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Diskriminierung bei Tesla: Mehrere Mitarbeiter reichen Klage ein

(Foto: dpa)

In zwei voneinander unabhängigen Klagen werfen Tesla-Mitarbeiter dem Unternehmen vor, nichts gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz unternommen zu haben.

Tesla wird vor Gericht mit Diskriminierungsvorwürfen konfrontiert

Innerhalb von nur wenigen Tagen wurden zwei Diskriminierungsklagen gegen den Automobilhersteller Tesla bekannt. In der Ersten werfen gleich drei ehemalige Fabrikarbeiter dem Unternehmen vor, trotz Meldung nichts gegen rassistische Äußerungen von Vorgesetzten und Kollegen unternommen zu haben. Einer der Kläger sieht seine Beschwerde sogar als Grund für seine spätere Kündigung. Tesla bestreitet die Vorwürfe gegenüber der kalifornischen Lokalzeitung the Mercury News, die zuerst über den Rechtsstreit berichtet hat. Nach Angaben des Unternehmens seien keine Beschwerden über rassistisches Verhalten durch die drei Kläger bekannt.

Mehrere Arbeiter aus Tesla-Fabriken klagen das Unternehmen wegen Diskriminierung an. (Foto: dpa)

Die zweite Klage stammt von einem Fabrikarbeiter, der sich nach eigenen Angaben homophoben Anfeindungen ausgesetzt sah. Sogar mehr oder weniger verdeckte Drohungen soll er erhalten haben. Auch er gibt an, dass eine Beschwerde keine Änderung gebracht habe und auch er wirft dem Unternehmen vor, er sei dafür bestraft und letztlich gekündigt worden. In einem Statement, das der Guardian im Internet veröffentlicht hat, äußert sich Tesla-Sprecher Dave Arnold zwar zu dem Fall, geht jedoch nicht auf die konkreten Vorwürfe ein.

Stattdessen weist Arnold darauf hin, dass der Kläger sowie die durch homophobe Äußerungen und Anfeindungen aufgefallenen Mitarbeiter keine Angestellten von Tesla seien, sondern für einen Subunternehmer gearbeitet haben. Des Weiteren wird in dem Dokument impliziert, dass der Kläger möglicherweise deswegen ein Gericht eingeschaltet habe, weil der Name Tesla eine übermäßige Presseberichterstattung garantiere. „Jeder, der eine Anklage gegen Tesla erhebt, kann sich sicher sein, signifikante Berichterstattung zu generieren“, heißt es in dem Dokument.

Nicht die ersten Diskriminierungsfälle

Im Februar 2017 warf die Tesla-Mitarbeiterin AJ Vandermeyden ihrem Arbeitgeber vor, Frauen schlechter als Männer zu bezahlen und ihnen Aufstiegschancen zu verweigern. Gegenüber dem britischen Guardian sprach sie von „allgegenwärtiger Schikane“. Vier Monate später verlor sie ihren Job bei dem Automobilhersteller. Nach Angaben von Vandermeyden ging der Kündigung ein Gespräch mit einer Tesla-Managerin voraus, die versucht habe, sie einzuschüchtern. Tesla bestreitet diese Vorwürfe.

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