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Gadgets & Lifestyle

Tesla Model 3: Ein Hype wie beim iPhone

(Screenshot: Tesla-Livestream)

Mit einer Medienresonanz wie sonst bei neuen iPhones hat Elon Musk sein neuestes Elektro-Auto vorgestellt: das Tesla Model 3. Ausgeliefert wird der rund 35.000 US-Dollar teure Wagen allerdings erst 2017.

Tesla Model 3: Australien feiert als Erstes

Es ist unklar, ob Elon Musk, der Gründer von SpaceX und Tesla, das alles voraus gesehen hat. Oder ob es pures Glück gewesen ist. Doch das teils mit kryptischen Tweets von ihm angekündigte neue Mittelklasse-Modell „Tesla Model 3“ konnte weltweit in allen Tesla-Stores vorbestellt werden – und Fans der Marke haben sich mit Zelten, Schlafsäcken oder Campingstühlen vor den Läden für einen vorderen Reservierungsplatz in Stellung gebracht.

Das erste Model 3 ist in Sydney bestellt worden. Wie auch zu Neujahr durften die Bewohner des fünften Kontinents als Erste feiern. Mit dem nach Westen wandernden Tagesanbruch haben dann Fans aus HongKong, Stockholm, Mailand, Hamburg, Berlin, München und natürlich vielen Städten der USA per Twitter lange Schlangen gemeldet – und das für ein Auto, das noch niemand gesehen hatte. Insgesamt 115.000 Reservierungen sind in den Stunden vor der Premiere eingegangen.

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Bei allen Parallelen zum Hype um neue Apple-Produkte: Die Menschen in der Schlange in München, die denen in anderen Städten ähnelten, unterscheiden sich im Alter doch stark von den Apple-Jüngern. Und: Grundsätzlich dürften es mehrheitlich Traumkunden der deutschen Premiumhersteller gewesen sein. Zudem dürfte es bisher keine Autopremiere gegeben haben, bei der Kunden für ein unveröffentlichtes Auto morgens in der Frühjahrskühle angestanden haben. Typisch für München: Es gab Weißwürste, Brezeln und Bier (und auch andere Getränke) für die Wartenden – und die Gespräche drehten sich fast ausschließlich um die Daten zum noch geheimen Elektro-Auto.

Der Wunsch von Elon Musk, diesem Fahrzeug die Bezeichnung „E“ zu geben, ist schlussendlich an Ford gescheitert. Mit etwas Kreativität kann aber auch mit dem offiziellen Logo des Model 3 das Wort „Sex“ nachgebaut werden. Und angeblich steht „Model Y“ schon in den Startlöchern.

Nummer 3: Die Welt erblickt um 5:54 Uhr MEZ

Die Premiere des Tesla Model 3 in der Nähe von Los Angeles. (Screenshot: Tesla-Livestream)
Die Premiere des Tesla Model 3 in der Nähe von Los Angeles. (Screenshot: Tesla-Livestream)

Zu Beginn der offiziellen Präsentation in den Tesla-Designstudios in Hawthorne bei Los Angeles, die mit etwas Verspätung begann, wies Elon Musk auf die Rekordhöhe der CO2-Werte hin. Dieser Umstand ist die Basis für Teslas Mission, nachhaltige Mobilität sicherzustellen. Begonnen hatte alles 2006 mit einem damals noch geheimen Plan von Tesla, indem praktisch die gesamte Strategie des Elektroautoherstellers angelegt war.

Das erste Modell, der Roadster, diente dann mehr oder weniger als Versuchsträger und Beweis, dass man alltagstaugliche E-Autos bauen kann. Die Produktion dieses teuren Wagens lag bei nur rund 500 Stück im Jahr. Doch die damit unter Beweis gestellten Fähigkeiten und gesammelten Erfahrungen reichten aus, eines der sichersten und das für viele beste Auto der Welt zu bauen: das Model S. Die Stückzahlen sind im Premimumluxus-Segment mit 50.000 bis 60.000 Stück angesiedelt. Mit dem Model X wich Tesla dann ein wenig vom Plan ab und reagierte auf die Kundennachfrage nach SUVs, ohne sich aus dem Segment des Model S zu bewegen.

