Kommentar

Tech & Society: Mark Zuckerberg startet eigenen Podcast

(Foto: dpa)

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat einen eigenen Podcast veröffentlicht, der auf den klangvollen Namen „Tech & Society with Mark Zuckerberg“ hört.

Der Podcast-Zug rollt mittlerweile mit Geschwindigkeiten, von denen das WLAN der Deutschen Bahn nur träumen kann, durch unsere Gesellschaft. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis Facebook-Gründer Mark Zuckerberg aufspringt. Bei Twitter veröffentlichte Facebook nun einen Spotify-Link zu den ersten zwei Folgen von „Tech & Society with Mark Zuckerberg“, in denen Zuckerberg – Achtung, Spoiler – mit Experten über Technik und Gesellschaft spricht.

Wie The Next Web berichtet, bieten die ersten beiden Folgen gerade für treue Follower Zuckerbergs allerdings keine neuen Erkenntnisse und spannende Insights. Wer die letzten Monate Facebooks und Zuckerbergs Beiträge in den sozialen Netzwerken verfolgt hat, kann sich den Podcast vermutlich schenken. Im Wesentlichen handle es sich um eine Audioversion der Videos von Gesprächen, die Zuck in letzter Zeit mit Experten über die Auswirkungen von Technologien auf die Welt geführt hat.

Dem Ganzen eine Chance gegeben

Für alle anderen könnte der Podcast aber durchaus interessant sein, dachte ich. So also auch für mich. Zu dem gezuckerten Berg Froot Loops, den ich zum Frühstück esse, höre ich also Mark Zuckerbergs neuen Podcast. In der ersten Folge begrüßt Zuckerberg Harvard-Rechts-Professor Jonathan Zittrain als Gast und spricht mit ihm unter anderem über Fake News und Ethikfragen, aber auch über Augmented Reality. In der zweiten Folge unterhält er sich mit Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer, über den Einfluss sozialer Medien auf den Journalismus und allgemein über Technologie.

Der Plan sieht vor, eine Reihe von öffentlichen Diskussionen über die Zukunft der Technologie in der Gesellschaft zu veranstalten, in denen auf die Chancen, die Herausforderungen, die Hoffnungen, aber auch die Ängste eingegangen werden soll. Ob ich noch einmal einschalten werde, weiß ich nicht. Zuckerberg lässt kritische Fragen zwar zu, ist aber dennoch stets bemüht, Facebook in ein gutes Licht zu rücken. Mitgerissen hat mich das Ganze eher nicht, es erinnert an die Rettungs-Referate-Reihe der Fünferkandidaten im Physikunterricht kurz vor Ende des Schuljahres in der neunten Klasse. Viele interessante Fakten, die einen aufhorchen lassen aber irgendwie zäh.

Das Fazit könnte demnach lauten: Kann man sich anhören, muss man aber nicht, ist aber auch Geschmackssache – wie die Froot Loops. Zuckerberg selbst sieht den Podcast als „persönliche Herausforderung“, lassen wir ihm also den Spaß. Oder man drückt es wie CNET ein bisschen drastischer aus: „Mark Zuckerberg hat einen Podcast, um den niemand gebeten hat – Mark Zuckerberg has a podcast no one asked for.“

Wer sich selbst ein Bild hören will, hier entlang.

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