Wachstumsrate von 54 Prozent prognostiziert, das entspreche einem Gesamtvolumen von 6,8 Milliarden Dollar (5,9 Milliarden Euro). dpa

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