Mit dem Model 3 wagt sich Tesla jetzt in den Massenmarkt vor und bietet für 35.000 US-Dollar ein gut ausgestattetes Fahrzeug an, das fünf Erwachsene bequem unterbringen soll. Die Passagiere erhalten durch das Glasdach zusätzlich ein angenehmes Raumgefühl. Laut Elon Musk passt ein 2,13 Meter langes Surfbrett bei umgelegten Rücksitzen locker in den Innenraum.

Somit sind wir schon bei den Fahrzeugdaten der Limousine, die in unter sechs Sekunden von Null auf 100 spurtet und dabei mindestens eine Reichweite von 215 Meilen (346 Kilometer) aufweist – in der Standardversion. Es wird auch stärkere Varianten geben, deren Details allerdings nicht genannt wurden. Wie angekündigt, bleibt Tesla bei der Premiere vage und behält sich weitere Details für eine zweite Veranstaltung offen. Für Begeisterung unter den 800 geladenen Gästen sorgte die Aussage von Elon Musk, dass jedes Model 3 serienmäßig über die notwendigen Sensoren und die Software für die Autopilot-Funktion verfügt und ebenso serienmäßig an den Superchargern aufladen kann. Hier war die Wortwahl entscheidend, denn das Wort „kostenlos“ kam nicht vor.

Frühe Vorserienmodelle: Tesla Model 3 wird 2017 ausgeliefert

In der ganzen rund 25-minütigen Show wurde immer wieder der langfristige Plan zum Bau des Model 3 betont. Neben den Vorbereitungen durch die hochpreisigen Brüder und Schwestern ist auch das Ladenetzwerk von Tesla ein wesentlicher Baustein. Derzeit gibt es weltweit 3.608 Supercharger und 3.689 sogenannte Destination-Charger. Bis zur Auslieferung des Model 3 Ende 2017 soll diese Zahl auf 7.200 beziehungsweise 15.000 steigen. Die Tragweite dieser Information ist nicht zu unterschätzen, sichert Tesla dadurch seinen Kunden doch eine Lademöglichkeit in der Nähe und lässt Reichweitenangst erst gar nicht aufkommen. Letztere ist weit verbreitet unter E-Auto-Skeptikern. Daher ist diese Aussage ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Markteinführung und das ambitionierte Ziel, bis 2020 eine halbe Million Autos jährlich zu verkaufen. Sowohl die Fabrik zur Autoproduktion als auch die Gigafactory in Nevada für die Akkus sind auf solche Stückzahlen vorbereitet.

Die Gäste vor Ort bekamen die Gelegenheit, im Anschluss an die Präsentation das Auto zu fahren. Es ist also in Kürze damit zu rechnen, erste Eindrücke auf Twitter oder Blogs lesen zu können. Aus der Entfernung – im Livestream – fiel auf, dass die Türgriffe der Fahrzeuge unterschiedlich waren. Das lässt den Schluss zu, dass es sich um sehr frühe Vorserienmodelle handelt. Im Innenraum gab es zur Überraschung kein zentrales Tacho-Element, während der  Touchscreen mittig über dem Armaturenbrett zu schweben scheint. Alles in allem sieht das Model 3 sehr sportlich aus. Es erinnert an das Model S, bietet aber mit seiner sehr flachen Schnauze und den hochgezogenen Scheinwerfern ein deutlich anderes Bild.

Die Premiere des Tesla Model 3 in der Nähe von Los Angeles. (Screenshot: Tesla-Livestream)

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Weitere erste Eindrücke und Bilder vom Tesla Model 3 gibt es unter anderem auf Spiegel Online, bei der FAZ und den Kollegen der NZZ.

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10 Reaktionen
Kalkulationen

Wegen der Kalkulation:
In der Street-Scooter-Meldung (falls das kein Aprilscherz war) steht ja auch was von "preisagressiven" Business-Autos.
google: "preisaggressive werkzeuge"

Das ist vielleicht ein weiterer Indikator das vielleicht die Zulieferer Überkapazitäten und fertige Bauteile haben welche man für ein günstiges Zusteller-Auto sofort verbauen kann.
Ein Bekannter hat für Firmen scharenweise Kleinbusse umgebaut. Diese Rendite spart die Streetscooter durch ausnahmsweise mal "build" statt "buy" bei "build or buy" welches jeder Controller ständig für alle Ausgaben (also in diesem Falle die Fahrzeugflotte der Post) durchrechnet. Ein guter Staat erkennt ja auch das man wohl die Mobilfunk-Konzerne durch Ericcson und Huawei ersetzen sollte.

