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Targeting-Werbung: Ströer und Otto Group verstärken ihre Zusammenarbeit

Alte Bekannte: Otto und Ströer haben bereits in anderem Kontext zusammengearbeitetet. (Bild: Otto Group)

Ströer und die Otto Group bauen ihre Zusammenarbeit in der Targeting-Werbung weiter aus. Das Joint Venture könnte einiges beim Datenschutz vereinfachen und ein bescheidenes Gegengewicht zu Google und Co. werden.

Der Online-Vermarkter Ströer und die Otto Group gründen ein Vermarktungs-Joint-Venture für Targeting-Werbung. Das neue Unternehmen heißt OS Data Solutions und wird, wenn das Kartellamt der Kooperation zustimmt, bereits als so etwas wie eine kleine Anti-GAFA-Allianz gehandelt. Beide Unternehmen halten jeweils die Hälfte der Anteile.

Ganz neu ist eine Zusammenarbeit zwischen dem großen Vermarkter Ströer, der sich in den letzten Jahren zu einem echten Schwergewicht in der deutschen Online-Werbung entwickelt hat, nicht. Bereits 2017 hatten die Otto Group und Ströer eine engere Zusammenarbeit im Werbegeschäft angekündigt – jetzt folgt der nächste Schritt. Die gemeinsame Gesellschaft vereinfacht die Speicherung, Auswertung und Nutzung von Daten der Kunden. Man wolle, so erklärt Torsten Ahlers, Geschäftsführer der Otto Group Media, auf diese Weise eine der größten Reichweiten für Targeting-Werbung anbieten und dabei den Kunden und Partnern ein Maximum an Datenschutz bieten.

Otto Group und Ströer ergänzen sich gut

Während die Otto Group mit rund 60 Online-Shops und, nach eigenen Angaben, 25 Millionen aktiven Kunden umfangreiche Daten bezüglich des Konsumverhaltens einbringen kann, ist Ströer inzwischen einer der größten Werbevermarkter Deutschlands und betreibt zusätzlich einige Onlinemedien – beispielsweise hat man die Redaktion der Marke T-Online übernommen. Die Ströer Digital Group erreicht inzwischen 90 Prozent der deutschen Internetnutzer. Otto seinerseits ist bereits im Herbst vergangenen Jahres der deutschen Login-Allianz Net-ID beigetreten. Da das Unternehmen über Millionen von Kundenprofilen verfügt, ist das auch eine gute Ausgangslage für die Zeit, wenn es zur EU-weiten E-Privacy-Novellierung kommen sollte. Dann nämlich dürften Cookie-Lösungen deutlich weniger attraktiv werden als bisher.

t3n meint: Dass Daten das neue Öl sind, ist so abgedroschen wie richtig. Dadurch dass die beiden Unternehmen ihren Datenschatz zusammenführen, entsteht in der Tat ein Mehrwert, der zwar nicht die (Online-) Welt verändern wird, wohl aber ein interessantes Gegengewicht für Werbetreibende in der DACH-Region darstellt. Durch ihre unterschiedliche Ausrichtung ergänzen sich die beiden Partner gut, ohne zur gegenseitigen Konkurrenz zu werden. Tobias Weidemann

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