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Telegram-ICO: Krypto-Insider fliehen, Großinvestoren beißen an

Telegram vor Mega-ICO. (Foto: Shutterstock)

Ungeachtet aller Warnungen springen jetzt bekannte Investoren auf den Telegram-ICO-Zug auf. Krypto-Insider kehren dem gehypten Mega-Token-Verkauf dagegen den Rücken.

Der geplante Telegram-ICO könnte der größte seiner Art werden. Die Betreiber der gleichnamigen Messenger-App erwarten Einnahmen von bis zu zwei Milliarden Dollar aus dem Token-Verkauf. Obwohl ICOs, das Finanzierungsmodell der Blockchain-Branche, in den vergangenen Monaten von Regulierungsbehörden kritisiert wurden und sich Betrugsversuchen ausgesetzt sahen, sollen bekannte Großinvestoren Interesse an dem Hype-ICO signalisiert haben.

So viel Geld haben die ICOs im Jahr 2017 eingespielt. Der Telegram-ICO könnte alles toppen. (Screenshot: coinist.io/t3n.de)

Die Venture-Capital-Geber Sequoia Capital, Benchmark Capital sowie Kleiner Perkins Caufield & Byers wollen bei dem Verkauf von Tokens für das sogenannte TON-Netzwerk von Telegram mitmischen, wie Bloomberg unter Berufung auf Insider und die Financial Times berichtet. Ein Zeichen für die zunehmende Überhitzung des Marktes, meint Krypto-Experte Charles Noyes von der auf Kryptowährungen wie Bitcoin spezialisierten Investmentfirma Pantera Capital. Die riesigen Erwartungen, die sich in dem Hype um den Telegram-ICO widerspiegelten, ließen sich kaum mit dem in dem White Paper dargelegten Projektvorhaben erklären, warnt Noyes gegenüber Bloomberg.

Interesse von Großinvestoren an Telegram-ICO: Zeichen für Ankunft im Mainstream oder Blase?

Das riesige Interesse an dem ICO der verschlüsselten Messaging-App lässt zumindest zwei Sichtweisen zu: Auf der einen Seite könnte der mögliche Einstieg bekannter Investoren andeuten, dass ICOs im Mainstream ankommen und lukrativ werden. Andererseits ließe sich das mangelnde Interesse großer Krypto-Fonds an dem Telegram-ICO – auch Blockchain Capital, 1confirmation oder Solidus Capital haben erklärt, nicht einsteigen zu wollen – als Zeichen für eine wachsende Blase deuten. Die großen Investoren wollten unbedingt die verpasste Investment-Chance des vergangenen Jahres nachholen, erklärt Bart Stephens, Managing Partner bei Blockchain Capital.

2017 sollen ICOs Bloomberg zufolge 3,7 Milliarden Dollar in die Kassen ihrer Initiatoren gespült haben. Derweil ist aber noch kein nachlassendes Interesse an dem Thema zu erkennen. Im Januar kratzte der ICO-Markt laut Coinist an der 500-Millionen-Dollar-Marke. Und Telegram bietet den potenziellen Investoren zumindest die Sicherheit eines funktionierenden Geschäftsmodells mit einer Nutzerbasis von rund 100 Millionen.

Interessant in diesem Zusammenhang: Investoren abkassiert – Scammer missbrauchen Hype um Telegram-ICO

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2 Kommentare
Zumara
Zumara

Hochinteressante Entwicklung zur Zeit!
LG
http://bit.ly/2sbqGFj

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ZentralWeb
ZentralWeb

Dabei genügt es ein Blick in die offiziellen Komunikationsquellen des Messengers Telegram (telegram.org, t.me/telegram), um zu verstehen, dass es KEIN ICO gibt. Eine bessere Recherche würde mehr Seriosität zeigen, als wenn man einfach dem Hype hinterher läuft und unbestätigte Quellen zitiert, sei es FT oder Bloomberg oder Techcrunch. Kein einziger Link auf offizielle Mitteilung des Telegrams, oder noch besser ein Verweis auf Whitepaper, was bei GoogleDdocs liegt. Wo bleibt der Journalismus?

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