Bei Business-Autos kann man auch unauffällig viel mehr Akku und Einheits-Teile verbauen als in den kleinen und viel leichteren PKW, City-Flitzern oder Supersportwagen.
Schon die gesparten Lohnkosten für die Fahrt/Anwesenheit bei/zur Tankstelle und Abrechnung der Tank-Quittungen rentiert es sofort. Bei Business kann man auch (für Privatpersonen aufgrund der fehlenden Skalierung oft wohl viel zu teuren) oder als Business-Pro-Version von Tesla "teure" Akku-Change-Systeme etablieren und immer 2 oder wie viel auch immer Akkus in der Zentrale oder Busbahnhof am Laden liegen haben. Es gibt also diverse Geschäftsmodelle wo sowas schnell skaliert während die organisierten Gegner natürlich immer nur die 2-3 Geschäftsmodelle in der Presse säen, wo das nicht so gut funktionieren dürfte. Die Felle sind schon weggeschwommen. Wir müssen die Konzerne vermutlich bald mal wieder mit Abwrackprämie 2.0 retten...

Wegen des Preises sieht man mal wieder die üblichen Fehler die sich vermutlich in allen Berichten immer und immer wiederholen werden:
- In jeder Meldung wird gefragt bzw. vermutet das die Staats-Subventionen im Preis drin stehen. Als guter Journalist lernt man daraus und schreibt es fort-an immer gleich mit rein.
- US-Preise sind wohl immer ohne die örtliche Sales-Tax mit welcher sich wohl z.b. Florida finanziert so das man dort keine Bundeslandes-Steuer-Erklärung (sondern nur für die Gemeinde und den US-Präsidenten) machen muss.
- in einem der früheren Berichte wurde auf Mobilitäts-Garantie usw. hingewiesen. Bei CNBC hiess es "lange Garantiezeit" oder sowas. Das etabliert sich hoffentlich endlich auch hier (falls es das noch nicht gibt) und gehört in den Text. Wie lang sind die kostenlosen Reparaturen ? Man bezahlt dort also vielleicht nur noch Reifenverschleiss und DishSatRadio-Abogebühren selber weil die Wartung (über SIEBEN ? Jahre) im Kauf-Preis inbegriffen ist und die Teslas kostenlos nach Hause kommen was deren Direktvertrieb noch mal besser macht als Auto-Händler weit weit weg... . Amazon holt auf Wunsch auch kostenlos per Hermes von zu Hause ab und man spart sich den Postamts-Besuch... .

Da fehlen also bei den Artikeln praktisch immer - deutlich relevante - Dinge welche die Kommentare nachliefern müssen damit man den Preis wirklich vergleichen kann. Jedes Handy wird präziser beschrieben. Und die Konditionen für X und S Modelle sind ja bekannt.

Wenn schon Leser die Recherche machen oder die fehlenden Punkte nachbessern sollte man es beim nächsten Artikel selber reinschreiben.
Auf http://www.teslamotors.com/de_DE/models steht:
"Jedes Model S ermöglicht das kostenlose Reisen über lange Distanzen durch die Supercharger und beinhaltet eine Kilometer-unbegrenzte Garantie auf Batterie und Antriebseinheit." (die 60kWh-Versionen sind damit aber evtl nicht gemeint, siehe nächsten Link etwas tiefer)
Tja. DAS gehört in jeden Artikel rein. Der zweite Teil ist gemeint. Das man die Tank-Kosten spart ist natürlich auch interessant wozu man aber (wie bei LTE oder UMTS oder brauchbare schnellem Internet usw.) natürlich normalerweise in der Großstadt leben muss oder an Autobahnkreuzen vorbeifahren falls dort billig sowas (vor der teuren Großstadt (an die Hochpreis-Vermieter...)) von Tesla aufstellbar ist.

Sehr informativ (leider lang):
http://www.teslamotors.com/de_DE/support/service-plans
Speziell das Ende lässt vermuten, das die günstigen Preise (z.b. der 60kWh-Batterie) durch direkter bezahlte und nicht mehr im Preis beinhaltete bzw. dann bei den günstigen Modellen als Aufpreis verfügbare Supportkosten entstehen.

