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Teslas Oasis: Der größte Supercharger der Welt ist fertig – und läuft fast ohne Netz

164 Ladesäulen, kaum Netzstrom: In Kalifornien zeigt ein neuer Ladepark, wie sich langwierige Genehmigungsverfahren bei fehlender Netzkapazität mit extrem viel Hardware umgehen lassen.

2 Min.
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Tesla Oasis im Juli 2025: Autarker Ladepark mit exorbitantem Flächenverbrauch. (Bild: Tesla)

Tesla hat die Erweiterung seines Ladeparks im kalifornischen Lost Hills vollständig abgeschlossen. Mit nun insgesamt 164 Supercharger-Säulen (Stalls) löst der Standort den bisherigen Rekordhalter in Barstow ab und ist damit die größte Anlage des Unternehmens weltweit.

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Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal ist jedoch nicht die reine Anzahl der Ladepunkte, sondern die Art der Energieversorgung. Der Standort ist so konzipiert, dass er weitgehend unabhängig vom öffentlichen Stromnetz funktioniert.

Unabhängigkeit vom trägen Netzausbau

Wie InsideEVs berichtet, setzt das Unternehmen aus Austin im US-Bundesstaat Texas auf eine massive Fotovoltaik-Anlage. Die Solarmodule, die gleichzeitig als Überdachung für die Parkplätze dienen, erreichen eine Leistung von elf Megawatt.

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Um die Energieversorgung auch nachts und bei bewölktem Himmel zu gewährleisten, hat Tesla vor Ort zehn Megapack-Großspeicher installiert. Diese bieten eine Speicherkapazität von insgesamt 39 Megawattstunden.

Max de Zegher, Director of Charging bei Tesla, erklärte dazu auf der Plattform X, dass der weltweit größte Supercharger tatsächlich von der Sonne betrieben werde. Laut seiner Aussage versorgt die Anlage die Autos an fast jedem Tag des Jahres zu 100 Prozent mit Sonnenenergie.

Schnelligkeit durch Eigenversorgung

Der technische Aufwand ist eine Reaktion auf die bürokratischen Hürden beim Netzausbau. Reguläre Anschlüsse in dieser Leistungsklasse erfordern oft jahrelange Vorlaufzeiten durch die lokalen Energieversorger.

Tesla benötigte die Kapazitäten jedoch dringend für den erwarteten Reiseverkehr an den Feiertagen im Jahr 2025. „Unsere Prognosen zeigten ein schwerwiegendes Defizit bei der Ladeinfrastruktur entlang des Korridors San Francisco – Los Angeles“, so de Zegher.

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Durch den Einsatz der eigenen Solar- und Speichertechnologie konnte das Unternehmen den Zeitplan selbst kontrollieren. Vom Baubeginn bis zur Bereitstellung der nötigen Kapazität vergingen laut Tesla weniger als acht Monate.

Ein Modell mit Einschränkungen

Wir hatten bereits im Juli über den Start der ersten Bauphase berichtet, als die ersten 84 Säulen ans Netz gingen. Nun ist das Projekt, das intern unter dem Namen „Oasis“ läuft, im vollen Umfang betriebsbereit.

Ganz ohne Kabel geht es technisch gesehen allerdings doch nicht. Ein kleiner Netzanschluss existiert weiterhin am Standort in Lost Hills.

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Dieser dient laut de Zegher jedoch primär der Absicherung und soll künftige Erweiterungen ermöglichen, spiele aber für den aktuellen Tagesbetrieb kaum eine Rolle.

Vorbild für die Branche?

Der Ansatz, fehlende oder verzögerte Netzkapazitäten durch lokale Puffer-Speicher zu umgehen, findet in der Branche zunehmend Nachahmer. Auch andere Anbieter erkennen darin eine Möglichkeit, den Rollout zu beschleunigen.

So setzen beispielsweise Unternehmen wie Electric Era oder der chinesische Hersteller BYD aus Shenzhen ebenfalls verstärkt auf Batteriestützung. Damit lassen sich Ladeparks errichten, ohne auf den teuren und langwierigen Ausbau der Mittelspannungsleitungen warten zu müssen.

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Ob sich gigantische Solarparks wie in Lost Hills flächendeckend durchsetzen können, bleibt dennoch fraglich. Der enorme Flächenbedarf für elf Megawatt Solarleistung dürfte an dichter besiedelten Standorten oder in Europa kaum realisierbar sein.

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