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Glosse

Telekom vermarktet eigenen Raumduft: Wie riecht eigentlich ein rosa Riese?

Telekom Love Magenta: Der Duft, der Kunden provoziert. (Foto: Telekom)

Die Telekom hat sich einen eigenen Duft kreieren lassen, den sich echte Telekom-Fans jetzt auch nach Hause bestellen können. Doch wie muss man sich das vorstellen und will man das wirklich?

Für den Geruch der Telekom ist niemand Geringeres verantwortlich als der Berliner Parfumeur Geza Schön. Dessen Parfums benutzen auch Madonna und Lionel Messi. Der Raumduft hört auf den Namen Love Magenta und kommt auf Messeständen der Telekom bereits seit Längerem zum Einsatz (beispielsweise anlässlich der Internationalen Funkausstellung 2015). Auch in Telekom-Stores in Österreich und Mazedonien wird der Duft versprüht, während es den deutschen Filialen selbst überlassen wird, ob sie auf die olfaktorische Note des Unternehmens setzen wollen.

Jetzt gibt’s den Duft auch im Diffusor für Telekom-Fans und -Enthusiasten zu kaufen. „Unser Raumduft schafft eine angenehme Atmosphäre und ist die perfekte Ergänzung für Deine Wohlfühloase. Tauche ein in die faszinierende Welt des Duftes und hol Dir das Magenta-Lebensgefühl nach Hause“, heißt es da in schönster Marketing-Prosa auf der Telekom-Website.

Der Duft der Telekom: Bergamotte und rosa Pfeffer

Der Duft kommt mit einer dezenten Kopfnote (sowas kannten wir bisher nur aus der Schule für Betragen, Mitarbeit und Fleiß) von Bergamotte und rosa Pfeffer daher und einer Herznote von Guajakholz und Cashmeran. Rosa Pfeffer erscheint uns ja angesichts der aktuellen Serviceoffensive von Service-Chef Ferri Abolhassan („Null Fehler, null Beschwerden“) noch verständlich, aber Bergamotte hätten wir jetzt nicht unbedingt mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht, dessen Dadadadidaaa wir schon so oft und lange in der Warteschleife hören durften.

Im Webshop und in den Filialen: Der Diffusor mit Love Magenta soll je nach Raumtemperatur drei Monate lang duften. (Foto: Telekom)

Ansonsten fehlt da noch einiges, zum Beispiel dieser leichte Angstschweiss des Telekom-Technikers, der – hast du nicht gesehen? – um die Ecke verschwindet, nachdem er die Karte mit dem Hinweis „Kunde nicht erreicht“ hastig in den Briefkasten geschoben hat. Oder dieser olfaktorisch etwas eigenwillige Muff des ehemaligen Staatsbetriebes, nicht zu vergessen diese charakteristische Mischung aus dem Geruch von Kabeln und der Abluft eines Serverraums, dessen Server mit dem Drosseln des Datenstroms ausgelastet sind. Vielleicht auch noch eine Note „wütender Kleinaktionär“, der seinerzeit beim Gang an die Börse einen Teil seines Geldes verloren hat. Und dann ist da noch diese fast schon exotische Note, die das Weltläufige der Globalisierung beschreibt, an der die Telekom seit vielen Jahren arbeitet.

Doch was wenn der Telekom-Duft, der (online hier erhältlich) immerhin 15 Euro kostet, ein Erfolg wird? Sehen wir dann Kunden, die sich heimlich rund um die Filialen der Telekom herumdrücken, um ab und zu eine Nase des herrlichen Elixiers zu erhaschen? Ganz abwegig ist das nicht: Immerhin will die Telekom beobachtet haben, dass Kunden länger im Laden blieben, wenn der Duft zum Einsatz kam. a

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Eine Reaktion
johnlamox

wenn es nicht schon der 11. mai wäre, würde icvh das ja für einen april-scherz halten... ;-)

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