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Tesla-Aktie rutscht unter 300 US-Dollar – Gewinnen die Shortseller?

Elon Musk muss einen Einbruch der Tesla-Aktie verarbeiten. (Foto: dpa)

Für Investoren, die auf einen Einbruch der Tesla-Aktie setzen – sogenannte Shortseller –, ist Zahltag. Der Wirbel um die von Elon Musk per Twitter verkündete Privatisierung kostet Tesla viel Geld.

Die vergangenen Tage sind für Elon Musks Firma sowie deren Investoren und Mitarbeiter wie eine wilde Achterbahnfahrt. Anfang August war der Kurs der Tesla-Aktie trotz eines Riesenverlustes des Elektroautobauers kräftig gestiegen. Noch einmal deutlich nach oben ging es nach den per Twitter-Nachricht verkündeten Plänen zur Privatisierung von Tesla. Dann gab es allerdings jede Menge schlechter Nachrichten und Spekulationen, die den Kurs drückten. Zu Wochenbeginn rutschte die Tesla-Aktie deutlich unter 300 US-Dollar – ein Minus von bis zu knapp sechs Prozent.

Tesla-Aktie stottert: Shortseller verdienen über eine Milliarde Dollar

Schon am Freitag war es um neun Prozent nach unten gegangen, wie das Handelsblatt berichtet. Die Shortseller, also jene wenig geliebten Investoren, die auf einen Einbruch der Aktie wetten, haben in den vergangenen Tagen viel Geld gewonnen. In den zehn Tagen von der Twitter-Nachricht zum möglichen Börsenaus bis zum vergangenen Freitag sollen Shortseller laut S3 Partners insgesamt rund 1,2 Milliarden Dollar gemacht haben. Und der Abwärtskurs der Aktie könnte anhalten. Die US-Bank JP Morgan hat ihr Kursziel jedenfalls auf 195 Dollar gesenkt.

Einer der Hauptgründe für die derzeit schwache Performance der Tesla-Papiere dürfte die anhaltende Unsicherheit über die Finanzierbarkeit des Börsenrückzugs sein. Der saudi-arabische Staatsfonds, den Elon Musk dabei ins Spiel brachte, soll Reuters zufolge einen Einstieg beim Tesla-Rivalen Lucid Motors prüfen. Angedacht wäre, so der Deal zustande kommt, dass die Investoren aus Saudi-Arabien eine Milliarde Dollar in Lucid Motors investieren und die Mehrheit an dem Elektroautohersteller übernehmen.

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Zudem hatte Musk in einem Interview eingeräumt, dass seine Gesundheit unter der anhaltenden Belastung gelitten habe und er Schlaftabletten benötige. Ein Whistleblower hatte darüber hinaus dem Autobauer kürzlich vorgeworfen, dass in der Gigafactory des Konzerns Überwachung, Drogenschmuggel und Diebstahl herrschten. Tesla wies die Beschuldigungen als haltlos zurück. Nicht zuletzt dürfte den Tesla-Investoren die Untersuchung des Musk-Tweets und dessen Auswirkungen durch die US-Börsenaufsicht kalte Füße bereiten. US-Kanzleien prüfen wegen der Twitter-Nachricht Sammelklagen gegen Tesla.

Interessant in diesem Zusammenhang: Tesla-Visionär – Elon Musk verkauft keine Autos, sondern Träume – das ist das Problem

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