Bei Autos kennen sich die Leute aus. Ich bitte ja ständig, mal die Steuerberater zu Startup-Meldungen zu befragen. Bei den Jahreskosten für Autos dürften die auch gute Zahlen haben und sehen ob das für Firmenautos gute Zahlen sind bzw. wo die Unterschiede (Kosten, Konditionen, Angebot,...) zu anderen Herstellern und deren Fahrzeugflotten/Firmenautos bzw. bei den inzwischen gängigen Leasing-Wagen sind.
Das gehört in (schnelle, weil recht un-aufwendige) Qualitäts-Leistungs-Recherchen und in die Artikel hinein. Die Firmen-Kunden rufen doch sicher schon beim Steuerberater an und lassen durchrechnen ob Tesla3 billiger kommt als die aktuellen Autos/Leasing-Verträge. Als Qualitäts-Presse würde ich die Leasing-Auto-Firmen mal schriftlich anfragen wie das bald dort aussehen dürfte und ob die zu erwartenden Umsatz-Ausfälle dank E-Autos durch LKW/Kleinbus/Kleintransporter-Leasing ausgeglichen werden was bei PKW-Firmen aber nicht so gut gehen dürfte ? Daimler ist evtl der größte Nutzfahrzeug-Produzent. Die interessiert das daher vielleicht nicht so. Aber ich vermute fast keiner (ausser Blackberry-Usern) will noch ein Tastenhandy wenn man Touchscreen haben kann. Und fast keiner (selbst wenn es 10.000 Euro Abwrackprämie-2.0 gäbe) will dann überhaupt noch ein Benzin-Auto. Die Leasing-Flotten sind wie viel Prozent der Auto-Branche und der monatlichen PKW-Neuzulassungen und der wirtschaftlichen Zukunft Deutschlands und aller Staaten wo Autos und die Vorprodukte von hunderttausenden Arbeitern produziert werden ? na also. Bei Solarzellen konnte man die China-Solarzellen von den deutschen Solarfabrik-Arbeitern auf die Dächer schrauben lassen. Bei Autos geht das nicht wenn man nicht selber was gleichwertiges hat um die Jobs auszulasten. Was sagt die Gewerkschaft ? Was sagen die Benzin-Konzerne ? Was sagt der Finanzminister wenn die Benzin-Steuer für PKWs um 10% pro Jahr sinken dürfte ? Diesel und Nutzfahrzeuge haben vielleicht 20 Jahre Abschreibung. Das sind nur 5% und es gab vor heute/gestern ( StreetScooter ) eventuell keine beliebten nachweislich verfügbaren E-Alternativen für die Fahrzeug-Flotten. E-Smart, E-A-Klasse und E-MiniCooper können unten noch gegen halten. Wenn scharenweise die (dann mal noch nicht so alten) Benziner am Gebrauchtmarkt auftauchen sinken die Auto-Preise wie bei Erdöl von 120(?)$/Barrell auf aktuell $20-40/Barrell und neue braucht man auch nicht mehr so viele produzieren... => Abwrackprämie-2.0. Zigtausende Jobs auf ewig verloren und die Firmen dann billig von China und USA aufgekauft... .
Die Disruption von PC => Laptop => Netbook(!) => Tablett/Handy/SmarTV läuft ja noch. Aber die Laptop-Erosion durch Netbooks hat jeder gesehen aber die Fabriken und Chips (Intel, AMD) waren dieselben. Wenn Privat-Autos 8 Jahre halten sind das 12% pro Jahr welche durch E-Autos ersetzt werden. Fernseher haben ca. 8% Austausch pro Jahr.

Vieles konnte man nicht vorhersehen: Smartphones, UHD-1, FullHD-Handies, 8CoreHandies,... für $199 und billiger oder die Stagnation vom früher mal marktführenden Wintel. Einen Großteil der Disruptionen durch und Dank Tesla kann man aber sehr wohl vorhersehen und von der Politik Schlauheit im Voraus einfordern... Die Leute kaufen (wie bei Elektro-Fahrrädern) die Autos trotzdem scharenweise. Also NULL Subventionen und lieber dafür sorgen das die Discounter auf ihren meist großen Parkplätzen auf _bundesweit_ jeder Filiale eine! Ladestation aufbauen.

