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Teamviewer: Schwäbisches Software-Einhorn strebt an die Börse

Das Teamviewer-Hauptquartier im schwäbischen Göppingen. (Foto: dpa)

Das Softwareunternehmen Teamviewer will noch in diesem Jahr an die Frankfurter Börse gehen. Es wäre der vorläufige Höhepunkt in der Geschichte des Einhorns aus der schwäbischen Provinz.

Die Lust vieler Techunternehmen auf einen Börsengang ist weiter ungebrochen. Wie das schwäbische Softwareunternehmen Teamviewer am Mittwoch mitteilte, will es noch in diesem Jahr an die Frankfurter Börse gehen. Dabei sollen voraussichtlich nur Aktien des aktuellen Eigentümers Permira platziert werden, wie das Unternehmen in Göppingen mitteilte. Der britische Finanzinvestor will damit fünf Jahre nach seinem Einstieg Kasse machen.

Teamviewer wurde 2005 gegründet und ist für seine Fernwartungssoftware bekannt. Einmal auf den Rechnern zweier Nutzer installiert, lassen sich die Betriebssysteme des Partners per Videokonferenz steuern. Viele IT-Probleme können so gelöst werden, ohne das Haus verlassen oder Erklärungsarbeit am Telefon leisten zu müssen. Nach Angaben von Teamviewer wurde die Software bereits auf mehr als 1,5 Milliarden Geräten installiert.

Börsengang soll Investor 2 Milliarden bringen

Trotzdem kannte das Unternehmen hinter der Software kaum jemand. Das änderte sich 2014: Damals kaufte Permira das Unternehmen für umgerechnet 870 Millionen Euro. Der nun angestrebte Börsengang dürfte sich für den Finanzinvestor lohnen. Teamviewer machte zwar am Mittwoch keine Angaben über das angepeilte Volumen. Experten gehen aber davon aus, dass das schnell wachsende und hoch profitable Unternehmen bei einem Börsengang insgesamt mit vier bis fünf Milliarden Euro bewertet wird.

Zudem wurde zuletzt darüber spekuliert, dass Permira 30 bis 40 Prozent der Anteile loswerden wolle. Damit könnte das Volumen des Börsengangs bis zu zwei Milliarden Euro betragen. Teamviewer würde sich damit auch in die lange Liste der Tech-Börsengänge in 2019 einreihen. Im ersten Halbjahr wagten bereits Unternehmen wie Slack, Uber und Lyft den Schritt.

Mit Material von dpa

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