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Telekom will Partner Huawei mit Quellcode-Offenlegung retten

Staatssekretär Ulrich Nussbaum. (Foto: BMWi/Susanne Eriksson)

Die Telekom will ihre erprobte Zusammenarbeit mit Huawei weiterführen. Bei einem Treffen im Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch wurde von allen Anbietern die Prüfung des Quellcodes gefordert. Huawei ist damit einverstanden.

Die Deutsche Telekom hat eine Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen, um sicherzustellen, dass chinesische Anbieter am Aufbau des deutschen 5G-Mobilfunknetzes teilnehmen können. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der Netzbetreiber schlug vor, dass alle kritischen Infrastrukturen vor der Bereitstellung durch ein unabhängiges Labor unter staatlicher Aufsicht zertifiziert werden.

Am 30. Januar 2019 fand eine hochrangige Anhörung zu Huawei im Bundesministerium für Wirtschaft, geleitet von Staatssekretär Ulrich Nussbaum, statt. Geladen waren die Mobilfunkbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica. Die Presse und Huawei waren ausgeschlossen.

Anschuldigungen seien grundlos

Die Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland setzen die Ausrüstung von Huawei seit Langem im Netzwerk ein und wiesen die Anschuldigungen der USA auf Hintertüren als grundlos zurück, wie Reuters berichtet.

„Die Deutsche Telekom nimmt die weltweite Debatte über die Sicherheit von Netzwerkgeräten von chinesischen Anbietern sehr ernst“, erklärte die Telekom.

Weiter heißt es, dass die rechtlichen Verpflichtungen und die Haftung für die Sicherheit kritischer Infrastrukturen erweitert werden sollten, um Netzwerkanbieter zusätzlich zu den Betreibern abzudecken. Bislang haften nur die Netzwerkbetreiber. Die Telekom nutzt die Gelegenheit, um die Haftung auf die Ausrüster auszuweiten, was diese in Europa und China bisher ablehnten.

Huawei-Sprecher Patrick Berger sagte Golem.de: „Wir begrüßen prinzipiell jede Initiative, die auf Basis objektiver Sicherheitskriterien Prüfmechanismen festschreibt, die die Technologie aller Lieferanten kritischer Infrastruktur unabhängig von ihrem Herkunftsland untersucht und bewertet. Huawei hat hier in den vergangenen Jahren bereits vielen Netzbetreibern, unabhängigen Prüfinstitutionen und Regierungsbehörden inklusive dem BSI weitgehende Einblicke in seine Technologie gewährt und setzt sich seit Jahren für einheitliche globale Zertifizierungsstandards ein.“ Auch wenn über Details noch im Dialog zwischen Politik, Behörden und Industrie zu reden sein würde, trage eine solche Initiative zu einer dringend gebotenen Versachlichung der aktuellen Debatte um 5G-Sicherheit bei. „Nur wenn es für alle Beteiligten objektive, messbare und verbindliche Sicherheitskriterien gibt, wird vor dem Hintergrund globaler Wertschöpfungs- und Lieferketten ein Höchstmaß an Sicherheit im Cyberspace gewährleistet werden können“, sagte Berger.

Autor des Artikels ist Achim Sawall.

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