Nett sind lange Lebensdauern dank Modular-Konzepten wie früher bei PCs wo man auch nur das Board oder nur die CPU oder nur das RAM oder Festplatte gegen was besseres austauschen konnte: Der Motor kann woanders drehen oder die Akkus woanders den Motor antreiben oder das Display was vernünftiges woanders machen. Displays gehen nicht kaputt. Leider interessiert das keinen und sie landen im Elektroschrott :-(((

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Kalkulationen

Bei anderen Medien (z.b. CNBC) wird darauf hingewiesen, das das wohl leider nur der Startpreis ist. Die besseren iphones kosten ja auch 100 oder 200 Euro mehr als der Startpreis.

Gründe für günstige Kalkulation:
- Eigene Produktion der Akkus.
- Viele Autoteile gibts vom Fliessband von vielen konkurrierenden Herstellern oder mit langer Erfahrung von Bosch, INA(?), Osram, Philips,... bzw. den vergleichbaren US/Japan/China-Herstellern. Man müsste mal eine Alternative aus Ersatzteilen zu Ersatzteil-Preisen kalkulieren.
- Kalkulier mal die Kosten von Leasing-Autos und vergleich das mal. Die gehören oft ja auch dem Hersteller und sind Laufzeit-Miete statt ewiger Kauf durch Privatleute bzw. Firmen um die Stückzahlen nicht niedriger melden zu müssen.
Die Frage ist, ob die aus TV-Shows üblichen US-Qualitäts-Ansprüche ("guck mal die Spaltmaße" über US-Autos in vielen deutschen TV-Sendungen) oder eher mehr die japanische 6sigma-Qualitäts-Level herrschen.
- Aus 2 alten Autos kann man vielleicht drei neue Autos machen. Bei den Auto-TV-Shows "boar ey, das sind noch echte Bleche, nicht wie heute" erkennt man das Autos heutzutage auch (wie Verpackungen für Lebensmittel oder viele andere Dinge wo oft grade mal nur noch eine Folie drüber ist) viel schlanker sind als früher. Tesla nutzt die Lernkurve und Fixkosten-Degresseion um günstiger zu werden. Viele andere Staaten leider nicht...
- Apple ist auch gutverdienend dank Direktvertrieb. Tesla ist auch Direktvertrieb. Das sind fast die einzigen vorbildlichen Firmen für Kleinanleger. Überleg mal wie viel Autohändler in USA verdienen und wie die häufig in US-TV-Serien dargestellt werden (ich glaube z.B. Scott Bakula bei Two and a half Men). Hier hingegen ist man als Vertragshändler evtl in keiner guten Situation und freut sich vielleicht wenn man keine Autos mehr kaufen und auf eigene Kosten herumstehen lassen muss weil die große Zentrale Autofirma in der Zentrale das macht. Andere Konzerne machen das indirekt über Leasing. Dann bleiben die Stückzahlen hoch obwohl man die Autos evtl. eigentlich nur (über eine Leasing-Tochter-Firma des Großkonzerns) vermietet statt wirklich vollständig dauerhaft an den kleinen Endkunden zu verkaufen. Gute Verkehrsämter, Sparkassen usw. melden solche Zahlen... damit jeder weiss wem die Autos wirklich gehören und wo das Volksvermögen wirklich steckt...
- "Der Golf macht den Umsatz, der Passat(?) den Gewinn"(in der Bilanz ?) ? Mit Handies machen die Hersteller oft wohl auch keinen Gewinn. Ausnahmen sind nur Samsung und natürlich Apple. Die niedrigpreisigsten Modelle sind vielleicht eher zur Fabrik-Auslastung und weniger für Profit/Deckungsbeitrag. Dann ist man auch wegen zigtausender Arbeiter too big to fail und muss mit Steuerzahler-Milliarden gerettet und subventionisiert werden und höhere Bilanzwerte liefern normalerweise einen Grund für mehr Boni obwohl die meisten Google-Investments den Profit nicht prozentual ebenbürtig erhöhten aber auch dort wird inzwischen _endlich_ durchgegriffen und die Burners abgestoßen...
http://www.golem.de/news/intelligentes-heim-alphabet-koennte-sich-von-nest-trennen-1603-120065.html . Auch diese Google(?)-Roboter-Firma ("Boston Dynamics" ?) wird evtl. als Verkaufs-Kandidat gehandelt.
Die Marktbewertungen von Börsenfirmen sind leider nicht wie bei Supersportwagen PS-pro-Kilogramm also KGV o.ä. sondern mehr Größe/Länge und Bilanzwerte usw. Dementsprechend wachsen die Firmen in falsche Dimensionen und der Kleinanleger finanziert die Failer-Boni.
- Oculus Rift sollte auch etwas günstiger verkauft werden.
- Das one+1 war evtl auch zu knapp kalkuliert und müsste im Preis eigentlich schon niedriger sein. Mit der 35k-Ankündigung müssen die Konkurrenten drunter bleiben. Auch Daimler macht TV-Werbung mit automatisch Einparken. Denn das es mit Akkus läuft ist nur noch auf zweiter Ebene interessant und (wie LTE in aktuellen Handies) nebenrangig. Das es viel Zeit spart und Routine-Aufgaben wie Parkplatz-Suchen usw. in Berlin, beim Einkaufen usw. selber erledigt und dann wie KITT bei Knight-Rider bei Ruf per Handy automatisch vor-fährt ist inzwischen für Firmenkunden und Mittelklasse-Käufer mit guten Einkommen und begrenzten Zeit-Budgets wohl weitaus wichtiger und Parkplätze müssen robo-fähig werden (NFCs im Boden, Leuchmarkierungen,...) um die guten (hochpreisigen) Kunden anzulocken. D.h. die Ankündigung definiert/shaped das Marktverhalten der Konkurrenz...
- Die Kalkulation der S und X ist evtl eher "langsame" Manufaktur und vielleicht nicht kostendegressive Massen-Fliessband-Produktion.
- ...

