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Tesla ist bei Jobbewerbern im Silicon Valley sehr beliebt – wegen oder trotz Elon Musk

Tesla-Chef Elon Musk. (Foto: dpa)

Lange Arbeitszeiten und hohe Anforderungen sind bei Tesla Alltag. Dennoch heuern gerade junge Menschen offenbar gern bei dem Elektroautobauer an – und viele sind begeistert.

Als Tesla-Chef Elon Musk im Juni ankündigte, dass rund neun Prozent der Belegschaft des Elektroautobauers gehen müssten, ließen viele der Betroffenen via Twitter wissen, wie dankbar sie für die Erfahrung seien, bei Tesla gearbeitet zu haben. Denn trotz oder wegen des streitbaren Musks gehört Tesla gerade bei jungen Leuten zu einem der gefragtesten Arbeitgeber im Silicon Valley, wie das Wall Street Journal berichtet.

Tesla ist bei Jobbewerbern sehr beliebt

Der Karriere-App Handshake zufolge hat Tesla in den Jahren 2016 und 2017 mehr Bewerbungen für Jobs und Praktika erhalten als alle anderen gelisteten Unternehmen. Laut einer Konzernsprecherin soll sich die Zahl der Bewerbungen im vergangenen Jahr auf fast 500.000 verdoppelt haben. Das Interesse der Jobbewerber steige jährlich weiter an, zitiert das WSJ die Tesla-Personalmanagerin Cindy Nicola. Angezogen werden die Bewerber offenbar von der Tesla-Mission, für eine Zukunft mit sauberer Energie zu sorgen.

Zudem gibt es wie bei vielen anderen Silicon-Valley-Firmen Vorteile wie kostenloses Essen und Aktienoptionen. Dass dabei mitunter 100-Stunden-Wochen geleistet werden müssen, scheint viele dagegen nicht zu stören. Einige Tesla-Angestellte sollen sogar deutlich besser dotierte Angebote von Konkurrenten wie Waymo oder Uber abgelehnt haben, um bei Tesla zu arbeiten.

Elektrofahrzeug: Das Model 3 von Tesla
Tesla: Auf das Model 3 folgt das Model Y – aber erst in zwei bis drei Jahren. (Foto: Tesla)

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Das Besondere bei Tesla sei, dass man die Früchte seiner Arbeit schon nach wenigen Monaten auf der Straße sehen könne, meinte ein ehemaliger Tesla-Mitarbeiter. Und ein Student, der im Sommer als Praktikant in der Model-3-Fabrik in Fremont gearbeitet hat, ergänzte, dass Vorschläge nicht auf die lange Bank geschoben, sondern manchmal gleich am nächsten Tag ausprobiert würden. In seinem Fall seien nach einer kurzfristig umgesetzten Änderung die Produktionsprozesse innerhalb einer Woche optimiert worden, schreibt das WSJ.

50 hochrangige Manager haben Tesla seit 2016 verlassen

Allerdings scheinen nicht alle mit dem hohen Arbeitsaufwand zurechtzukommen. Viele Mitarbeiter sollen von Tesla zu Waymo, Lyft oder Amazon gewechselt sein. Seit der Vorstellung des Model 3 im Frühjahr 2016 sollen zudem über 50 hochrangige Tesla-Manager, darunter der Finanzchef und die Vorstände der Bereiche Sales, Personal und PR, das Unternehmen verlassen haben. Während Musk die Fluktuation als normal bezeichnet hat, meinen manche Beobachter, dass der Führungsstil des Tesla-Chefs die Moral beschädigt haben könnte.

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