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Tesla: US-Börsenaufsicht prüft Musk-Tweet

Elon Musk hatte überraschend auf Twitter angekündigt, er wolle Tesla privatisieren. (Foto: dpa)

Elon Musk hatte am Dienstag auf Twitter überlegt, Tesla zu privatisieren. Die Ankündigung trieb den Preis der Tesla-Aktie kurzfristig nach oben – und rief die Börsenaufsicht auf den Plan.

Die per Tweet verbreiteten Planspiele von Tesla-Chef Elon Musk, sein Unternehmen womöglich von der Börse zu nehmen, könnten einem Medienbericht zufolge Ermittlungen nach sich ziehen. Die US-Börsenaufsicht SEC habe sich bei Tesla erkundigt, ob die massiv kursbewegende Mitteilung den Tatsachen entspreche und warum sie über den Kurznachrichtendienst Twitter lanciert worden sei, schrieb das Wall Street Journal am Mittwoch unter Berufung auf Insider.

Die Behörde wollte dazu auf Nachfrage keinen Kommentar abgeben. Tesla war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Normalerweise verbreiten börsennotierte Unternehmen Nachrichten, die das Zeug haben, den Aktienkurs stärker schwanken zu lassen, außerhalb der Handelszeiten als Pflichtmitteilungen. Für besonderen Argwohn an den Märkten sorgt zudem Musks Behauptung, die Finanzierung, um Tesla zum Kurs von 420 US-Dollar pro Aktie zu privatisieren, sei gesichert. Bislang blieben die Details dazu offen – was die Frage aufwirft, ob die nötigen Mittel wirklich zur Verfügung stünden.

So ein teures Unternehmen wurde noch nie von der Börse geholt

Um Tesla zu privatisieren, müsste den Aktionären angeboten werden, ihre Anteile zurückzukaufen. Bei Musks Kursziel würde die Firma inklusive Schulden auf 82 Milliarden Dollar taxiert, so ein teures Unternehmen wurde noch nie von der Börse geholt. Entsprechend groß sind die Zweifel an Musks Aussagen. Rechtlich könnte der Vorfall brisant sein, denn Musks Tweet trieb den Aktienkurs kräftig in die Höhe und bewegte Milliarden an Börsenwert. Sollte er geblufft haben – etwa um Spekulanten eins auszuwischen, die gegen die Aktie wetten –, könnte dies Klagen wegen Marktmanipulation nach sich ziehen.

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Thomas Farley, ehemaliger Präsident der New Yorker Börse, sagte laut einem Zeitungsbericht, es sei relativ einfach, die Stichhaltigkeit von Musks Twitter-Ankündigung zu prüfen. Musk hatte in dem Tweet geschrieben, die Finanzierung stehe. Die SEC könnte nun beispielsweise verlangen, rechtlich belastbare Vereinbarungen mit Finanzierungspartnern zu sehen.

Vorstand hatte über Privatisierung beraten

Laut einem Bericht des Wall Street Journal vom Mittwoch hatte Musks Privatisierungs-Tweet ein Vorspiel in Teslas Vorstand: Einige unabhängige Vorstandsmitglieder erklärten demnach, sie hätten sich in der vergangenen Woche mehrmals getroffen, um Musks Vorschlag der Privatisierung zu diskutieren.

„In der letzten Woche hat Elon eine Diskussion mit dem Vorstand über die Privatisierung der Firma eröffnet“, zitiert das Wall Street Journal aus einem Statement von sechs unabhängigen Vorstandsmitgliedern. In den Gesprächen sei es darum gegangen, ob die Organisation als privates Unternehmen für langfristige Ziele besser sei und wie man eine Privatisierung finanzieren könnte.

Mit Material von dpa

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