Man sollte auch mal einkalkulieren wie viel ein Megawatt Strom kostet (30 Euro habe ich im Kopf aber das kann auch falsch sein) und wie viele Auftankungen das sind. Als Discounter hätte ich auf den großen Parkplätzen kostenlose Loader-Stationen (parken ist dort auch kostenlos und die Grundstücke dafür kosten auch Geld) und sobald man andockt zählt der Counter von 15 Minuten herunter. Das reicht zum Einkaufen und das Auto kann selbstängig ent-koppeln und vorfahren wenn man mit dem Einkaufswagen aus dem Supermarkt kommt. Ein guter Staat gibt dafür ein Jahr schnellere Abschreibung wenn man die erste Lade-Station in dieser Postleitzahl ist oder im Umkreis von 10 km ist. Dann ist schnell ein deutschlandweites Loader-Netz bei allen (normalerweise gut per Straße erreichbaren) Discountern und der Staat muss NULL Euro subventionieren. Aber die Presse schaut vielleicht lieber zu wenn Steuern vermutlich vermeidbar investiert werden... Mario Barth ist besser...

Wenn man 60-90 kW*h-Akkus ansetzt (Wikipedia, Grundmodelle TeslaS beginnen wohl bei 60kW*h) und schlechte Wirkungsgrade also 100kW*h und 30 Euro (bitte überprüfen) für 1 MegaWatt*h macht das $3 fürs vollständige Aufladen von 100kW*h also einem zehntel MegaWatt als obere Abschätzung. Wie viel Benzin gibts dafür und wie weit kommt man damit ? Diese Information fehlt in jedem Artikel glaube ich während bei jedem Handy die Taktraten verglichen werden.
Da herrschen hohe Arbitragen welche durch Großhändler ohne Haushalts-Zähler-Aufpreise direkter und viel preisgünstiger als der bisherige Haushalts-Strom an den Kunden gebracht werden könnten. Ein guter Staat würde den Mobilfunk nach Auslaufen der Lizenzen inzwischen ja an Huaweii und Ericcson versteigern und die Mobilfunk-Konzerne als gutverdienende Zwischenhändler überflüssig machen.

Davon abgesehen sollte man daran erinnern das E-Fahrräder sich inzwischen auch groß durchgesetzt haben und wohl keine Staats-Subventionen an Konzerne bekamen welche besser erst mal vor dem ersten Boni an Luxus-Auto-Fahrer die Abwrackprämie inclusive Zinsen zurückzahlen sollten.
Weil Startup-Investments oft genug leider in Wirklichkeit wohl nur Steuer-Abschreibungs-Projekte ohne Profit-Anspruch sind und oft genug wohl leider auch in Hochpreis-Mietgebieten wohl leider auch die Mieten für Büros und Wohnraum steigern, sollte man statt E-Autos lieber in öffentlichen Internet-Ausschreibungen (auch etwas was Rot-Grün nicht erbracht hat) Loader-Stations auf Gemeinde-Grundstücken neben den kleinen Trafo-Stationen überall in der Gemeinde aufbauen und dank Mobilitäts-Standards schnell austauschen/abbauen können.
Eine öffentliche Loader-Map mit Ausfall-Zeiten bewirkt vermutlich schnelleren Kauf als viele andere Argumente. Denn niemand will nachts irgendwo stranden und nicht mehr weiterkommen wie in vielen Horror-Filmen. In den Outlands kann man dann mit den Benzin-Wagen zum Kunden fahren oder hat ein Modell mit mehr Akku und weniger Kofferraum/Laderaum.

Bitte das im Artikel benutzte Wort " Limousine " (so wie auch "Mail" statt Email bzw. Postbrief oder auch "Ertrag" "Erlös" "Einnahmen" oder "Speicher" statt "RAM" bzw. "Flash", "SSD"... ) auf Bad-Word-Listen packen weil es laut wikipedia: Limousine praktisch völlig unklar ist was gemeint ist. Wenn man die Specs nicht kennt, kann man auch die Zielgruppe, Konkurrenz-Autos und deren Preise nicht benennen und deren Konkurrenz-Verhalten in Verbindung mit dem Tesla-3 setzen. Es wird ja auch ein Samsung S7-SE als Reaktion auf das iPhone-SE spekuliert. Die Produktvorstellungen am einfachsten aber die Prototypen oder Vorführ-Modelle auf den gängigen Auto-Messen passen sich sicher auch an Tesla-3 an. Dankenswerterweise halt nicht mit 3 Wochen Vorlaufzeit wie bei Apple sondern mal 1-2 Jahre im Voraus...
Und je weniger S und X gebaut werden, desdo früher sind in der Fabrik Produktions-Straßen und Produktions-Schichten für den Tesla-3 frei...
Hier klang es aber oft eher nach Manufaktur und nicht was wir z.b. von Coca-Cola oder Lebensmittel-Produzenten als vorbildliche Massen-Fabrikation also Fabrik am Fliessband kennen.
Die Kalkulation der S und X ist also evtl eher Manufaktur und nicht kostendegressive Massen-Fliessband-Produktion.

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AnTe

Für den Preis ein echter Wahnsinn. Vor allem in Verbindung mit genug SuperChargern könnte es so wirklich ein großer Schritt in Richtung E-Mobilität werden. Als ich letztens einen i3 fahren konnte, musste mir das lächeln anschließend operativ entfernt werden - dieser dauerhaft verfügbare Leistung ggü. einem Benzinmotor ist einfach genial.

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Dirk Roeder

Die Verdopplung der Ladepunkte und der Tesla Stores sind fast die wichtigere Meldung von heute nacht. Ohne diese Infrastruktur würde es Tesla nicht schaffen, den ø Menschen zum Umstieg zu bewegen. Wenn Du aber unterwegs "immer" einen Ladepunkt findest, ist die Barriere im Kopf weg.

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Maik Klotz

Krass. Nur 35,00 USD - wie finanzieren die das?!

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Dirk Roeder

Extrem guter CFO

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Boris

Die kommunizieren immer den Preis inkl aller Zuschüsse und Steuerbefreiungen...in der Realität reden wir eher von 40k aufwärts.

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Sebastian P

Sonst ja, in diesem Falle nicht. Das ist tatsächlich der Preis vor Abzügen und wie in den US üblich auch ohne Sales Tax (da von Staat zu Staat unterschiedlich)

Josef

Falsch, ist der Preis OHNE Steuerbefreiungen und Zuschüsse. Economies of Scale ist eher das Stichwort. Die Gigafactory wird ab 2020 die Hälfte aller Lithium-Ionen Akkus weltweit produzieren.

Dirk Roeder

Es gibt bereits erste Videos bei Probefahrten: https://youtu.be/vHxLFTCLiEU

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